Posts mit dem Label Hochzeitstorte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hochzeitstorte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 26. November 2015

Der letzte Aufschrei des Sommers: Hochzeitstorte Nr. 6


Es ist mal wieder soweit, seit 2 Tagen läuft bei uns der Weihnachtsmarkt auf vollen Touren, es riecht nach Glühwein und jeder ist im Geschenkestress vor Weihnachten. Ich bin irgendwie noch nicht in Weihnachtstimmung, das mag wohl auch daran liegen, dass ich immer noch die Fotos meiner letzten Hochzeitstorte rumliegen habe, die ich vor einigen Wochen für meine Kollegin gebacken habe.



Ich habe dafür das erste, ach nee, das zweite Mal Blüten aus Wafer-Paper gemacht (und zwar nach dem Online-Kurs von Stevie Auble....grandios!) und für mich ist die Blumen-Deko wunderbar sommerlich geworden. Falls Ihr es nicht erkennen könnt, das Bouquet besteht aus weißem Mohn, einer Dahlie, Ranunkeln und Anemonen. Ich finde den Stil dieser zarten Blüten ganz toll und so ganz anders als Blüte aus Blütenpaste, sie wirken irgendwie viel leichter und luftiger. Meinen beiden größten und liebsten Kritikern (meinem Mann und meiner Mutter ;-) ) gefallen sie nicht ganz so gut, ich mag sie aber total!

Ranunkeln und weißer Mohn
Dahlie und Anemonen



Anemonen, Dahlie und Mohn




Anemone
Meine Kollegin Marina hat mir nicht sehr viele Vorgaben für das Design gemacht, nur pink sollte sie sein. Ich habe mich dann für verschiedene moderne/ungewöhnliche Techniken entschieden: die unterste Etage wollte ich etwas  rustikaler als den rosa-verspielten Rest haben, also habe ich sie in Beton-Optik gestaltet, darauf kam eine Doppel-Etage mit verdrehten Fondant-Bändern und obendrauf ein schwarz-weiß gestreiftes Törtchen mit einem opulenten Blumenschmuck.





Wenn man sich so auf Pinterest umschaut sind Chalkboards ja der ganz heiße Sch****, daher wollte ich das Hochzeitspaar samt ihrer kleinen Tochter auf einer Fondant-Tafel verewigen. Dafür habe ich übrigens das erste mal fertig gefärbten Fondant gekauft und mich dabei geärgert, dass ich das vorher noch nicht gemacht habe. Bemalt habe ich die Tafel mit einer Mischung aus weißer Puderfarbe mit Vodka und einem feinen Pinsel, das ging ganz wunderbar.






Ich mag das Ergebnis (die fertige Torte) wirklich sehr gerne, und wenn ich mir jemals selber eine Hochzeitstorte gebacken hätte, wäre sie wohl ähnlich geworden.

Ich kann aber übrigens immer wieder sagen, dass mein schönster Moment eigentlich der ist, an dem ich ein großes scharfes Messer in der Hand halte und das ganze Ding in kleine Scheibchen schneiden kann :-D Krank, oder???


Wie gehts Euch? Lieber Blüten aus Blütenpaste, oder aus Wafer-Paper. Mag nur ich diese filigranen Blüten, oder noch jemand???

Liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit,


Sarah











Mittwoch, 14. Oktober 2015

Hochzeitstorte Nr. 5 ...bin echt auf den Geschmack gekommen!

Nein, ich bin nicht in der Versenkung verschwunden...Ich backe noch! 

Den Sommer habe ich dazu verwendet meine Zuckerblumen-Skills ein bisschen zu verfeinern. Und fantastischerweise durfte ich mich vor einer Weile mal wieder an eine Hochzeitstorte wagen. Ein kleines Bildchen hab ich vor einer Weile schonmal auf Facebook gepostet. Jetzt gibt`s aber nochmal ein paar schönere Bilder hier!


Das Thema der Hochzeit lautete "Rosen", und die Braut hatte keine genaue Vorstellung der Torte, sondern wünschte sich "Vintage, verspielt und romantisch". Bei der Farbwahl durfte ich mich aber vollkommen austoben, und das habe ich dann auch getan.
Ich finde den Style von "Cotton and Crumbs" total toll, und wollte gerne die tollen Perlenketten mit einfließen lassen. Der übrige Kuchen sollte möglichst schlicht bleiben, damit die Rosen richtig zur Geltung kommen.

Kombiniert habe ich drei verschiedenfarbige Rosen mit Lavendel und Salbei, natürlich alles aus Blütenpaste. Ich finde die Farbkombi aus rosa, weiß und lavendel mit grün einfach schön und sehr passend für eine romantisch angehauchte Hochzeitstorte. "Verspielt" finde ich da ganz gut getroffen.









Die Torte ist dreistöckig, die unterste Etage besteht aus zwei übereinandergestapelten Kuchen, die gemeinsam mit Ganache überzogen und dann mit Fondant eingedeckt wurden.  Ich finde diese Schichtung irgendwie interessanter als eine "klassische" dreistöckige Torte.


Das Cakeboard habe ich übrigens auch mit Fondant überzogen, mit einem Rosenstempel die kleinen Röschen eingeprägt und mit Puderfarbe und Vodka nachgemalt. Das geht recht fix, sieht total schön aus und jeder glaubt jetzt, ich könnte malen!

Ich fluche ja sonst immer gerne über den Stress, den man mit Hochzeitstorten so haben kann, weil eben immer irgendwas daneben geht oder nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat. Langsam hab ich mich daran wohl gewöhnt, und mir macht das wirklich immer wieder Spaß. Natürlich ist das Ergebnis immer anders, als ich es vor meinem inneren Auge hatte....das muss ja aber nicht schlecht sein.

Ihr könnt Euch schonmal auf Hochzeitstorte Nr. 6 freuen, die ist nämlich auch schon gebacken, fotografiert und verputzt :-)


Liebe Grüße,

Sarah

Montag, 6. April 2015

Endlich! Die nächste Hochzeitstorte!

Hallo Zusammen,
jetzt mal ehrlich.......Ich hab hier schon sooo oft geschrieben: Nö, ne Hochzeitstorte mach ich nie, nie, nie wieder...... viel zu stressig, aufregend und und und.!

Alles Quatsch, natürlich würde ich das immer wieder machen, dafür macht mir eine so große Herausforderung viel zu viel Spaß und weckt meinen Ehrgeiz.



In diesem Fall war die Torte aber etwas ganz Besonderes für mich. Sie war nämlich für die Hochzeit meines großen Bruders und für die Familie solls natürlich was ganz Tolles werden. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass meine übrigen Hochzeitstorten nur mal eben so hingeklatscht waren, natürlich nicht! Von wegen, jeder, der schon mal eine gebacken hat, kann mir nachfühlen, wie viel Zeit und Planung in einer Torte stecken.

Nachdem ich erfahren hatte, dass die Trauung auf Spiekeroog (ja, das ist diese winzige ostfriesische Insel im Wattenmeer!) stattfinden sollte, hatte ich die Idee, das auch thematisch in der Torte widerzuspiegeln. Natürlich hab ich vorher mal dezent gefragt, ob`s denn lieber was Klassisches mit Blümchen und so, oder was Ausgefalleneres sein darf. Das Brautpaar war mutig genug, mir freie Hand zu lassen, was ich wirklich beeindruckend fand, immerhin war der letzte Kuchen, den ich für meinen Bruder gebacken habe, ein großer Haufen Sche**** :-D

Ich war in der 6. Klasse mal auf Klassenfahrt auf Spiekeroog, das wars dann aber auch schon.... Das Erste, was mir von damals noch einfiel, war, dass es dort viel, viel Sanddorn gibt und der auch zu allem Möglichen verwurstet wird. Schnaps, Marmelade, Eis etc. Den Schnaps haben wir damals natürlich nicht probiert.....der kam später ;-). Ich wollte gerne für die Deko was Blumenähnliches machen, dafür kam also Sanddorn schonmal gut in Frage. Natürlich gibts für so was kein Tutorial...also, selbst rumprobiert und viele kleine Kügelchen gedrahtet und zusammengebunden. Ich glaube, so ähnlich sieht Sanddorn auch in echt aus, zumindest hat es jeder gleich erraten können, was es sein soll! Übrigens steckte auch in der Füllung der unteren Etage Sanddorn, sehr lecker, wie ich finde! Und gesund (zumindest ohne die Buttercreme drumrum)!
 
Ich hatte mir überlegt, dass ich unten noch einige Gräser oder so was rumdrapieren wollte, damit mein Strandpanorama etwas realistischer aussieht. Wie sich rausstellte, wachsen da wirklich Pflanzen, die so ähnlich aussehen. Ha! Gut improvisert! 

Der Cake-Topper besteht aus den Anfangsbuchstaben des Brautpaares (Anna und Timo) und soll ein bisschen an Treibholz erinnern..... noch so ein Inselklischee, das mir eingefallen ist :-) 
Die beiden küssenden Möwen kamen eher spontan noch dazu, für die Romantik und so!
Leider hat eine Möwe beim Transport den Schnabel verloren...egal! 


Übrigens war auch der Transport der Torte ziemlich aufregend und abenteuerlich. Vom Festland aus fährt man erstmal 45 Minuten mit einer Fähre rüber zur Insel, die aufgrund von Sturmflutwarnung fast ausgefallen wäre...... und da es auf Spiekeroog keine Autos gibt, musste der restliche Weg mit einem Bollerwagen zurückgelegt werden. Mir rutscht schon jedes Mal das Herz in die Hose, wenn ich ne Torte mit dem Auto transportieren muss....aber mit Schiff und Bollerwagen? Huiuiui.... Hat aber geklappt, wenn man vom Schnabel absieht!


Insgesamt hat alles super geklappt.... mein Bruder ist endlich unter der Haube, ich habe eine tolle Schwägerin und Nichte bekommen und geschmeckt hat`s auch allen! Fantastisch!




Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Rest-Ostermontag,

LG Sarah

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mir glaubt niemand mehr, wenn ich schon wieder behaupte, dass das diesmal wirklich meine letzte Hochzeitstorte ist, oder?

Ok, ok, ich geb`s auf. Schon zweimal (nämlich hier und hier) hab ich Euch erzählt, dass ich nie nie nie wieder eine Hochzeitstorte backen werden, weil mich der dazugehörige Stress in den Wahnsinn treibt. Aber wenn ich dann doch so nett gefragt werde, kann ich halt doch nicht nein sagen...ihr kennt das! Außerdem ist es immer wieder toll, die fertige Torte dann vor sich stehen zu haben und damit wieder ein rieseiges Projekt abzuschließen. Macht Spaß, besonders weil hinterher nix zuhause rumsteht und einstaubt, sondern alles aufgegessen wird!

Ich hab ja neulich schon geschrieben, dass mein Sommer recht ereignisreich und stressig war: direkt auf einen wunderschönen Sommerurlaub folgte ein furchtbar stressiger Umzug (in eine sehr schöne neue Wohnung). Als ich zur Torte zugesagt hatte, konnte ich damals noch nicht ahnen, dass sich der Aufbau meiner Küche dann leider doch etwas hinziehen sollte....

Montags morgens wurde mein Herd angeschlossen und Donnerstag Abend musste die Torte fertig sein! Naja, sind ja 4 Tage, könnte man meinen, allerdings musste ich alle vier Tage voll arbeiten um mir irgendwie die Brötchen zu verdienen, Urlaub war ja vorbei. Zum Glück hab ich hier vorausschauend gedacht und zumindest die Zuckerblumen für die Deko schon im voraus vorbereitet. Für die braucht man ja keine funktionstüchtige Küche, sondern nur viel viel Geduld.
Als Vorgabe hatte ich nur den Wunsch, dass sich die Farbe lila in der Deko wiederfindet und die Füllung, passend zum Spätsommer, fruchtig sein soll.

Die unterste Etage bestand aus Schokoladenböden mit Himbeerbuttercreme, die mittlere Etage aus Zitronenkuchen mit Lemoncurdfüllung und die oberste Etage war ein Mohnkuchen mit Aprikosenbuttercreme. Die Rezepte hab ich so ähnlich schon bei meinen übrigen Hochzeitstortenrezepten gepostet, daher schenk ich mir das jetzt.



Die Deko an sich wollte ich gerne schlicht und klassisch halten. Ich habe kurz über lila Fondant nachgedacht, aber möchte das wirklich jemand essen? Ich habe mich dann für die appetitlichere Variante mit lila Satinbändern und violetten und rosa Blüten entschieden. 

Apropos Blüten, ich hab vorher noch nie welche gemacht! Viele gute Tipps habe ich in dem Zusammenhang in meinem neuen Oldenburger-Lieblingsgeschäft "Glücksmoleküle" von der lieben Sunita bekommen. Wer hier oben im Norden wohnt und mal eben schnell seinen Motivtortenbedarf aufstocken will, der sollte sich den tollen Laden mal anschauen... viele praktische Tipps inklusive.




Eine weitere große Unterstützung in diesem Zusamenhang war natürlich wieder Jessi von "Coli`s kitchen". Wenn sich jemand mit wahnsinnig tollen Zuckerblüten auskennt, dann sie. Besonders mit dem Arrangement der fertigen Blüten hatte ich so meine Probleme, aber "Facebook-Messenger" sei dank, kann man hunderte von Kilometern ja schnell überbrücken. Ganz ganz lieben Dank nochmal dafür :-)


Ich hab zwar schon viel über die Herstellung und das Einfärben von Zuckerblüten gelesen, aber eigentlich probier ich auch selbst gerne iregendwie rum, bis mir das Ergebnis gefällt. In diesem Fall hab ich beim Einfärben der Anemonen, die vorher weiß waren, zur Airbrushpistole gegriffen und war mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Das Innere der Blüte hab ich dann später mit Pastenfarbe schwarz angemalt.

Die Filler-Flowers, bzw. die Hortensienblüten hab ich nach diesem tollen Tutorial von Petalsweet gemacht. Die ganze Seite ist klasse und alles wird wahnsinnig gut und ausführlich erklärt.

Ich hab so für mich beschlossen, dass das sicher nicht mein letzter Exkurs in die Blumenwelt gewesen ist. Besonders im Winter, wenns draußen grau und kalt ist, kann ich mich damit sicher gut stundenlang beschäftigen. Oder ich lerne Socken stricken, ich weiß noch nicht :-D


Bis dahin, schöne Grüße,

Sarah

Dienstag, 24. September 2013

... die übrigen beiden Etagen der Hochzeitstorte ..

Heute kommen endlich die restlichen Rezepte für die Hochzeitstorte... 
So langsam muss ich die Hochzeitsposts abschließen, da ich noch einige andere Projekte in der Pipeline habe. 




 
Ich glaube, ich kenne niemanden, der keinen Zitronenkuchen mag. Egal ob fruchtige Torte oder der Oldschool-Sandkuchen mit Zitronenguss, mag jeder, oder? 
Die mittlere Etage bestand also aus Zitronenböden gefüllt mit Lemon-Curd-Buttercreme. 
Wie ich im letzten Post ja schon geschrieben hatte, habe ich für die Hochzeitstorte eine große Schüssel Swisss-Meringue-Buttercreme vorbereitet und eingefroren. Die Creme war schön leicht und fluffig und ließ sich ohne Probleme mit den weiteren Aromen verfeinern. 

Im mittleren Teil eben mit besagtem Lemon-Curd. Das hatte ich ja im vergangenen Jahr schon einmal für meine erste Hochzeitstorte gemacht und war damals sehr zufrieden. Das Rezept (aus meinem Magnolia Bakery Buch) gibt es hier. 

Für einen Kuchen mit 22 cm braucht man: 

  • 240 g Butter
  • 480 g Zucker
  • 4 Eier
  • 660 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 180 ml Milch
  • 60 ml Zitronensaft
  • 2 TL Zitronenschale
Den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180° vorheizen und die 22cm-Kuchenform von Innen mit Backpapier auslegen.
In einer großen Schüssel die Butter schaumig schlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen, bis alles schön cremig ist, dann ein Ei nach dem anderen zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver und der Zitronenschale in einer zweiten Schüssel vermischen und abwechselnd mit der Milch und dem Zitronensaft in die Ei-Butter-Zucker-Masse geben. Nicht zu lange durchrühren, nur bis sich alles schön vermischt hat. Ich habe den kompletten Teig auf einmal in der Form gebacken und dann ca. für 1 1/4 - 1 1/2Stunden gebacken, man kann aber auch drei Böden nacheinander Backen. Dafür bäckt man jeweils nur ein Drittel des Teiges auf einmal. Das dauert pro Lage dann ca. 20-25 Minuten (dafür bin ich aber zu faul ;-))
Nach einer Stunde schonmal die Stäbchenprobe machen, sicher ist sicher. Ist der Kuchen schön goldbraun und durchgebacken am besten in der Springform auskühlen lassen.



Ich habe während des Zusammensetzens leider nicht abgewogen, wieviel Creme ich für die mittlere Etage benötigt habe, das hab ich eigentlich nur nach Gefühl gemacht. Man nimmt also die Menge an SMB, von der man glaubt, sie könnte reichen um 2 Tortenböden damit einzustreichen und fügt dann nach und nach Lemoncurd hinzu. Nicht zu viel auf einmal, die beiden Cremes müssen sich zu einer homogenen Masse verbinden. Dazu ist es besonders wichtig, dass sowohl die SMB als auch der Lemoncurd die gleiche Temperatur haben, sonst flockt alles aus. 





 Außen habe ich die Torte wieder mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen, das passt super zu der zitronigen Füllung und schimmert nicht durch den Fondant durch. Außerdem ist Ganache gerade bei heißem Wetter, das wir im August ja hatten, stabiler als Buttercreme unter Fondant. 









Für das oberste Stockwerk hatte ich schon kurz vorher aus frischen, saftigen Aprikosen Marmelade eingekocht, die ich mit ein bisschen Amaretto abgeschmeckt hatte. Ich habe damals gleich 1 kg Früchte eingekocht, so hatte ich noch genug für diverse Frühstücksbrötchen ;-) Zum Marmeladekochen nehme ich übrigens am liebsten den 2:1 Gelierzucker, da wird das Ergebnis schön fruchtig ohne zu süß zu sein. Ich habe die Aprikosen zwar klein geschnitten, aber nicht püriert, da ich ein paar Fruchtstücke in der Marmelade ziemlich gerne mag! 

Für den Boden wollte ich eine Kombination aus Mohn und Orange, was ich persönlich sehr gerne mag, zu hause aber sonst so gar nicht gut ankommt... Also hatte ich hier die Gelegenheit. 

Für einen Kuchen mit 18 cm Durchmesser braucht man: 

  •  225 g Butter
  • 225 g Zucker
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl
  • 1 knappes Päckchen Backpulver
  • 2 TL geriebene Orangenschale
  • 100 g Mohn
De Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 160° vorheizen und eine 18 cm Springform mit Backpapier auslegen. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und ein Ei nach dem anderen hinzugeben. Mehl mit dem Backpulver, der Orangenschale und dem Mohn mischen und nach und nach unterrühren. Der Teig ist relativ fest, geht aber im Ofen trotzdem fluffig auf. Kann man den Teig kaum verrühren einfach einen kleinen Schuss Milch oder O-Saft zugeben. In die Form füllen und ca. 1 - 1 1/4 Stunden backen.

Für die Füllung dann einfach die SMB mit der Marmelade verrühren,bis eine cremige Füllung entsteht und den (natürlich abgekühlten, aufgeschnittenen) Mohnkuchen damit füllen. Auch diese Etage hab ich mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen und mit Fondant überzogen.

Übrigens bin ich nach dieser Torte zu dem Schluss gekommen, dass ich bei solch großen Projekten lieber auf gekauften Fondant zurückgreifen werde. Erstens ist es eine Schweinearbeit selbst soviel Fondant zuzubereiten und zweitens habe ich das Gefühl, dass gekaufter Fondant, gerade wenn man ihn sehr groß ausrollen muss, deutlich flexibler und formstabiler bleibt als selbstgemachter! 

Wenn man im Hochzeitstortenstress ist, ist das letzte was man gebrauchen kann, eine Fondantdecke, die einem ständig einreißt! Ich glaube, jeder, der das schonmal versucht hat kann da mitfühlen.

Hier nochmal ein hübsches Foto, wie die Torte hätte sein können, wäre mir die oberste Etage bei 38° nicht unter den Fingern geschmolzen wäre...

Vielen lieben Dank nochmal an Dunja und Liam, dass ich Eure Torte backen durfte, irgendwie macht das ja doch so ein kleines bisschen Spaß....




Montag, 9. September 2013

Wie backt man riesige Schokotorten + wo ich gelernt habe Swiss-Meringue-Buttercreme zu machen

So, erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich hier sooo lange nicht mehr geschrieben habe. Ich hatte aber auch einen triftigen Grund: 3 Wochen Urlaub! Nach der Hochzeitstorte hatte ich den auch bitter nötig, aber jetzt bin ich wieder im Lande und wollte ja endlich die Rezepte der Torte posten.


Wenn man so ein großes Projekt plant muss man sich ja über einige Dinge klar werden:
1. wie viele Leute kommen,
2. wie soll die Torte aussehen,
und 3. welche Geschmachksrichtungen möchte man anbieten, so dass für alle was dabei ist.

In meinem Fall waren das für die Hochzeitstorte die Kombis: Schokolade/Himbeer, Zitrone und Mohn/Aprikose. Eigentlich sollte die oberste Etage ja mit gesalzener Karamell-Buttercreme gefüllt werden, aber leider hat mir der Hochsommer ja einen Strich durch die Rechnung gemacht :-(

Heute fange ich mal ganz unten an.
Die unterste Etage hatte also einen Schokoboden, den ich mit einer Himbeerbuttercreme gefüllt habe. Ich habe dafür nicht den Schoko-Kuchen genommen, den ich sonst immer verwende, sondern einen etwas leichteren. Der andere ist doch ziemlich mächtig (aber extremst lecker). Das Rezept habe ich aus dem fantastischen Buch "the contemporary cake decorating bible" von Lindy Smith und ich bin davon wirklich begeistert. In dem Buch gibt es eine Umrechnungstabelle, wenn man andere Durchmesser backen möchte, aber auch abgesehen davon kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, es gibt es übrigens inzwischen auch in deutscher Sprache.

Ich habe den Kuchen in einer 26er Form gebacken und mit den Mengen an Zutaten stößt man leider schon fast an die Grenzen, was so in einer normalen Küche möglich ist. Ich habe herausgefunden, dass ich mit meinem Handrührer maximal 8 Eiweiße auf einmal steif schlagen kann...das wars dann. Das wird vom Volumen her so viel, dass meine größte Schüsseln nicht ausreicht. Also muss man das in Etappen machen, aber man wird ja erfinderisch!


Für einen Schokoladenkuchen mit 26er Durchmesser braucht man:
  • 550 g Zartbitterschokolade
  • 450 g Butter
  • 250 g Zucker (ich habe die Zuckermenge zum Originalrezept etwas reduziert)
  • 16 Eier
  • 115 g Puderzucker
  • 450 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
DieSchokolade über einem Wasserbad langsam schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Butter währenddessen aufschlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen, so lange weiterschlagen, bis die Butter weißlich und fluffig wird. Jetzt die 16 Eier vorsichtig trennen und ein Eigelb nach dem anderen in die Butter-Zucker-Mischung rühren, die abgekühlte Schokolade zugeben und kurz beiseite stellen.
Ich habe die Eiweiße dann in 2 Etappen steif geschlagen, wer aber so eine große Monster-Schüssel hat, dass 16 Stück auf einmal reinpassen kann das auch in einem Rutsch machen, währenddessen den Puderzucker einrieseln lassen. In eine dritte Schüssel das Mehl und das Backpulver sieben. 
Jetzt rührt man vorsichtig abwechselnd immer ein bisschen steifes Eiweiß und etwas Mehl in die Zucker-Ei-Mischung, bis alle Zutaten vermischt sind. 
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte und nach der Hubbelfrei-Methode präparierten Springform (wie das geht, steht hier) füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober- und Unterhitze ca. 2 Stunden backen. Bei so großen Kuchen würde ich nach ca. 1 1/2 Stunden schonmal eine Stäbchenprobe machen und dann immer mal wieder nachschauen, wie weit der Kuchen ist. Es kann auch länger als 2 Stunden dauern, das kommt natürlich auch auf den Herd an.
Ist der Kuchen fertig, kann man ihn aus dem Ofen nehmen und ihn in der Form erkalten lassen. Besonders schön wird die Oberfläche, wenn man einen glatten Teller auf den noch heißen Kuchen legt und diesen etwas beschwert. Das vermeidet einen unschönen Hubbel.





Für die verschiedenen Füllungen habe ich es mir ziemlich einfach gemacht. Ich habe eine große Schüssel Swiss-Meringue-Buttercreme vorbereitet und eingefroren. Als ich die Torten zusammengesetzt habe, musste ich die (zuvor natürlich aufgetaute) Buttercreme einfach nur mit den verschiedenen Geschmachszutaten verrühren und fertig. Ich hatte vorher noch nie Swiss-Meringue-Buttercreme gemacht, aber ich war wirklich begeistert. 



Ich habe ja schon in vergangenen Posts von Craftsy geschwärmt. Wer die Seite noch nicht kennt, kann sich das als eine Online-Volkshochschule vorstellen, in der man verschiedene Kurse (u.a. eben auch viele Cake-Decorating-Classes) buchen und sich die Unterrichtseinheiten immer wieder ansehen kann. Zusätzlich bekommt man die dazugehörigen Rezepte oder Schnittmuster/Vorlagen und kann online im Forum Fragen an die "Lehrer" stellen. Ich finde das eine feine Sache, weil ich vieles besser verstehen kann, wenn jemand es mir vormacht, als wenn ich nur darüber lese. 
Lange Rede, kurzer Sinn... es gibt einen Craftsy-Kurs über Buttercreme, der nichts kostet, man muss sich dafür nur registrieren. Wer daran Interesse hat, dem kann ich das aber voll und ganz empfehlen! Die Seite gibt es nur auf Englisch, aber ich hoffe, davon lässt sich niemand abschrecken. (Im Übrigen bekomme ich kein Geld von denen für meine kleine Werbeeinblendung hier)

Die Swiss-Meringue-Buttercreme ist wirklich schön fluffig und wunderbar abwandelbar. Für den Schokoladen-Kuchen hab ich passierte Himbeeren mit Stärke zu einer Art Pudding aufgekocht und die Masse dann abgekühlt unter die Buttercreme gemischt. Das hat toll geschmeckt und war trotzdem stabil genug um das ganze Gewicht zu halten.

Nach dem Zusammensetzten hab ich die Torte dann mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen. Warum weiß?? Das schimmert einfach nicht durch den weißen Fondant durch. Sicher ist sicher.



Leider hab ich kein Anschnittfoto der untersten Etage, aber eins kann ich persönlich versichern: Die war echt lecker! :-)

Puh, nachdem ich für diesen Post eine gefühlte Ewigkeit gebraucht habe, muss ich mich nach meiner langen Blogabstinenz erstmal wieder eingewöhnen. Und parallel gibt es ja auch schon wieder so waaahnsinnig viel zu tun! In 4 Wochen findet die Tortenshow in Hamburg statt und ich stehe auf der Teilnehmerliste...... Bin jetzt schon nervös....

Ist von Euch auch jemand dabei????

Mittwoch, 7. August 2013

Meine zweite Hochzeitstorte (diesmal aber wirklich die letzte...)

So, hier kommen also endlich die Fotos meines letzten Riesen-Projekts. Die Hochzeitstorte für die Hochzeit meiner Freundin Dunja. Die Rezepte werde ich demnächst nochmal nachreichen, aber fürs erste müssen ein paar Fotos reichen ;-)


Ich muss sagen, dass mir ein unglaublicher Stein vom Herzen gefallen ist, als ich die Torte endlich im Kühlhaus abgeliefert hatte! Es konnte ja keiner ahnen, dass der Tag der Fertigstellung ausgerechnet der heißeste Tag des Jahres werden würde (39°). Es ist leider so einiges schief gegangen und schlussendlich ist die Torte leider nicht ganz so geworden, wie ich es mir erhofft hatte Schade!

Geplant war eigentlich eine vierstöckige Torte, deren Design an die Einladungskarten anspielen sollte (ich hab damals gedacht, graphische Muster sind bestimmt einfacher als Schnörkel und Blumen oder so.... das liegt allerdings ganz im Auge des Betrachters, wie ich jetzt weiß!). Herausgekommen ist eine dreistöckige Wuchtbrumme, die ziemlich ins Schwitzen kam...

Durch die extreme Wärme war der Fondant extrem schwer zu verarbeiten und ist mir fast davongeflossen... Man erkennt das ein bisschen am obersten Foto... die oberste Etage ist richtig "nass" von außen.

Ich hatte nach drei Stunden Dreiecke schneiden (mit einer Rasierklinge) schon langsam das Gefühl, ich werde nie fertig, aber irgendwie schafft man es dann ja doch.



Das Muster hab ich mit der Transfer-Methode angebracht, wie das funktioniert, seht ihr z.B. hier oder auch in dem Craftsy-Online-Kurs von Jessica Harris, von dem ich hier schonmal geschwärmt habe.













Ich habe diesemal übrigens normale Strohhalme zur Stabilisierung der Etagen genommen und war begeistert, wie einfach das geht. Die lassen sich deutlich besser schneiden als Holzstäbe!



















Man beachte die Schweinerei im Hintergrund, ständig liegt soviel Deko-Kram und Puderzucker rum....
Ist das bei Euch auch so?


Als Cake-Topper hatte sich Dunja ein irisches Symbol gewünscht... ein von zwei Händen gehaltenes Herz mit einer Krone obendrauf. Obwohl ich das Herz ca. 1 Woche vorher schon aus Modellierfondant geformt hatte, ist es nicht richtig fest geworden und war ziemlich instabil. Das gleiche galt für die Krone, die mir natürlich auch noch runterfallen musste um dann total verbeult zu sein..... War nicht so ganz mein Tag... ich hab zwar noch versucht zu improvisieren, aber mir sah die ganze Geschichte dann doch eher nach Sailor-Moon aus und schlussendlich hab ich das Herz wieder runtergerupft.

so ungefähr hätte das aussehen sollen




Die Torte ist übrigens nur dreistöckig geworden, weil der Fondant des letzten Stockwerks über der weißen Schokoladenganache tierische Blasen geschlagen hat... Sah ein bisschen aus wie riesige Eiterpickel, die langsam aufplatzten... Das wollte ich optisch niemandem antun. Geschmacklich war die Etage aber erste Sahne... gesalzenes Karamell... Sorry, Dunja und Liam :-(

Alles in allem mecker ich vermutlich mal wieder am meisten über die Torte, aber ich finde es einfach ärgerlich, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle! Trotzdem war das eine ganz tolle Hochzeit und ich hoffe, dass ich dem Brautpaar damit eine kleine Freude machen konnte.



Ach ja... ganz unten ist ein Schokoladenkuchen mit Himbeerbuttercreme, in der Mitte Zitronenkuchen mit Lemoncurd-Füllung und oben Mohn-Biscuit mit Aprikosen-Vanille-Buttercreme... die Rezepte gibt`s beim nächsten Mal, versprochen :-)

Liebe Grüße,
Sarah








Montag, 1. Juli 2013

Ein (kitschiger) Kuchen zur Hochzeit

Vor kurzem waren wir zu einer Hochzeit eingeladen, und ich fand es irgendwie etwas langweilig und unpersönlich einfach nur so einen Umschlag zu überreichen, darum hab ich auf die Schnelle noch ein kleines Törtchen gebacken, auf das ich den besagten Umschlag legen konnte.
Wie nennt man eigentlich eine Motivtorte für eine Hochzeit? .... eine Hochzeitstorte ist es ja nicht..... Weiß ich auch nicht!



Ich finde, für eine Hochzeit kann man nochmal eine Extraschippe Kitsch drauflegen, sonst mag ichs ja auch lieber klarer und schlichter! Aber Herzen, eine große Portion Gold und Schleifentüdel passen hier (wie ich finde) ganz gut. Die Herzen bestehen übrigens aus meinem Liegblingsschokoladenkuchen. In Form gebracht und überzogen sind sie dann mit dunkler Schokoladenganache und natürlich Fondant. Leider hab ich diesmal (mangels Zeitdruck bei der Fertigstellung) keine Making-of-Fotos Fotos :-(


Ich habe leider nur ein Dark-Gold als flüssige Goldfarbe, der Farbton erinnert allerdings eher an Bronze als an Gold, daher hab ich mit ein wenig gelber Lebensmittelfarbe und noch etwas Perlmutt-Farbpigmenten nachgeholfen um einen Gelbgoldton zu erreichen. Mit dem Ergebnis bin ich so semi-zufrieden.... Für das goldene Herz habe ich den weißen Fondant einfach golden übergepinselt.





Für die Ringe hab ich etwas Blütenpaste dünn ausgerollt, zwei Streifen ausgeschnitten und zu Ringen zusammengesetzt. Die Nahtstelle fällt später nicht mehr auf, wenn man sie unter dem Schleifenband versteckt. Es macht Sinn, die Ringe möglichst früh zu machen, damit sie Zeit zum Trocknen haben. Nachdem sie fest geworden sind, kann man sie mit der Goldfarbe bepinseln und vollständig zu ende trocknen lassen.




Da ich mit der ganzen Goldfarbe ziemlich rumgeaast habe und damit der ein oder andere Farbkleks auf dem Cakeboard gelandet ist, hab ich noch ein paar zusätzliche Dekoelemente geschickt mit eingeflochten (*Eigenlob*). Für das Band mit den beiden Namen hab ich ebenfalls Blütenpaste ausgerollt, einen Streifen abgeschnitten (das geht am besten mit einem Pizzaschneider) und mit so einem kleinen Kopierrädchen  an den Rändern geprägt. Das bekommt man im Nähladen und kann damit tolle Nähte in den Fondant prägen. Alternativ tuts auch ein Zahnstocher und viel Geduld....


Die Namen hab ich mit meinem Brigitte-   Keksprägeset eingestempelt,  das war wirklich sehr praktisch!
Das große Band und die Schleife bestehen ebenfalls aus Blütenpaste und verdecken geschickt die (nicht sehr ansehnlichen) Übergänge zwischen beiden Herzen.
                                                                                          
Falls jemand das Ornament auf dem weißen Herzen bekannt vorkommt: den gleichen Stempel hab ich schonmal benutzt. (s. li. Bild)
Leider hab ich die Vertiefungen ausgemalt bevor der Fondant angetrocknet war, das zusätzliche Gelb, das ich in die Farbe gemischt hatte ist etwas "ausgelaufen". Ich denke, das wäre nicht passiert, wenn ich etwas mehr Geduld gehabt hätte.
Nachdem ich mit mit diesem Kuchen schonmal thematisch eingestimmt habe, kommt als nächstes (gaaaanz großes) Projekt die nächste Hochzeitstorte auf mich zu! Die Planungsphase ist fast abgeschlossen, jetzt gehts langsam ans Backen!

Ach ja, fast vergessen! Wenn ihr möchtet, folgt mir bei Facebook. Rechts in der Sidebar findet ihr einen riesigen Button auf den ihr nur klicken müsst, ganz einfach ;-) Würde mich sehr freuen!

Schöne Grüße,
Sarah
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...