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Dienstag, 21. Oktober 2014

Schokoladenkuchen mit Espresso-Frosting und gesalzenem Karamell

Neulich hatte meine Mutter mal wieder Geburtstag, und da ist meine erste Wahl für einen Geburtstagskuchen eigentlich immer ein dunkler Schokoladenkuchen. Dieses Jahr hab ich ein bisschen rumgegoogelt und bin bei "Call me Cupcake", dem Blog von Linda Lomelino hängengeblieben.... vermutlich kennt Ihr sie alle, wenn nicht den Blog, dann bestimmt ihr grandioses Buch......
Und auch in diesem Buch findet sich das Rezept für den "Chocolate-Cake with Dulche de Leche and Sea Salt", zumindest hab ich das im Buchladen gesehen, leider hab ich´s mir bis dato noch nicht gekauft....das werde ich aber auf jeden Fall nachholen....Verdammt leckere Sachen sind da drin!




Im Originalrezept backt sie einen Kuchen mit 15 cm Durchmesser, ich wollte den Kuchen aber etwas größer haben und habe eine 18er Form und einen ebensogroßen Tortenring benutzt. Dafür habe ich die 1 1/2fache Teigmenge benutzt, und ein bisschen weniger Zucker..... wenn ihr das Original nachbacken wollt, findet ihr das Rezept hier.

Für den Kuchen:
  • 115 g zerlassene Butter
  • 400 g Mehl
  • 90 g Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Natron
  • 500 g Zucker
  • 2 große Eier
  • 340 ml Milch
  • 225 ml starker Kaffee
Für das Frosting:

  • 200g gehackte dunkle Schokolade (70%)
  • 300g weiche Butter
  • 60 g Backkakao
  • Mark von einer Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 4 TL Espresso
  • 250 g Puderzucker
Für die Füllung:

  • 1 Dose Dulche de Leche (wie man das selber macht, könnt ihr hier lesen)
  • Fleur de Sel
Den Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen und zwei Formen mit 18cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, ich habe eine Springform und einen Tortenring benutzt.
Mehl, Kakao, Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben, mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Den fertigen Teig habe ich gleichmäßig auf beide Formen verteilt und ca. 45 Minuten gebacken, bitte Stäbchenprobe machen, ob die beiden Kuchen durch sind. 
Ich habe die Böden schon einige Tage vorher gebacken und nach dem Abkühlen, so wie sie waren, eingefroren. In 4 gleiche Böden habe ich sie dann erst nach dem Auftauen geteilt. Ihr könnt das aber natürlich auch gleich nach dem Backen und Auskühlen tun.

Für die Creme muss die Schokolade über dem Wasserbad geschmolzen werden, anschließend bitte auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Währenddessen die Butter mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine aufschlagen, bis sie fast weiß ist, nach und nach den gesiebten Puderzucker und das Kakaopulver zugeben. Zum Schluss die geschmolzene Schokolade, das Salz, den Espresso und die Vanille zugeben und schlagen bis die Creme schön glänzt. Fertig.

Zum Zusammensetzen macht ihr die Dose Dulche de Leche auf und streicht einen Boden damit ein, darauf eine dünne Schicht Buttercreme und ein bissel Fleur de Sel drüberstreuen, dann kommt der nächste Boden drauf, dann Dulche de Leche, Frosting, Fleur de Sel usw.. Habt ihr alle 4 Böden zusammengebastelt streicht ihr eine dünne Schicht Frosting als Crumb-Coat über den ganzen Kuchen und stellt ihn anschließend erstmal für ca. 20 Minuten kalt. Die restliche Creme bitte nicht in den Kühlschrank, sonst könnt ihr sie gleich nicht mehr verstreichen....
Ich finde, bei Linda sieht das Muster im Frosting ganz toll aus, bei mir wollte das aber nicht so klappen, daher hab ich den Kuchen einfach glatt mit dem übrigen Frosting eingestrichen und habe dann vorsichtig meinen Rest Dulche de Leche erhitzt, bis ich es schön oben drüber gießen und verstreichen konnte. Zum Schluss noch etwas Fleur de Sel drüberstreuen und fertig!



Der Kuchen schmeckt am  besten, wenn er nicht direkt aus dem Kühlschrank serviert wird, sondern Zimmertemperatur hat, dann ist die Schokoladencreme richtig schön cremig und der Kuchen an sich ist wunderbar fluffig und saftig.

Besonders der Teig hat es mir wirklich angetan, da die Böden ganz fantastisch geworden sind. Gesalzenes Karamell geht sowieso immer und selbst die Kaffeenote hat mich nicht gestört, im Gegenteil...insgesamt passt das alles ganz hervorragend zusammen. Ein Gesamtkunstwerk sozusagen. Danke Linda, für das tolle Rezept!

Den wunderhübschen Tortenständer habe ich mir übrigens auf der Tortenshow bei "Home of Cake" gekauft und bin immer nocht total begeistert, hier könnt Ihr ihn auch bestellen.

Liebe Grüße,
Sarah


Dienstag, 24. September 2013

... die übrigen beiden Etagen der Hochzeitstorte ..

Heute kommen endlich die restlichen Rezepte für die Hochzeitstorte... 
So langsam muss ich die Hochzeitsposts abschließen, da ich noch einige andere Projekte in der Pipeline habe. 




 
Ich glaube, ich kenne niemanden, der keinen Zitronenkuchen mag. Egal ob fruchtige Torte oder der Oldschool-Sandkuchen mit Zitronenguss, mag jeder, oder? 
Die mittlere Etage bestand also aus Zitronenböden gefüllt mit Lemon-Curd-Buttercreme. 
Wie ich im letzten Post ja schon geschrieben hatte, habe ich für die Hochzeitstorte eine große Schüssel Swisss-Meringue-Buttercreme vorbereitet und eingefroren. Die Creme war schön leicht und fluffig und ließ sich ohne Probleme mit den weiteren Aromen verfeinern. 

Im mittleren Teil eben mit besagtem Lemon-Curd. Das hatte ich ja im vergangenen Jahr schon einmal für meine erste Hochzeitstorte gemacht und war damals sehr zufrieden. Das Rezept (aus meinem Magnolia Bakery Buch) gibt es hier. 

Für einen Kuchen mit 22 cm braucht man: 

  • 240 g Butter
  • 480 g Zucker
  • 4 Eier
  • 660 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 180 ml Milch
  • 60 ml Zitronensaft
  • 2 TL Zitronenschale
Den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180° vorheizen und die 22cm-Kuchenform von Innen mit Backpapier auslegen.
In einer großen Schüssel die Butter schaumig schlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen, bis alles schön cremig ist, dann ein Ei nach dem anderen zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver und der Zitronenschale in einer zweiten Schüssel vermischen und abwechselnd mit der Milch und dem Zitronensaft in die Ei-Butter-Zucker-Masse geben. Nicht zu lange durchrühren, nur bis sich alles schön vermischt hat. Ich habe den kompletten Teig auf einmal in der Form gebacken und dann ca. für 1 1/4 - 1 1/2Stunden gebacken, man kann aber auch drei Böden nacheinander Backen. Dafür bäckt man jeweils nur ein Drittel des Teiges auf einmal. Das dauert pro Lage dann ca. 20-25 Minuten (dafür bin ich aber zu faul ;-))
Nach einer Stunde schonmal die Stäbchenprobe machen, sicher ist sicher. Ist der Kuchen schön goldbraun und durchgebacken am besten in der Springform auskühlen lassen.



Ich habe während des Zusammensetzens leider nicht abgewogen, wieviel Creme ich für die mittlere Etage benötigt habe, das hab ich eigentlich nur nach Gefühl gemacht. Man nimmt also die Menge an SMB, von der man glaubt, sie könnte reichen um 2 Tortenböden damit einzustreichen und fügt dann nach und nach Lemoncurd hinzu. Nicht zu viel auf einmal, die beiden Cremes müssen sich zu einer homogenen Masse verbinden. Dazu ist es besonders wichtig, dass sowohl die SMB als auch der Lemoncurd die gleiche Temperatur haben, sonst flockt alles aus. 





 Außen habe ich die Torte wieder mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen, das passt super zu der zitronigen Füllung und schimmert nicht durch den Fondant durch. Außerdem ist Ganache gerade bei heißem Wetter, das wir im August ja hatten, stabiler als Buttercreme unter Fondant. 









Für das oberste Stockwerk hatte ich schon kurz vorher aus frischen, saftigen Aprikosen Marmelade eingekocht, die ich mit ein bisschen Amaretto abgeschmeckt hatte. Ich habe damals gleich 1 kg Früchte eingekocht, so hatte ich noch genug für diverse Frühstücksbrötchen ;-) Zum Marmeladekochen nehme ich übrigens am liebsten den 2:1 Gelierzucker, da wird das Ergebnis schön fruchtig ohne zu süß zu sein. Ich habe die Aprikosen zwar klein geschnitten, aber nicht püriert, da ich ein paar Fruchtstücke in der Marmelade ziemlich gerne mag! 

Für den Boden wollte ich eine Kombination aus Mohn und Orange, was ich persönlich sehr gerne mag, zu hause aber sonst so gar nicht gut ankommt... Also hatte ich hier die Gelegenheit. 

Für einen Kuchen mit 18 cm Durchmesser braucht man: 

  •  225 g Butter
  • 225 g Zucker
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl
  • 1 knappes Päckchen Backpulver
  • 2 TL geriebene Orangenschale
  • 100 g Mohn
De Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 160° vorheizen und eine 18 cm Springform mit Backpapier auslegen. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und ein Ei nach dem anderen hinzugeben. Mehl mit dem Backpulver, der Orangenschale und dem Mohn mischen und nach und nach unterrühren. Der Teig ist relativ fest, geht aber im Ofen trotzdem fluffig auf. Kann man den Teig kaum verrühren einfach einen kleinen Schuss Milch oder O-Saft zugeben. In die Form füllen und ca. 1 - 1 1/4 Stunden backen.

Für die Füllung dann einfach die SMB mit der Marmelade verrühren,bis eine cremige Füllung entsteht und den (natürlich abgekühlten, aufgeschnittenen) Mohnkuchen damit füllen. Auch diese Etage hab ich mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen und mit Fondant überzogen.

Übrigens bin ich nach dieser Torte zu dem Schluss gekommen, dass ich bei solch großen Projekten lieber auf gekauften Fondant zurückgreifen werde. Erstens ist es eine Schweinearbeit selbst soviel Fondant zuzubereiten und zweitens habe ich das Gefühl, dass gekaufter Fondant, gerade wenn man ihn sehr groß ausrollen muss, deutlich flexibler und formstabiler bleibt als selbstgemachter! 

Wenn man im Hochzeitstortenstress ist, ist das letzte was man gebrauchen kann, eine Fondantdecke, die einem ständig einreißt! Ich glaube, jeder, der das schonmal versucht hat kann da mitfühlen.

Hier nochmal ein hübsches Foto, wie die Torte hätte sein können, wäre mir die oberste Etage bei 38° nicht unter den Fingern geschmolzen wäre...

Vielen lieben Dank nochmal an Dunja und Liam, dass ich Eure Torte backen durfte, irgendwie macht das ja doch so ein kleines bisschen Spaß....




Montag, 9. September 2013

Wie backt man riesige Schokotorten + wo ich gelernt habe Swiss-Meringue-Buttercreme zu machen

So, erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich hier sooo lange nicht mehr geschrieben habe. Ich hatte aber auch einen triftigen Grund: 3 Wochen Urlaub! Nach der Hochzeitstorte hatte ich den auch bitter nötig, aber jetzt bin ich wieder im Lande und wollte ja endlich die Rezepte der Torte posten.


Wenn man so ein großes Projekt plant muss man sich ja über einige Dinge klar werden:
1. wie viele Leute kommen,
2. wie soll die Torte aussehen,
und 3. welche Geschmachksrichtungen möchte man anbieten, so dass für alle was dabei ist.

In meinem Fall waren das für die Hochzeitstorte die Kombis: Schokolade/Himbeer, Zitrone und Mohn/Aprikose. Eigentlich sollte die oberste Etage ja mit gesalzener Karamell-Buttercreme gefüllt werden, aber leider hat mir der Hochsommer ja einen Strich durch die Rechnung gemacht :-(

Heute fange ich mal ganz unten an.
Die unterste Etage hatte also einen Schokoboden, den ich mit einer Himbeerbuttercreme gefüllt habe. Ich habe dafür nicht den Schoko-Kuchen genommen, den ich sonst immer verwende, sondern einen etwas leichteren. Der andere ist doch ziemlich mächtig (aber extremst lecker). Das Rezept habe ich aus dem fantastischen Buch "the contemporary cake decorating bible" von Lindy Smith und ich bin davon wirklich begeistert. In dem Buch gibt es eine Umrechnungstabelle, wenn man andere Durchmesser backen möchte, aber auch abgesehen davon kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, es gibt es übrigens inzwischen auch in deutscher Sprache.

Ich habe den Kuchen in einer 26er Form gebacken und mit den Mengen an Zutaten stößt man leider schon fast an die Grenzen, was so in einer normalen Küche möglich ist. Ich habe herausgefunden, dass ich mit meinem Handrührer maximal 8 Eiweiße auf einmal steif schlagen kann...das wars dann. Das wird vom Volumen her so viel, dass meine größte Schüsseln nicht ausreicht. Also muss man das in Etappen machen, aber man wird ja erfinderisch!


Für einen Schokoladenkuchen mit 26er Durchmesser braucht man:
  • 550 g Zartbitterschokolade
  • 450 g Butter
  • 250 g Zucker (ich habe die Zuckermenge zum Originalrezept etwas reduziert)
  • 16 Eier
  • 115 g Puderzucker
  • 450 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
DieSchokolade über einem Wasserbad langsam schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Butter währenddessen aufschlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen, so lange weiterschlagen, bis die Butter weißlich und fluffig wird. Jetzt die 16 Eier vorsichtig trennen und ein Eigelb nach dem anderen in die Butter-Zucker-Mischung rühren, die abgekühlte Schokolade zugeben und kurz beiseite stellen.
Ich habe die Eiweiße dann in 2 Etappen steif geschlagen, wer aber so eine große Monster-Schüssel hat, dass 16 Stück auf einmal reinpassen kann das auch in einem Rutsch machen, währenddessen den Puderzucker einrieseln lassen. In eine dritte Schüssel das Mehl und das Backpulver sieben. 
Jetzt rührt man vorsichtig abwechselnd immer ein bisschen steifes Eiweiß und etwas Mehl in die Zucker-Ei-Mischung, bis alle Zutaten vermischt sind. 
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte und nach der Hubbelfrei-Methode präparierten Springform (wie das geht, steht hier) füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober- und Unterhitze ca. 2 Stunden backen. Bei so großen Kuchen würde ich nach ca. 1 1/2 Stunden schonmal eine Stäbchenprobe machen und dann immer mal wieder nachschauen, wie weit der Kuchen ist. Es kann auch länger als 2 Stunden dauern, das kommt natürlich auch auf den Herd an.
Ist der Kuchen fertig, kann man ihn aus dem Ofen nehmen und ihn in der Form erkalten lassen. Besonders schön wird die Oberfläche, wenn man einen glatten Teller auf den noch heißen Kuchen legt und diesen etwas beschwert. Das vermeidet einen unschönen Hubbel.





Für die verschiedenen Füllungen habe ich es mir ziemlich einfach gemacht. Ich habe eine große Schüssel Swiss-Meringue-Buttercreme vorbereitet und eingefroren. Als ich die Torten zusammengesetzt habe, musste ich die (zuvor natürlich aufgetaute) Buttercreme einfach nur mit den verschiedenen Geschmachszutaten verrühren und fertig. Ich hatte vorher noch nie Swiss-Meringue-Buttercreme gemacht, aber ich war wirklich begeistert. 



Ich habe ja schon in vergangenen Posts von Craftsy geschwärmt. Wer die Seite noch nicht kennt, kann sich das als eine Online-Volkshochschule vorstellen, in der man verschiedene Kurse (u.a. eben auch viele Cake-Decorating-Classes) buchen und sich die Unterrichtseinheiten immer wieder ansehen kann. Zusätzlich bekommt man die dazugehörigen Rezepte oder Schnittmuster/Vorlagen und kann online im Forum Fragen an die "Lehrer" stellen. Ich finde das eine feine Sache, weil ich vieles besser verstehen kann, wenn jemand es mir vormacht, als wenn ich nur darüber lese. 
Lange Rede, kurzer Sinn... es gibt einen Craftsy-Kurs über Buttercreme, der nichts kostet, man muss sich dafür nur registrieren. Wer daran Interesse hat, dem kann ich das aber voll und ganz empfehlen! Die Seite gibt es nur auf Englisch, aber ich hoffe, davon lässt sich niemand abschrecken. (Im Übrigen bekomme ich kein Geld von denen für meine kleine Werbeeinblendung hier)

Die Swiss-Meringue-Buttercreme ist wirklich schön fluffig und wunderbar abwandelbar. Für den Schokoladen-Kuchen hab ich passierte Himbeeren mit Stärke zu einer Art Pudding aufgekocht und die Masse dann abgekühlt unter die Buttercreme gemischt. Das hat toll geschmeckt und war trotzdem stabil genug um das ganze Gewicht zu halten.

Nach dem Zusammensetzten hab ich die Torte dann mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen. Warum weiß?? Das schimmert einfach nicht durch den weißen Fondant durch. Sicher ist sicher.



Leider hab ich kein Anschnittfoto der untersten Etage, aber eins kann ich persönlich versichern: Die war echt lecker! :-)

Puh, nachdem ich für diesen Post eine gefühlte Ewigkeit gebraucht habe, muss ich mich nach meiner langen Blogabstinenz erstmal wieder eingewöhnen. Und parallel gibt es ja auch schon wieder so waaahnsinnig viel zu tun! In 4 Wochen findet die Tortenshow in Hamburg statt und ich stehe auf der Teilnehmerliste...... Bin jetzt schon nervös....

Ist von Euch auch jemand dabei????

Donnerstag, 30. Mai 2013

Mango-Kardamom-Cupcakes


An einem ziemlich düsteren regnerischen Tag hab ich vor kurzem in meiner Mittagspause (nach einem sehr furchtbaren anstrengenden Vormittag) ein vernünftiges Mittagessen ausfallen lassen und mich stattdessen für eine riesige Portion Frozen Yoghurt entschieden. Ich hab das vorher noch nie gegessen, aber da vor nicht langer Zeit ein FY-Laden in unserer Innenstadt aufgemacht hat, der von außen ganz nett aussah, bin ich rein um mir diesen Sch****-Tag wenigstens etwas zu versüßen. 
Ich hab mich für 3 Toppings entschieden: frische Himbeeren, crunchige Pistaziensauce und Mangotopping. Leider hab ichs nicht geschafft  ein Foto zu machen, zu schnell war der ganze Eimer verschwunden und es war seeehr lecker! 
Warum erzähl ich das hier alles? Ich mag diese Mango-Fruchtsauce, die man als Bio-Produkt in vielen Drogerieketten und Bioläden bekommt (und die offensichtlich auch auf meinem Frozen Yoghurt war) total gerne. Die schmeckt definitiv nach Sommer.



Also: rein (und rauf) damit in (auf) die Cupcakes!

Für 9 Stück braucht man:
  • 120 g Honig
  • 80 g brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Milch
  • 2 Bioeier
  • 1 TL gemahlenen Kardamom
  • 75 g neutrales Öl
  • 190 g geriebene Zucchini
  • 70 g geriebene Mandeln
  • 130g Mehl
  • 2 TL Backpulver
Den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180° vorheizen und eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
Die Eier mit dem Zucker und einer Prise Salz mit dem Handrührgerät/Kückenmaschine sehr schaumig schlagen. Honig, Öl und Milch dazugeben. Die trockenen Zutaten vorher in einer anderen Schüssel vermengen und dann vorsichtig unter die flüssigen Zutaten mischen. Wie immer gilt natürlich auch hier: nicht zu viel rühren! Ganz zum Schluss vorsichtig die geriebenen Zucchini unterheben (die machen den Teig besonders saftig!)
Ab in den Ofen und für 25 Minuten fertigbacken.

Für das Frosting habe ich aus ca. 100g Mascarpone und 200 ml der besagten Mangosauce zusammen mit 25-30g Speisestärke einen Pudding gekocht. Ich würde noch mit ein bisschen Zitronensaft und etwas Puderzucker geschmacklich nachhelfen. Der Pudding muss auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor man ihn mit 50-75g zimmerwarmer Butter zu einer Buttercreme aufschlagen kann.

Wie das genau funktioniert, habe ich hier schonmal beschrieben, und auch, wie man geronnene Buttercreme wieder rettet. Genau das gleiche ist mir diesmal nämlich auch passiert.... ich wollte noch einen Schuss Sauce nachkippen und schon hat sich der ganze Krempel wieder in seine Bestandteile zersetzt. Mit dem Trick über dem Wasserbad konnte ich allerdings alles wieder retten.....



Bis ich auf die glorreiche Idee kam, den Spritzbeutel, den ich vorher mit der Buttercreme gefüllt hatte, nur kurz ins Eisfach zu legen, weil ich dachte, dass die Creme noch etwas zu warm sei. Pustekuchen! Der ganze Mist hat sich schon wieder getrennt, zwar nicht so doll (und geschmacklich ist es eh egal), aber eine kleine optische Einbuße ist es schon. Aus mangelnder Zeit hab ich die Creme dann aber trotzdem einfach so auf den Cupcakes verteilt, etwas Mangosauce drüber, ein paar Pistazien drüberstreuen und fertig sind lecker-exotisch-fruchtige Cupcakes.
Wer sehr pingelig ist, kann auf den Fotos erkennen, dass die Creme ein bisschen krisselig aussieht, aber das Topping und die Pistazien lenken ja ab :-)





Gerade die Kombination mit dem Kardamom und der Mango finde ich besonders lecker, wer dieses intensive Gewürz nicht so mag, kann es natürlich aber auch weglassen. Allen anderen würde ich wärmstens empfehlen mal Zartbitterschokolade mit Kardamom zu probieren (meine Lieblingssort, gibt`s im Bio-Laden).



Wenn schon der Sommer auf sich warten lässt, geht doch nichts über ein paar sommerliche Törtchen und das ein oder andere riesige Eis in der verregneten Mittagspause!




Schöne Grüße,
Sarah

Dienstag, 26. März 2013

Chocolate Cookie Dough Cupcakes

Neulich gab`s bei mir zu hause seit längerem mal wieder Cupcakes zum sonntäglichen Teetrinken. Zwischenzeitlich bin ich schon wieder ein Jahr älter geworden, und da ich meinen Kolleginnen zu dieser Gelegenheit einen Kuchen auftischen wollte, hab ich vorher einfach ein bisschen vom Teig für den Eigenbedarf abgezwackt und ein paar kleine Törtchen draus gemacht.




Ich hatte vorher hier die Idee aufgeschnappt, ein Cupcaketopping aus Buttercreme und rohem/ungebackenem Keksteig zu machen. Und wer mag schließlich keinen Keksteig? Eine meiner Lieblingseiscremesorten ist immerhin "Ben an Jerry`s Half Baked" und ich hab schon Keksteig gegessen, der viel leckerer war als das fertige Endprodukt... Also fand ich die Idee wirklich sehr schlüssig!

Die Cupcakes selbst bestehen aus einem ganz normalen Vanille-Rührteig. Eigentlich wollte ich auch noch geraspelte Schokolade reingeben, hab das aber im Eifer des Gefechts dann doch vergessen. Naja!

Für meinen Geburtstagskuchen (von dem ich ja schon den Teig abgezwackt habe) hab ich das erste Mal eine Swiss-Meringue-Buttercreme ausprobiert. Diese unterscheidet sich von der amerikanischen Buttercreme dadurch, dass ein nicht unerheblicher Teil der Butter durch geschlagenes und zuvor leicht erhitztes Eiweiß ersetzt wird.... Ich glaube, die verschiedenen Buttercremesorten werde ich mal in einem Extra-Post gesondert behandeln. 
Auf jeden Fall hab ich einen Klacks davon für das Topping benutzt. Das nächste Mal würde ich allerdings wieder eher eine klassische deutsche Buttercrem mit Pudding machen, die ist und bleibt am cremigsten und fluffigsten, zumindest für meinen Geschmack. Aber ihr könnt das natürlich mit der Creme machen die Euch am besten gefällt!



Das entscheidende ist allerdings der Cookie-Teig. Da man ja nicht wirklich Kekse backen, sondern den Teig roh essen möchte sollten natürlich keine Eier rein. Warum auch? Es kommt ja nicht auf die Backeigenschaften, sondern auf den Geschmack an.

Für ein Topping für 6 Cupcakes braucht man:
  • 50 g Butter
  • je 60 g braunen und weißen Zucker (oder nur braun, oder nur weiß)
  • 30 ml Milch
  • 120 g Mehl
  • etwas gemahlene Vanille 
  • 60 g gehackte Schokolade
Zusätzlich: Einen ordentlichen Schlag Buttercreme nach Wahl (ca. 250g)

Die Butter mit dem Zucker, dem Mehl und der Milch zu einem Teig verrühren und zum Schluss noch die Vanille und die Schokolade dazugeben... fertig ist der Keksteig. Jetzt nach und nach flöckchenweise den Teig unter die Buttercreme rühren, so lange bis ihr genug habt und sich alles gut verteilt hat. Die Buttercreme an sich sollte nicht zu süß sein, durch den Teig wird das nämlich eine ziemlich zuckrige Angelegenheit!



Ich habe die Creme mit einer runden Lochtülle aufgespritzt, die mag ich für Cupcakes im Moment am liebsten. Dekoriert habe ich das Häubchen dann noch mit ein Paar Krümeln Keksteig und etwas geriebener Kuvertüre.




Mein Lieblingskuchentester war übrigens begeistert vom Ergebnis! Er fand sie sogar besser als die Himbeer-Cupcakes, die ich für seinen Geburtstag gebacken hatte!Ich selber mag wirklich sehr gerne fruchtige Cremes und Toppings, aber die Cookie-Dough-Dinger haben mir auch wirklich klasse geschmackt.

Wie steht`s bei Euch? Eher fruchtig-säuerlich oder süß und schokoladig?



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