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Sonntag, 6. November 2016

Burger-Cake


Hallo zusammen,

Ich persönlich esse ja eigentlich gar nicht soo häufig Burger. Bei den beiden wohl bekanntesten amerikanischen Burgerketten war ich vermutlich Jahre nicht mehr.
Seit der Burger an sich aber hier ein Riesentrend geworden ist und man inzwischen auf jeder Speisekarte mindestens einen findet, an jeder zweiten Straßenecke in jeder beliebigen Großstadt ein Burger-Foodtruck steht oder einfach so überall neue Burgerläden aufmachen, kommt man ja kaum noch drumherum.
Ich bin nicht so ein Riesenfleischesser, daher esse ich am liebsten vegetarische Burger, insbesondere meinen Special-Zucchini-Kidneybohnenburger mit selbstgekochter Tomatensauce und Mayo. Lecker lecker!!!


Zum Geburtstag eines Freundes hab ich mich dann aber für einen anderen Veggie-Burger entschieden. Dieser hier besteht aus einem Schokoladenbrownie, Schokoganache und Fondant.
Besonders für das Brötchen war mein Airbrush-Gerät mal wieder ein Segen, ich wüsste nicht, wie man diesen gebackenen Effekt anders so realistisch hinbekommen könnte!


 Für die Zwiebelringe habe ich hell-lila Fondant sehr dünn ausgerollt und mit Kreisausstechern ganz schmal ausgestochen. Der Salat ist grüne Blütenpaste, die ich auf einem Foam-Pad mit einem Ball-Tool bearbeitet habe. Der Ketchup ist rot gefärbtes Piping-Gel.



 Damit der Kuchen-Burger besonders echt rüberkommt, habe ich mir eine Faltvorlage für die Box runtergeladen und aus Tonkarton gebastelt. eine Vorlage findet ihr hier.






Insgesamt ging der Burgerkuchen wirklich schnell, ich habe die Grundform aus einem runden Kuchen grob geschnitzt und dann mit Ganache und hellbraunem Fondant überzogen. Mit Airbrush hab ich dann die Frikadelle und das Brötchen gesprayt. Die übrige Deko geht dann ganz fix. Am längsten dauert es natürlich mal wieder die Riesenschweinerei in der Küche zu beseitigen, wenn die Airbrush-Farbe sich in jeden Winkel verkriecht.

Ich wünsche Euch ein schönes Restwochenende und guten Hunger, egal ob Burger oder Kuchen.

Sarah



Dienstag, 12. April 2016

Dragonball-Cake

 
Hallo Zusammen, 
da sind mir doch beim Aufräumen auf der Festplatte noch einige Fotos untergekommen, die ich Euch bisher vorenthalten hatte. 



Anfang des Jahres durfte ich ja nicht nur einen Frozen-Kuchen backen, sondern für den großen Bruder auch gleich noch einen Dragonball-Kuchen.
Also mit diesem Manga-Kram kenne ich mich leider überhaupt gar kein Stück aus, und beim googlen fand ich es irgendwie sehr merkwürdig, dass der Hauptcharakter Son-Goku (oder so) selbst als (gefühlt) 10-jähriger ziemliche Arnold-Schwarzenegger-Muskeln hat, und dann noch diese Anfang-2000er Bill Kaulitz-Frise....na, ja, muss man mögen.

 
Aus tortentechnischen Gründen finde ich die Figur aber toll, da sie ziemlich schlicht ist und nicht sehr aufwändig ist.



Ich hoffe, Euch gefällt das Ergebnis, beim Geburtstagskind kam der Kuchen jedenfalls sehr gut an :-)

Liebe Grüße

Sarah

Sonntag, 3. Januar 2016

Frozen Cake mit Olaf und Elsa


Hallo Zusammen, 
als Allererstes wünsche ich Euch schon mal ein tolles Jahr 2016! Ich hoffe, Ihr seid alle schön rein gerutscht und habt Euch von einer rauschenden Silvester-Feier erholt.

Der bisherige Winter war ja eher ziemlich frühlingshaft, an Schnee war ja (bis heute!) noch gar nicht zu denken. Daher kam es mir auch ein bisschen komisch vor, bei 10° Außentemperatur einen Schneemann zu modellieren. 
Meine Nichte hatte sich als Geburtstagstorte in diesem Jahr allerdings eine "Frozen"-Torte gewünscht, daher musste das wohl sein. Wenn man sich so im Netz umschaut, gibt es für 8-jährige Mädchen scheinbar überhaupt kein anderes Thema mehr, oder?



Ich habe vorher noch nie eine Figur modelliert, und wenn ich mir so tolle Figuren anschaue, wie z.B. von Theresa von Crazy-Sweets, wird mir schon ganz anders, bevor ich es überhaupt ausprobiert habe. 
Dieser Olaf  war allerdings wirklich nicht schwierig, besonders nach diesem tollen Tutorial!


Mit der Else  ähhhh....... Elsa auf der Seite, hatte ich da schon etwas mehr zu tun. Ich finde ja, die Augen sind ein bisschen groß geworden und erinnern eher an eine Manga-Figur und die Frisur sieht ein wenig aus, wie die von Ursula von der Leyen, insgesamt kann man aber wohl erkennen, wer das sein soll!




Leider leider hab ich kein Foto nach dem Anschnitt, unter dem Fondant versteckt sich nämlich ein Ombre-Kuchen in 6 verschiedenen Pink-Schattierungen, ähnlich wie hier.

Der Kuchen ist beim Geburtstagskind übrigens super angekommen und immerhin den Schneemann kann sie sogar nach dem Winter noch aufbewahren!

Ich wünsche Euch allen einen guten Start ins neue Jahr,

liebe Grüße, 
Sarah



Donnerstag, 26. November 2015

Der letzte Aufschrei des Sommers: Hochzeitstorte Nr. 6


Es ist mal wieder soweit, seit 2 Tagen läuft bei uns der Weihnachtsmarkt auf vollen Touren, es riecht nach Glühwein und jeder ist im Geschenkestress vor Weihnachten. Ich bin irgendwie noch nicht in Weihnachtstimmung, das mag wohl auch daran liegen, dass ich immer noch die Fotos meiner letzten Hochzeitstorte rumliegen habe, die ich vor einigen Wochen für meine Kollegin gebacken habe.



Ich habe dafür das erste, ach nee, das zweite Mal Blüten aus Wafer-Paper gemacht (und zwar nach dem Online-Kurs von Stevie Auble....grandios!) und für mich ist die Blumen-Deko wunderbar sommerlich geworden. Falls Ihr es nicht erkennen könnt, das Bouquet besteht aus weißem Mohn, einer Dahlie, Ranunkeln und Anemonen. Ich finde den Stil dieser zarten Blüten ganz toll und so ganz anders als Blüte aus Blütenpaste, sie wirken irgendwie viel leichter und luftiger. Meinen beiden größten und liebsten Kritikern (meinem Mann und meiner Mutter ;-) ) gefallen sie nicht ganz so gut, ich mag sie aber total!

Ranunkeln und weißer Mohn
Dahlie und Anemonen



Anemonen, Dahlie und Mohn




Anemone
Meine Kollegin Marina hat mir nicht sehr viele Vorgaben für das Design gemacht, nur pink sollte sie sein. Ich habe mich dann für verschiedene moderne/ungewöhnliche Techniken entschieden: die unterste Etage wollte ich etwas  rustikaler als den rosa-verspielten Rest haben, also habe ich sie in Beton-Optik gestaltet, darauf kam eine Doppel-Etage mit verdrehten Fondant-Bändern und obendrauf ein schwarz-weiß gestreiftes Törtchen mit einem opulenten Blumenschmuck.





Wenn man sich so auf Pinterest umschaut sind Chalkboards ja der ganz heiße Sch****, daher wollte ich das Hochzeitspaar samt ihrer kleinen Tochter auf einer Fondant-Tafel verewigen. Dafür habe ich übrigens das erste mal fertig gefärbten Fondant gekauft und mich dabei geärgert, dass ich das vorher noch nicht gemacht habe. Bemalt habe ich die Tafel mit einer Mischung aus weißer Puderfarbe mit Vodka und einem feinen Pinsel, das ging ganz wunderbar.






Ich mag das Ergebnis (die fertige Torte) wirklich sehr gerne, und wenn ich mir jemals selber eine Hochzeitstorte gebacken hätte, wäre sie wohl ähnlich geworden.

Ich kann aber übrigens immer wieder sagen, dass mein schönster Moment eigentlich der ist, an dem ich ein großes scharfes Messer in der Hand halte und das ganze Ding in kleine Scheibchen schneiden kann :-D Krank, oder???


Wie gehts Euch? Lieber Blüten aus Blütenpaste, oder aus Wafer-Paper. Mag nur ich diese filigranen Blüten, oder noch jemand???

Liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit,


Sarah











Mittwoch, 14. Oktober 2015

Hochzeitstorte Nr. 5 ...bin echt auf den Geschmack gekommen!

Nein, ich bin nicht in der Versenkung verschwunden...Ich backe noch! 

Den Sommer habe ich dazu verwendet meine Zuckerblumen-Skills ein bisschen zu verfeinern. Und fantastischerweise durfte ich mich vor einer Weile mal wieder an eine Hochzeitstorte wagen. Ein kleines Bildchen hab ich vor einer Weile schonmal auf Facebook gepostet. Jetzt gibt`s aber nochmal ein paar schönere Bilder hier!


Das Thema der Hochzeit lautete "Rosen", und die Braut hatte keine genaue Vorstellung der Torte, sondern wünschte sich "Vintage, verspielt und romantisch". Bei der Farbwahl durfte ich mich aber vollkommen austoben, und das habe ich dann auch getan.
Ich finde den Style von "Cotton and Crumbs" total toll, und wollte gerne die tollen Perlenketten mit einfließen lassen. Der übrige Kuchen sollte möglichst schlicht bleiben, damit die Rosen richtig zur Geltung kommen.

Kombiniert habe ich drei verschiedenfarbige Rosen mit Lavendel und Salbei, natürlich alles aus Blütenpaste. Ich finde die Farbkombi aus rosa, weiß und lavendel mit grün einfach schön und sehr passend für eine romantisch angehauchte Hochzeitstorte. "Verspielt" finde ich da ganz gut getroffen.









Die Torte ist dreistöckig, die unterste Etage besteht aus zwei übereinandergestapelten Kuchen, die gemeinsam mit Ganache überzogen und dann mit Fondant eingedeckt wurden.  Ich finde diese Schichtung irgendwie interessanter als eine "klassische" dreistöckige Torte.


Das Cakeboard habe ich übrigens auch mit Fondant überzogen, mit einem Rosenstempel die kleinen Röschen eingeprägt und mit Puderfarbe und Vodka nachgemalt. Das geht recht fix, sieht total schön aus und jeder glaubt jetzt, ich könnte malen!

Ich fluche ja sonst immer gerne über den Stress, den man mit Hochzeitstorten so haben kann, weil eben immer irgendwas daneben geht oder nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat. Langsam hab ich mich daran wohl gewöhnt, und mir macht das wirklich immer wieder Spaß. Natürlich ist das Ergebnis immer anders, als ich es vor meinem inneren Auge hatte....das muss ja aber nicht schlecht sein.

Ihr könnt Euch schonmal auf Hochzeitstorte Nr. 6 freuen, die ist nämlich auch schon gebacken, fotografiert und verputzt :-)


Liebe Grüße,

Sarah

Montag, 11. Mai 2015

Endlich mal wieder ein 3D-Kuchen! Ein Eichhörnchen!

Ich habe schon lange keinen 3D-Kuchen mehr gemacht! 
Wem die Bezeichnung nichts sagt: mit einem 3D-Kuchen meine ich einen Kuchen, der ganz normal in einer runden oder eckigen Form gebacken wird, der hinterher aber durch Zurechtschneiden und Zusammenbasteln eine ganz individuelle Form erhält. 3D eben. Es gibt zwar auch Backformen, mit denen man Figuren oder andere Formen backen kann, beispielsweise einen Fußball oder ein Osterlamm, ein handgeschnitzter und geformter Kuchen ist aber immer etwas ganz Besonderes. Wenn man sich erstmal rangewagt hat, macht das sehr, sehr viel Spaß, weil einem kaum Grenzen gesetzt sind (wenn man die Schwerkraft mal außer acht lässt!).
Es sollte ein Eichhörnchen zum Geburtstag der Freundin meines Schwagers werden, das waren aber auch schon alle meine Vorgaben, und ich konnte mich austoben!



Als Cakeboard habe ich zwei gleichgroße Kreise aus eine Kappa-Platte geschnitten, diese mit hellbraunem Fondant überzogen und Jahresringe mit einem Zahnstocher eingeprägt. Für die Rinde habe ich dunkelbraunen Fondant zu einer langen Rolle geformt, diese mit einem kleinen Ausrollstab platt gewalzt und drumrum geklebt. Die Kerben habe ich mit einem Veining-Tool hinbekommen, das ich einfach senkrecht an die  Seite gepresst habe. Ein bisschen Lebensmittelfarbe in Hell-und Dunkelbraun mit Wodka mischen und die Jahresringe akzentuieren, fertig ist die Baumscheibe! Die Initialen habe ich übrigens erst eingeritzt, nachdem das Board einige Tage durchgetrocknet war und habe sie dann mit etwas Farbe nachgemalt.





 Der Kuchen selbst ist mein Lieblings-Schokokuchen, überzogen mit einer Zartbitter-Ganache. Der Kuchen ist super stabil und sehr lange saftig und lecker!


Hier hab ich ein paar Schritt-für-Schritt-Fotos:

EInfach alles wegschneiden, was nicht nach Eichhörnchen aussieht :-D

Der Ganache-Überzug ohne Glätten und noch ohne Schwanz

Den Schwanz habe ich aus Kuchenbröseln und geschmolzener Schokolade geformt und mit Ganache überzogen. Anschließend alles glätten.

Fondant-Überzug in hellbraun

Nach der Airbrush-Farbdusche

Ich habe hellbraunen Fondant verwendet, den ich dann mit meinem Airbrush etwas aufgepimpt habe. Leider war ich mit dem Farbergebnis aber nicht wirklich zufrieden, so dass ich später noch mit dunkelbrauner Puderfarbe nachgearbeitet, und ganz zum Schluss noch mit etwas goldenem Schimmer akzentuiert habe.


Ich hatte leider nicht so viel Zeit um niedliche kleine Pfoten zu formen, die den Stapel Nüsse halten, also habe ich mich an der goldenen Motivtorten-Regel bedient, die da heißt: "Wenn einem irgendwas am Kuchen nicht gefällt, kleb einfach eine Schleife (eine Blume, einen Stern etc.) drüber!" Das hat mich schon aus einigen ärgerlichen Situationen befreit :-)

Ich habe mich in letzter Zeit ja mal ein bisschen eh mit Zuckerblumen beschäftigt, und zur Abrundung des Kuchens hab ich ein etwas exotisches Exemplar noch untergemogelt. Ich finde es toll, immer ein paar auf Vorrat zu haben, so hat man immer eine Blume zur Hand, wenn irgendwo noch das I-Tüpfelchen fehlt!




Der Kuchen hat mir total viel Spaß gemacht und ich hoffe, er gefällt Euch genauso gut wie mir.

Liebe Grüße,

Sarah

Montag, 6. April 2015

Endlich! Die nächste Hochzeitstorte!

Hallo Zusammen,
jetzt mal ehrlich.......Ich hab hier schon sooo oft geschrieben: Nö, ne Hochzeitstorte mach ich nie, nie, nie wieder...... viel zu stressig, aufregend und und und.!

Alles Quatsch, natürlich würde ich das immer wieder machen, dafür macht mir eine so große Herausforderung viel zu viel Spaß und weckt meinen Ehrgeiz.



In diesem Fall war die Torte aber etwas ganz Besonderes für mich. Sie war nämlich für die Hochzeit meines großen Bruders und für die Familie solls natürlich was ganz Tolles werden. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass meine übrigen Hochzeitstorten nur mal eben so hingeklatscht waren, natürlich nicht! Von wegen, jeder, der schon mal eine gebacken hat, kann mir nachfühlen, wie viel Zeit und Planung in einer Torte stecken.

Nachdem ich erfahren hatte, dass die Trauung auf Spiekeroog (ja, das ist diese winzige ostfriesische Insel im Wattenmeer!) stattfinden sollte, hatte ich die Idee, das auch thematisch in der Torte widerzuspiegeln. Natürlich hab ich vorher mal dezent gefragt, ob`s denn lieber was Klassisches mit Blümchen und so, oder was Ausgefalleneres sein darf. Das Brautpaar war mutig genug, mir freie Hand zu lassen, was ich wirklich beeindruckend fand, immerhin war der letzte Kuchen, den ich für meinen Bruder gebacken habe, ein großer Haufen Sche**** :-D

Ich war in der 6. Klasse mal auf Klassenfahrt auf Spiekeroog, das wars dann aber auch schon.... Das Erste, was mir von damals noch einfiel, war, dass es dort viel, viel Sanddorn gibt und der auch zu allem Möglichen verwurstet wird. Schnaps, Marmelade, Eis etc. Den Schnaps haben wir damals natürlich nicht probiert.....der kam später ;-). Ich wollte gerne für die Deko was Blumenähnliches machen, dafür kam also Sanddorn schonmal gut in Frage. Natürlich gibts für so was kein Tutorial...also, selbst rumprobiert und viele kleine Kügelchen gedrahtet und zusammengebunden. Ich glaube, so ähnlich sieht Sanddorn auch in echt aus, zumindest hat es jeder gleich erraten können, was es sein soll! Übrigens steckte auch in der Füllung der unteren Etage Sanddorn, sehr lecker, wie ich finde! Und gesund (zumindest ohne die Buttercreme drumrum)!
 
Ich hatte mir überlegt, dass ich unten noch einige Gräser oder so was rumdrapieren wollte, damit mein Strandpanorama etwas realistischer aussieht. Wie sich rausstellte, wachsen da wirklich Pflanzen, die so ähnlich aussehen. Ha! Gut improvisert! 

Der Cake-Topper besteht aus den Anfangsbuchstaben des Brautpaares (Anna und Timo) und soll ein bisschen an Treibholz erinnern..... noch so ein Inselklischee, das mir eingefallen ist :-) 
Die beiden küssenden Möwen kamen eher spontan noch dazu, für die Romantik und so!
Leider hat eine Möwe beim Transport den Schnabel verloren...egal! 


Übrigens war auch der Transport der Torte ziemlich aufregend und abenteuerlich. Vom Festland aus fährt man erstmal 45 Minuten mit einer Fähre rüber zur Insel, die aufgrund von Sturmflutwarnung fast ausgefallen wäre...... und da es auf Spiekeroog keine Autos gibt, musste der restliche Weg mit einem Bollerwagen zurückgelegt werden. Mir rutscht schon jedes Mal das Herz in die Hose, wenn ich ne Torte mit dem Auto transportieren muss....aber mit Schiff und Bollerwagen? Huiuiui.... Hat aber geklappt, wenn man vom Schnabel absieht!


Insgesamt hat alles super geklappt.... mein Bruder ist endlich unter der Haube, ich habe eine tolle Schwägerin und Nichte bekommen und geschmeckt hat`s auch allen! Fantastisch!




Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Rest-Ostermontag,

LG Sarah

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Meine Weihnachtstorte 2014


Hallo zusammen,
am letzten Tag des Jahres möchte ich Euch unbedingt noch ein paar Fotos meiner Weihnachtstorte zeigen. Vielleicht habt Ihr sie schon bei Facebook gesehen, falls nicht, kann ich sie hier nochmal in voller Größe präsentieren. 


In diesem Jahr hab ich meine ganze Familie zu uns zum Weihnachtsessen eingeladen, natürlich gänzlich ohne den Hintergedanken, mal wieder einen Riesenkuchen zu machen ;-) Es wurde also mal wieder Zeit einen auf dicke Hose zu machen! Ich wollte mal was ganz Anderes, irgendwas Verrücktes, und mit Beleuchtung, und und und.... Bei Craftsy hab ich neulich den "Sweet-Treat-Tower"- Kurs von Marina Sousa gebucht und hatte somit schon einige Inspirationen. Das Thema an sich dann weihnachtlich umzusetzen, ist natürlich ein Leichtes. 


Hier ein paar Zimtsterne, da ein Weihnachtsstern und ein beleuchterer Tannenbaum, fertig ist der Lack! Ach übrigens, der Baum ist kein Kuchen, sondern besteht aus Rice (bzw. Schokocrispies) und geschmolzenen Marshmallow, daraus kann man eine furchtbar klebrige, aber gut formbare Masse herstellen, die sich auch wunderbar schnitzen lässt. Die Lichterkette ist eine batteriebetriebne LED-Kette mit 10 Lämpchen, die ich unter dem Fondant um das Bäumchen gelegt habe.



Die eigentlichen Kuchen sind somit nur der untere angeschnittene Kuchen (Orangenböden mit Orangen-Swiss-Meringue-Buttercreme und Orangen-Sternanis-Marmelade) sowie die Mararon-Schachtel ganz oben drauf (Sachertorte). Das Gerüst besteht aus einer Gewindestande, Muttern und Unterlegscheiben, die man in jedem Eisenwarenladen bekommt. Eine Heißklebepistole ist auch wichtig, um die Unterlegscheiben an ihrem Platz zu halten. Wer sich jetzt denkt, dass er bestimmt nix essen möchte, was mit Metall, Batterien oder Heißkleber in Kontakt war, dem kann ich versichern, dass der Kuchen nix davon abgekriegt hat. Bevor der Kuchen auf das Gestell gesteckt wird, kommt ein großer Strohhalm (z.B. für Bubble-Tea) drüber, so kommt nichts Essbares mit dem Gestänge in Kontakt.


  Der Kuchen hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, weil er aus so vielfältigen Komponenten besteht und ich mich richtig austoben konnte. Den Weihnachtsstern hab ich übrigens extra für meine Mutter gemacht, da sie sich von mir eine selbstgemachte Zuckerblume gewünscht hatte .....2 Fliegen mit einer Klappe usw.... ;-)


Ach ja, lecker waren die Kuchen übrigens auch, besonders der Orangenkuchen war toll.



Ich wünsche Euch schonmal einen guten Rutsch, wir sehen uns hier nächstes Jaht!

Liebe Grüße, Sarah






Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mir glaubt niemand mehr, wenn ich schon wieder behaupte, dass das diesmal wirklich meine letzte Hochzeitstorte ist, oder?

Ok, ok, ich geb`s auf. Schon zweimal (nämlich hier und hier) hab ich Euch erzählt, dass ich nie nie nie wieder eine Hochzeitstorte backen werden, weil mich der dazugehörige Stress in den Wahnsinn treibt. Aber wenn ich dann doch so nett gefragt werde, kann ich halt doch nicht nein sagen...ihr kennt das! Außerdem ist es immer wieder toll, die fertige Torte dann vor sich stehen zu haben und damit wieder ein rieseiges Projekt abzuschließen. Macht Spaß, besonders weil hinterher nix zuhause rumsteht und einstaubt, sondern alles aufgegessen wird!

Ich hab ja neulich schon geschrieben, dass mein Sommer recht ereignisreich und stressig war: direkt auf einen wunderschönen Sommerurlaub folgte ein furchtbar stressiger Umzug (in eine sehr schöne neue Wohnung). Als ich zur Torte zugesagt hatte, konnte ich damals noch nicht ahnen, dass sich der Aufbau meiner Küche dann leider doch etwas hinziehen sollte....

Montags morgens wurde mein Herd angeschlossen und Donnerstag Abend musste die Torte fertig sein! Naja, sind ja 4 Tage, könnte man meinen, allerdings musste ich alle vier Tage voll arbeiten um mir irgendwie die Brötchen zu verdienen, Urlaub war ja vorbei. Zum Glück hab ich hier vorausschauend gedacht und zumindest die Zuckerblumen für die Deko schon im voraus vorbereitet. Für die braucht man ja keine funktionstüchtige Küche, sondern nur viel viel Geduld.
Als Vorgabe hatte ich nur den Wunsch, dass sich die Farbe lila in der Deko wiederfindet und die Füllung, passend zum Spätsommer, fruchtig sein soll.

Die unterste Etage bestand aus Schokoladenböden mit Himbeerbuttercreme, die mittlere Etage aus Zitronenkuchen mit Lemoncurdfüllung und die oberste Etage war ein Mohnkuchen mit Aprikosenbuttercreme. Die Rezepte hab ich so ähnlich schon bei meinen übrigen Hochzeitstortenrezepten gepostet, daher schenk ich mir das jetzt.



Die Deko an sich wollte ich gerne schlicht und klassisch halten. Ich habe kurz über lila Fondant nachgedacht, aber möchte das wirklich jemand essen? Ich habe mich dann für die appetitlichere Variante mit lila Satinbändern und violetten und rosa Blüten entschieden. 

Apropos Blüten, ich hab vorher noch nie welche gemacht! Viele gute Tipps habe ich in dem Zusammenhang in meinem neuen Oldenburger-Lieblingsgeschäft "Glücksmoleküle" von der lieben Sunita bekommen. Wer hier oben im Norden wohnt und mal eben schnell seinen Motivtortenbedarf aufstocken will, der sollte sich den tollen Laden mal anschauen... viele praktische Tipps inklusive.




Eine weitere große Unterstützung in diesem Zusamenhang war natürlich wieder Jessi von "Coli`s kitchen". Wenn sich jemand mit wahnsinnig tollen Zuckerblüten auskennt, dann sie. Besonders mit dem Arrangement der fertigen Blüten hatte ich so meine Probleme, aber "Facebook-Messenger" sei dank, kann man hunderte von Kilometern ja schnell überbrücken. Ganz ganz lieben Dank nochmal dafür :-)


Ich hab zwar schon viel über die Herstellung und das Einfärben von Zuckerblüten gelesen, aber eigentlich probier ich auch selbst gerne iregendwie rum, bis mir das Ergebnis gefällt. In diesem Fall hab ich beim Einfärben der Anemonen, die vorher weiß waren, zur Airbrushpistole gegriffen und war mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Das Innere der Blüte hab ich dann später mit Pastenfarbe schwarz angemalt.

Die Filler-Flowers, bzw. die Hortensienblüten hab ich nach diesem tollen Tutorial von Petalsweet gemacht. Die ganze Seite ist klasse und alles wird wahnsinnig gut und ausführlich erklärt.

Ich hab so für mich beschlossen, dass das sicher nicht mein letzter Exkurs in die Blumenwelt gewesen ist. Besonders im Winter, wenns draußen grau und kalt ist, kann ich mich damit sicher gut stundenlang beschäftigen. Oder ich lerne Socken stricken, ich weiß noch nicht :-D


Bis dahin, schöne Grüße,

Sarah

Dienstag, 14. Oktober 2014

Mein rosa Traumhaus für die Tortenshow 2014 [und ein ganz bisschen Kritik vielleicht auch]


Hallo Zusammen,
endlich komme ich seit über 3 Monaten mal wieder dazu, einen neuen Post zu schreiben. Mein Sommer war sehr ereignisreich und anstrengend. Von einem wunderschönen Urlaub, über einen schweißtreibenden Umzug bis zu einem extrem ärgerlichen Motorschaden  war so ziemlich alles dabei. Im größten Chaos hab ich dann auch noch mal eben schnell meine dritte Hochzeitstorte zusammengeklöppelt, aber davon werde ich Euch ein andermal berichten....

Jetzt geht`s erstmal um meinen Beitrag für die diesjährige Tortenshow, die am vergangenen Wochenende in Hamburg stattfand. Natürlich wollte ich auch in diesem Jahr teilnehmen, da ich 2013 mit meinem "Jutebeutel" schon Blut geleckt hatte, war für mich klar, dass ich dieses Jahr auch dabei bin.

Die Idee zu dem französichen Haus mit der Patisserie unten drin, entstand im Grunde direkt auf der Heimfahrt von der letzten Tortenshow, und kam nicht von mir, sondern von meinem Mann. Man könnte ihn glatt als ein wenig "frankophil" bezeichnen, nicht umsonst waren wir schon viele , viele Male in Frankreich und eben auch in Paris....diese alten Stadthäuser sind einfach toll, und perfekt, um sie in Zucker umzusetzen.

Ich will Euch auch gar nicht mit so vielen Details zu der Entstehung langweilen, denn bei diesem Kuchen gab es Unmengen von kleinen Details, die sich immer wiederholt haben. Insgesamt hat es 27 Fenster, 6 Schaufenster, diverse unterschiedliche Balkone, Verzierungen etc...... Ich kann nicht haargenau sagen, wie lange ich an dem Haus gesessen habe, aber ich befürchte, die Gesamtzeit übersteigt die Zeit meiner Abiturvorbereitung um einiges ;-) Während man da dann so sitzt, und kleine Balkone aus Reispapier ausschneidet, kommt man schon mal in so eine Sinnkrise und fragt sich, was das alles eigentlich soll! Mal ehrlich, das ist ein ziemlich sinnfreies Hobby, wieviel Zeit man investieren kann.....Wahnsinn!
Aber Spaß macht es trotzdem :-D

Es ist fast wie Meditation, hunderte kleine Fensterrrahmen, Türzargen und Pflastersteine aufzukleben... Naja, nicht ganz, denn bei sowas kann ich nur ruhig und konzentriert bleiben, während ich sehr laut viel rockige Musik höre. Mein Favorite-Album zum Pflastern des Gehweges war z.B. "Ten" von "Pearl Jam", "In Your Honor" von den "Foo Fighters" gabs zum Balkonausschneiden und für die Dachziegel wurde es dann etwas ruhiger mit dem neuen Album von den "Counting Crows". Da sitz ich dann also stundenlang auf meinem kleinen Stuhl in der Küche, hab die Kopfhörer in den Ohren und bin abgeschnitten von der Außenwelt, während ich kleine Würste rolle und Dachrinnen klebe. Wer noch nie so ein Projekt vor sich hatte und weiß, wie es ist, wenn aus einem Haufen Eier, Zucker und Mehl etwas ensteht, das man sich selbst ausgedacht hat, der wird mich nicht verstehen können, sondern mich für bekloppt halten.
 
Ach ja, by the way.... 24 Kilo wiegt der Spaß mit allem drum und dran.


Naja, gut, ich bin auf jeden Fall irgendwann fertig geworden, hab den Kuchen abgeliefert und am Sonntagmorgen wieder in HH aufgeschlagen. Da konnte ich dann auch das Ergebnis meiner Bemühungen sehen, nämlich: meine Bronzemedaille!

Juchu, Bronze! *schluck* "Da freu ich mich aber! [nicht]"

Ok, ok, viele werden jetzt sagen, was meckert die denn, ist doch toll! Ist ja Meckern auf hohem Niveau! Und das stimmt auch, natürlich kann man sich freuen, überhaupt eine Medaille zu bekommen... Trotzdem war ich aber ordentlich enttäuscht. Mit mindestens Silber hatte ich schon gerechnet. Klar weß ich, dass die Torte nicht perfekt ist, aber Bronze ist sie meiner Meinung nach auch nicht. Ich hab natürlich mit meiner Jurorin gesprochen und sie hat mir bestätigt, dass die Idee ganz toll ist, und ich viele tolle Details eingebracht habe, außerdem sind meine Fenster wunderbar exakt...... aber: die Regenrinne ist schief! Und das Dach auch, und die Dachziegel sind nicht haargenau exakt übereinander. 
Hhmmmm, ok! Hat sie Recht! 
Dass das aber keine exakte Kopie einer Pariser Stadtvilla sein soll, sondern eher ein Patisserie-Traumhaus im Comicstil, bei dem die Regenrinne etwas verbeult und das Dach auch ein bisschen windschief sein soll war scheinbar nur mir aufgefallen. Ich hab ihr dann die Idee dahinter versucht ein bisschen zu erklären, und im Endeffekt gab sie mir auch Recht, aber da war die Bewertung gelaufen.

EGAL, jetzt hab ich ne Medaille, die farblich perfekt zur verbeulten Regenrinne passt und bin um eine Erfahrung reicher. Das Einzige, was mich wundert ist, dass in den verschiedenen Kategorien so krass unterschiedlich bewertet wurde. Meiner Meinung nach müssen sich die einzelnen Juroren über einen einheitlichen Bewertungsmaßstab einig werden!
Dass man beispielsweise mit "Moustache-Moulds" einen "Best-of-Class"-Preis gewinnen kann, ist für mich nicht nachvollziebar. Jetzt hör ich hier aber auf mit dem Gemecker, ich möchte ja auch niemandem auf den Schlips treten, sondern mir nur mal kurz Luft machen ;-)

Ich hatte trotzdem einen sehr schönen Sonntag auf der Tortenshow und das lag zu einem großen Teil auch an der lieben Jessi von Coli`s Kitchen, die ich dort nach einem Jahr wiedergetroffen habe. Wir haben uns gemeinsam alle Beiträge angeschaut, waren shoppen und hatten viel zu Lachen :-D
Die Krönung war, dass ich beim Aufräumen noch einen Cupcake von ihrem Wettbewerbsbeitrag abgestaubt habe, der absolut köstlich war!!!!!! Da lacht das Jury-Herz! Ihr solltet unbedingt bei ihr vorbeischauen und über ihr Frosting-Debakel lesen.

Ganz lieb bedanken möchte ich mich auch an dieser Stelle, dass sooo viel Leute meine Bilder bei Facebook geliked haben und ich sooo viele tolle Kommentare und Feedback zum Kuchen bekommen habe. Das freut mich wirklich wahnsinnig, dass mein Traumhaus bei Euch so gut angekommen ist, das ist mir nämlich deutlich wichtiger als eine kleine Plastikscheibe mit ein bisschen rosa Gebamsel unten dran!

Demnächst werdet Ihr wieder öfter was von mir lesen, versprochen!
Bis dahin, Sarah

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