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Mittwoch, 2. April 2014

Austern-Zitrustorte ...... Iiiieeehhh..... das klingt ekelig!

Hallo zusammen!
Jaaaaa mich gibt es noch, es tut mir wirklich leid, dass hier in den letzten 6 Wochen so wenig los war. Das soll sich aber ab sofort wieder ändern. Ich war in den letzten Wochen nämlich alles andere als untätig und habe gebacken, was das Zeug hält.... dazu erfahrt ihr aber Ende der Woche noch mehr ;-)

Heute möchte ich Euch einen Kuchen zeigen, den ich für eine ganz liebe Freundin gebacken habe, die ihre Doktorarbeit in Kunstgeschichte fertiggestellt und mit "summa cum laude" auch wahnsinnig gut bestanden hat! Herzlichen Glückwunsch nochmal dazu, Inke!
Das Thema lautete: »Geflügel, Austern und Zitronen – Lebensmittel und ihre Bedeutung in der Kultur der Niederlande des 17. Jahrhunderts«   .... wenn das mal nicht nach einer Torte schreit!



Ok, das Geflügel hab ich unter den Tisch fallen lassen (natürlich nur im übertragenen Sinne), der besondere Schwierigkeitsgrad lag nämlich auch darin, die Torte mit der Post durch halb Niedersachsen zu schicken, darum habe ich versucht, den Kuchen möglichst schlicht und flach zu halten. Bis auf eine kleine Farbmacke hat es auch wunderbar funktioniert!

Der Kuchen ist mal wieder eine Sachertorte, die ich mit dunkler Schokoladenganache eingestrichen und mit Fondant überzogen habe. Die hellgrün/gelbe Farbgrundierung habe ich mit meinem Airbrush ziemlich fix aufgesprüht, man kann den Fondant natürlich auch einfach einfärben. 


Die Zitronen- und Limettenscheiben hab ich schon am Vorabend vorbereitet, das ist ziemlich einfach. Man braucht 2 runde Ausstecher mit ca. 1 cm Durchmesser-Differenz und kleine Backpapierquadrate, die etwas größer sind als der größere Ausstecher. Außerdem etwas grünen und etwas gelben, sowie weißen Fondant. Wenn man vorher noch etwas CMC unterknetet, geht es noch einfacher, muss aber nicht sein. 

Zuerst den farbigen Fondant auf einem Backpapierquadrat dünn ausrollen, am besten zuvor etwas Palmin-Soft aufstreichen, dann haftet der Fondant besser. Dann mit dem großen Ausstecher einen Kreis ausstechen und mit dem kleinen Ausstecher in dem Kreis nochmal ausstechen und das Innere vorsichtig entfernen, so dass nur noch ein dünner Rand überbleibt. 
Jetzt noch den weißen Fondant ausrollen und mit dem kleineren der beiden Ausstecher ausstechen. Vorsichtig den weißen Kreis in den farbigen Ring legen und mit den Fingern so bearbeiten, dass beide Farben aufeinandertreffen. Fertig ist eine Zitrusscheibe, die durch das Palmin auf dem Backpapier klebt. Die einzelnen Scheiben kann man wunderbar übereinanderlegen, da ja jeweils eine Schicht Backpapier dazwischen ist, und sie so in einem Gefrierbeutel oder einer Plastikdose aufheben, bis man sie braucht. Will man die dann auf den Kuchen aufbringen muss man bloß etwas Zuckerkleber, Wasser oder Palmin auf den Fondant auftragen, die Zitrusscheibe samt Backpapier auf die Torte kleben, vorsichtig festdrücken und das Papier abziehen. 

Sobald die Scheiben auf dem Kuchen kleben, fehlt ja aber noch das "Innenleben". Dafür kann man sich wunderbar aus einer kleinen Kartoffel einen Stempel in Form eines kleinen Dreieckes schnitzen, am besten auch noch ein paar Rillen und Kerben reinmachen, dann wirkt das Ergebnis realistischer. Die einzelnen Segmente kann man dann mit der vorbereiteten Kartoffel und etwas Gelfarbe, die man mit weißer Lebensmittelfarbe vermischt hat, aufstempeln. Das muss nicht wahnsinnig exakt sein.


Obendrauf sollten ja noch zwei Austern kommen (zumindest glaube ich, dass Austern in etwa so aussehen, hab extra in einem französischen Kochbuch nachgeschlagen!). Ich habe sie aus Blütenpaste gemacht und die Struktur mit einem Skalpell eingeritzt und mit zusammengeknüllter Alufolie eingeprägt. Über Nacht auf etwas Alufolie trocknen lassen und am nächsten Tag mit braun und schwarz ansprayen. Fertig.






Ich bin wirklich sehr froh, dass der Kuchen heile mit der Post angekommen ist, obwohl der Typ am Postschalter so aussah, als ob er aus Prinzip erstmal jedes neue Paket kräftig durchschüttelt. Hat er aber wohl doch nicht :-)

Das wars erstmal für heute, Ende der Woche gibt es dann noch eine große Neuigkeit von mir!

Bis dahin, liebe Grüße,
Sarah


Sonntag, 26. August 2012

Die Rezepte für die Hochzeitstorte Teil III





Weiter gehts mit Nummer drei.

Vanille-Kuchen mit Rhabarber-Buttercreme
Für eine Form mit 20 cm Durchmesser

  • 350 g Butter
  • 350 g Zucker
  • 520 g Mehl Typ 405 oder 550
  • 1 Pck. Backpulver
  • 6 Eier (ich nehme nur Bio-Eier)
  • ausgekratztes Mark von 1-1 1/2 Vanille-Schote(n)
Den Ofen auf 160° bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Wie immer habe ich im Tortenring gebacken, Anleitung hier.
Die Butter mit dem Zucker in einer großen Schüssel mit dem Handrührer so lange schlagen, bis die Masse schön fluffig und hell ist. Alternativ, bis man selbst einen Tennisarm hat und der Mixer durchgeschmort ist.... Ich hätte auch gerne eine tolle Küchenmaschine! Egal.
Vanillemark dazu und dann nach und nach, ein Ei nach dem anderen, abwechselnd mit einem Löffel Mehl-Backpulver-Gemisch zusammenrühren. Dann alles in die vorbereitete Form bzw. den Ring füllen und für 1 1/4 bis 1 1/2 Stunden in den Ofen damit.

Mit einem Schaschlik-Spieß mehrfach einstechen und fertigen Rhabarber-Sirup (ca. 150-200 ml) drüberträufeln. Ich habe den Bio-Sirup von Voelkel genommen, der ist sehr lecker.

Für die Rhabarber-Buttercreme

Buttercreme wie hier beschrieben zubereiten

Ca. 200 g selbstgemachte oder gute selbstgekaufte Rhabarbermarmelade nach und nach unterarbeiten.

Den Kuchen in drei Schichten teilen, mit Buttercreme füllen und mit weißer Schokoladen-Ganache einstreichen.

Auch echt lecker, schön fruchtig.

So, ein Teil fehlt noch!

Freitag, 24. August 2012

Die Rezepte für die Hochzeitstorte Teil I




So, es ist soweit. Wie versprochen liefere ich jetzt die Rezepte für die Riesentorte nach. Ich fange von unten an und arbeite mich nach oben durch. Am Ende muss ich allerdings noch ein Geständnis machen, auf das ich alles Andere als stolz bin!

Luscious Lemon Cake
(leicht abgewandelte Version von Mich Turner)
für eine Form mit 30 cm Durchmesser
  • 1100 kg Mehl Typ 405 oder 550
  • 2 1/2 Pck. Backpulver
  • 800 g Butter
  • 800g  brauner (oder weißer) Zucker
  • 16 Eier (ich nehme nur Bio-Eier)
  • Zitronenschale von 4 Biozitronen + 8 EL Zitronensaft
  • ausgekratztes Mark von 2 Vanilleschoten
 Für den Sirup zum Tränken

  • den Rest des ausgepressten Zitronensaftes
  • 300 g brauner (oder weißer) Zucker

Für eine Form mit 20 cm Durchmesser einfach die Zutaten halbieren

Den Ofen auf 160° vorheizen. Die Form mit Backpapier auskleiden (Ich habe nur in einem Tortenring gebacken, hat super funktioniert). Als erstes sollte man sich eine riesige Schüssel suchen, in die der ganze Kram auch reinpasst. Dann Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und ein Ei nach dem anderen unterarbeiten. Mein Handrührer von Tchibo hatte ziemlich schnell ganz schön zu kämpfen, sonst ist der nur Zwei-Personen-Haushaltsmengen gewohnt ;-) Zwischendurch immer wieder ein bisschen von dem Mehl, das man natürlich vorher mit dem Backpulver vermischt hat,  mit unterrühren. Zum Schluss noch die Zitronenschale, den Saft und das Vanillemark unterrühren, in die Form geben und auf der 2. Schiene von unten ca. 2 1/2 Stunden backen. Liebe ein bisschen länger als zu kurz, bei so riesigen Kuchen kann man sich schnell verschätzen.
Während des Backens den Sirup machen, dazu den Saft mit dem Zucker erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Wenn der Kuchen fertig ist, aus dem Ofen holen und mit einem Schaschlikspieß, o.Ä., mehrere Male einstechen. Dann mit Sirup übergießen und abkühlen lassen.
Den Kuchen kann man super einfrieren, einfach richtig dick in Frischhaltefolie wickeln. Nach dem Auftauen ist der immernoch saftig.

Lemon-Curd-Buttercreme

  • 100g Butter
  • 220 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Saft und abgeriebene Schale von  Zitronen
  • 4 Eier 
  • 2 Eigelb
  • 250 Butter
  • 500g Puderzucker

Die 100g Butter in einem Topf schmelzen. Zucker, Salz, abgeriebene Zitronschale und -saft zugeben. Eier mit dem Eigelb kurz verquirlen und zu den anderen Zutaten geben. Mit dem Handrührer gut verrühren und die Masse weiter erhitzen bis sie dickflüssig wird und ein bisschen aussieht wie Vanillepudding in gelb. Vom  Herd nehmen, in eine Schüssel füllen, ein Stück Frischhaltefolie direkt drauflegen und abkühlen lassen.

Dann die übrige Butter in eine Schüssel geben und den Puderzucker drübersieben. Mit dem Handrührer so lange mixen, bis alles leicht und fluffig aussieht. Dann nach und nach esslöffelweise der/die/das abgekühlte Lemon-Curd hinzugeben und immer wieder unterrühren.

Heraus kommt eine wunderbar fruchtige Füllung, die den Kuchen auch noch saftiger und zitroniger macht.
Den Kuchen habe ich in drei Lagen geteilt, mit der Lemon-Curd-Buttercreme gefüllt und mit weißer Schokoladen-Ganache bestrichen.
Soviel sei schon verraten, das war meine absolute Lieblings-Etage, genau das Richtige für den Sommer.

So, das war der erste Teil, bald geht es weiter :-)

Freitag, 22. Juni 2012

Rhabarber Cupcakes

Heute morgen hatte ich im Radio gehört, dass heute Abend wohl irgendsoein Fußballspiel stattfindet, was sich wohl ziemlich viele Leute angucken, oder so.... Hahaha! Also hab ich meine Ruhe in der Küche und kann was Neues ausprobieren. Irgendwas mit Rhabarber sollte es sein und auch nicht zu aufwändig. Ich wollte ja auch nicht meinen ganzen freien Abend verplempern ;-)
Also....Cupcakes! Mit Buttercreme....!  Iiieeeehhhh, eklig, fettig und schmierig! Nein! Diese hier nicht!

Mandel-Cupcakes mit Rhabarber-Buttercreme
für 6 Cupcakes (mit viel Topping)

Für die Cupcakes:
1 Bio-Ei
100 g Zucker
60 g weiche Butter
100 g Magerquark
1/4 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1 Prise Salz
50 g gehackte Mandeln
60 g Mehl

Für die Buttercreme:
1/2 l fettarme Milch
45 g Speisestärke
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker (oder1-2 EL selbstgemachter Vanillezucker)
150 g weiche ungesalzene Butter
200 g frischer Rhabarber
 50 ml Rhabarbersirup + etwas mehr zum tränken
2TL Gelierfix (Dr.Oetker) oder Pektin


Die Batterien meiner elektronischen Wage sind leer!
Die Creme braucht insgesamt am längsten, weil die einzelnen Zutaten zwischendurch abkühlen müssen und die fertige Creme zum Schluss noch für eine Stunde in den Kühlschrank muss. Also fangen wir mit der Creme an! Die Speisestärke in einer kleinen Schüssel mit einem Teil der Milch (so ungefähr 100 ml) verrühren damit sich keine Klumpen bilden.

 Den Rest der Milch in einem Topf mit dem normalen Zucker und dem Vanillezucker aufkochen. Wenn die Mischung kocht voooooorsichtig, und ich sage das so explizit, weil ich das nicht getan habe und alles geklumpt hat (!), die Stärke-Milch-Lösung dazukippen und fleißig weiterrühren. 2-3 Minuten kochen lassen, es entsteht eine puddingähnliche, aber sehr blasse Pampe. Von der Herdplatte ziehen und lieber nicht genauer angucken. Vielleicht zwischendurch beim Auskühlen mal durchrühren. Das Zeug muss jetzt Raumtemperatur erreichen.
Jetzt den Rhabarber schälen und in kleine Stückchen schneiden.  Dann mit dem Rhabarbersirup und ungefähr genausoviel Wasser in einem Topf zum kochen bringen und weich kochen. Ich habe den weichen Rhabarber dann durch ein feines Sieb gestrichen, das muss aber nicht sein. Kann jeder machen wie er will. Dann wieder in den Topf und mit dem Gelfix vermischen. Laut Packungsanweisung mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen, auch auf Raumtemperatur. Die Creme hat jetzt Pause, es geht zum Teig.

Am Besten schon mal den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180° vorheizen. Das Ei und den Zucker sehr schaumig schlagen. Das geht in so einer tollen Kitchen-Aid oder Ähnlichem bestimmt noch toller, aber ich hab nur einen Handrührer und das geht auch.
Dann die weiche Butter dazugeben und schön cremig einrühren. Das Gleiche mit dem Quark veranstalten. In einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron, dem Salz und den Mandeln verrühren und anschließend nur kurz unter die Ei-Zucker-Butter-Mischung rühren. Den fertigen 
Teig dann gleichmäßig auf sechs mit Papierförmchen ausgelegten Muffinförmchen verteilen.
Jeder kann sich vorstellen, wie das auszusehen hat, aber ich möchte trotzdem dieses Foto posten. Dieses Muffinblech habe ich von meiner Freundin Farina zum (ich glaube 22.) Geburtstag geschenkt bekommen. Es hat schon einige Umzüge und viele, viele Muffins überstanden, und mir würde im Traum nicht einfallen mir ein neues zu kaufen. Da ist das Gute doch noch nicht von! Unter den 6 Mulden in der Mitte ist übrigens kein Fitzelchen schwarze Beschichtung mehr übrig. Nur noch Alu! Sieht echt schäbig aus, aber egal. Mit Füllung siehts keiner!

Das Blech für ca. 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben, mittlerer Einschub.
Die Cremezutaten sollten jetzt auf Zimmertemperatur abgekühlt sein. Die Butter in einer Schüssel schön schaumig aufschlagen. Dann löffelweise immer abwechselnd das Puddingzeug und das Rhabarbergelee dazugeben. Zwischendurch immer schön rühren, damit sich eine homogene Masse bildet. Ist alles zusammengekippt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank zum Festwerden. 

Die Cupcakes sollten jetzt fertig sein, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Ich habe sie noch mit einem Zahnstocher mehrfach eingestochen und jeweils mit ca. 1 EL Rhabarbersirup von Voelkle getränkt. Wird irgendwie saftiger.

Ist alle kalt genug kann man die Creme in eine Spritzbeutel füllen oder so mit einer Palette auf die Cupcakes schmieren. Das ist Geschmackssache. Deko nach Wahl drüber und fertig.

Die Creme ist so unglaublich lecker, fruchtig und nur dezent säuerlich. Außerdem ist sie längst nicht so mächtig wie übliche Buttercreme. Da hat man beim Anschauen schon ein schlechtes Gewissen. Wer kann ernsthaft ein Törtchen essen auf dem eine halbe Packung Butter liegt? Ich nicht. Schöne Grüße auch an den Cholesterinspiegel ;-) Aber egal, diese Gewissensbisse hat man mit diesem Topping nicht!





PS: Ich hab das Rezept beim Wettbewerb von Christina`s catcy cakes eingereicht. Drückt die Daumen!



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