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Samstag, 14. Juni 2014

Ein Kuchen aus der Kategorie "eklig"! Happy Birthday Bruderherz!

So, nachdem ich in letzter Zeit ja eigentlich fast nur noch über meine Fernseh-Erfahrungen geschrieben habe,wollen wir uns hier mal wieder auf das Wesentliche besinnen: und das ist und bleibt natürlich meine Leidenschaft für Motivtorten und alles Lustige und Kreative in Verbindung mit Kuchen und Süßkram. Eine tolle Gelegenheit um sich mal wieder an was Neues zu wagen sind natürlich Geburtstage, vorzugsweise innerhalb der Freunde und Familie....da kann man sich das ein oder andere erlauben, was Andere vielleicht verstörend finden könnten. 
Zuletzt so geschehen beim Geburtstagskuchen für meinen ältesten Bruder Timo.



Also wenn ich für jemanden einen Kuchen backen kann, der aussieht wie ein K***-Haufen, dann für ihn. Wenn man, so wie ich, mit 2 älteren Brüdern aufwächst, wird man irgendwann hart im nehmen, kann aber dafür irgendwann auf eine Kindheit/Jugend mit ner Menge fiesen Witzen und Fäkalhumor zurückblicken. Geschadet hat es mir nicht und ich lache immer noch gerne über dreckige Witze :-)

Untergrund für den Kuchen ist mein Lieblingsschokoladenkuchen. Diesen habe ich zurechtgeschnitzt und aus Kuchenbröseln und Ganache die obere Wurst-Lage geformt. Das braucht alles nicht sehr akkurat zu sein.....soll ja auch realistisch wirken ;-)



Eingestrichen habe ich mit dunkler Schokoladenganache, überzogen mit hellbraunem Fondant. 



Mit der rauen Seite eines neuen Küchenschwamms habe ich noch ein  bisschen Struktur eingeprägt und dann mit braun, schwarz und orange mit meinem Airbrush-Gerät gebrusht. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich vorher ohne ausgekommen bin... damit zu schattieren ist sooo toll. 
Zum Schluss hab ich dann noch aus Blütenpaste kleine Maiskörner und Fliegen mit Gelatineflügeln geformt und den Haufen damit "dekoriert". Herausgekommen ist ein ziemlich unappetitlich aussehender, aber dafür umso besser nach Schokolade riechender "Haufen" Kuchen! 
Mein Bruder hat sich sehr gefreut und halb totgelacht (ich hatte den Kuchen noch in einer, mit Schokolade beschmierten, Papiertüte verpackt!)



Geschmeckt hat er übrigens allen anwesenden Gästen, obwohl sich der ein oder andere vielleicht erst etwas überwinden musste.

Habt ihr auch schonmal eine Idee für einen Kuchen gehabt und dann gedacht..."Nee, kann ich nicht machen...."...und es dann doch gemacht???

Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende,
Sarah

Sonntag, 28. Oktober 2012

Spooky Halloween Cupcakes


Bald ist es wieder soweit, Halloween naht. Aber außer, dass es dann ständig an der Tür klingelt, und mal mehr, mal weniger gruselig verkleidete Kinder Süßigkeiten von mir haben wollen, habe ich damit eigentlich nicht viel am Hut. In der ganzen Nachbarschaft stehen jetzt schon geschnitzte Kürbisse rum, die langsam aber sicher, besonders bei dem sonnigen Wetter der letzten Tage, vor sich hinschimmeln. Das sieht dann wirklich langsam gruselig aus. 
Nichtsdestotrotz ist Halloween natürlich ein Paradies für Fondantfans und Bastelfreaks. Man kann schon lustige Sachen kaufen, bei der Tortenshow vor einigen Wochen habe ich so viel Kram gesehen! Gussformen für Hexenfinger, Kürbisbackformen und fertiges, essbares Blut aus der Flasche, um nur einiges zu nennen. Braucht man nicht wirklich, die Saison dafür ist ja doch ziemlich kurz. Man kann aber auch ohne den ganzen Krempel ein paar lustig-gruselige Sachen machen, z. B Cupcakes. 


Alle Cupcakes sind Devils-Food-Cupcakes aus meinem Magnolia-Bakery-Cookbook. Im Grunde sind es also einfache Schokoladen-Cupcakes, getränkt mit etwas Amaretto und bestrichen mit Schokoladenganache.

Für die Augapfel-Cupcakes habe ich einen Cupcakes zerbröselt und mit ein bisschen Ganache Cakepops hergestellt. Dann einfach mit etwas dünn ausgerolltem, weißen Fondant überziehen, anmalen und mit rot gefärbten Icing auf den zuvor mit schwarzem Fondant überzogenen Cupcake kleben. Mir persönlich sind die Augäpfel etwas zu groß. Beim nächsten Mal würde ich die etwas kleiner formen.


Das hier sollen Glasscherben sein, die in einer Wunde stecken. Über Nacht sind die "Glasscheiben" leider etwas trübe geworden, gestern sahen sie noch besser aus. Die Idee hab ich übrigens von Martha Stewart.
Links vorher, rechts nachher...




Hier ein "Offenes-Grab-Cupcake", wer auch immer hier beerdigt war, ist nicht mehr da! Einen Grabstein aus schwarzem Fondant formen, mit etwas rotem Icing R.I.P. draufschreiben und auf den mit grünem Fondant überzogenen Cupcake kleben. Ich hab zur Sicherheit noch einen Zahnstocher reingesteckt, damit der Grabstein nicht umfällt. Dann aber bloß aufpassen beim Essen..... Zum Schluss einfach mit einem Messer, o.Ä. ein kleinen Loch "ausheben" und auf die Seiten schaufeln. Da trifft es sich natürlich gut, dass ich Schokocupcakes gebacken habe!

                                                                                 
 Für den Kürbis braucht man bloß den Cupcake mit ein bisschen orangenem Fondant überziehen, oben einen braunen Stiel raufsetzen und mit einem Zahnstocher ein bisschen eindrücken, so dass es etwas plastischer aussieht. Das Gesicht habe ich mit etwas verdünnter schwarzer Farbe mit einem Pinsel aufgemalt. Leider habe ich keinen Farbstift, das wäre sicher noch besser gegangen.
 Die Mumie finde ich eigentlich fast am besten. Dafür braucht man den Cupcake theoretisch nicht mal mit Ganache überziehen (natürlich schmeckt es mit Extra-Schokolade noch besser, ich meine ja auch wirklich nur "theoretisch"). Es reicht schon, dünn ausgerollten Fondant in Streifen zu schneiden und einfach kreuz und quer drüberzulegen. Mit einem Messer ein bisschen unter das Papierförmchen schieben und fertig. Noch zwei Augen drauf und das wars. Geht total schnell und einfach und sieht super aus!
 Bei diesem grünen Ding habe ich gedacht, das könnte eventuell aussehen wie Monsterpickel. Wirklich überzeugt hat mich das Ergebnis dann aber doch nicht :-(

Wenn man erstmal angefangen hat, fallen einem immer mehr verrückte Ideen ein. Z.B. habe versucht Erbrochenes aus Fondant zu formen, aber dann doch aus ästhetischen Gründen irgendwann aufgegeben. Wer will denn sowas essen??? Aber lustig wärs... Fall jemand eine Idee hat, wie das am Besten funktionieren könnte, wäre ich sehr interessiert ;-)





Montag, 10. September 2012

Jetzt wirds ekelig!

Achtung: Wer schwache Nerven hat und sich leicht ekelt, sollte lieber nicht weiterlesen!

Wenn ich mal nicht am Herd stehe und Kuchen backe, muss ich leider auch Geld verdienen. Dies tue ich, mal mehr, mal weniger motiviert, in einer orthopädischen Praxis. Vor ein paar Tagen hatten wir ein kleines Sommerfest bzw. Grillen, und jeder sollte eine Kleinigkeit mitbringen. OK, alles klar. Was mach ich??? Kuchen!

Aber nicht irgendein Kuchen... für die Kollegen natürlich nur das Beste ;-)

Unter anderem machen wir in der Praxis viele Kniepunktionen, d. h. bei einem geschwollenen Gelenk wird das Wasser, das von der Gelenkinnenhaut zu viel produziert wurde, mit einer Kanüle und einer Spritze aus dem Gelenk gezogen... Blablabla... Klingt ekelig, ist es auch ein bisschen. Aber gleichzeitig ist es auch eine Super-Inspiration für einen Action-Kuchen! 

Tadaaaaaahhhhhhh!!!!!!!!!!!!!! Ein Knie-Kuchen!

Sieht nicht sonderlich gesund aus, oder? Ganz schön rot und geschwollen. Die zwei kleinen Kreuzchen sollen die Nähte nach einer Arthroskopie sein, nach der sich das Knie wohl scheinbar ziemlich fies entzündet hat. Das "Pflaster" musste ich kurzerhand aus Masking-Tape basteln, da mir beim Transport der Fondant an dieser Stelle ein bisschen eingerissen ist. Passte aber super. Ich finde die Pünktchen lenken ein bisschen von der ekeligen Optik ab und lassen die ganze Geschichte etwas ansprechender wirken. Haha!

Aber das war natürlich noch längst nicht alles! der eigentliche Clou befindet sich nämlich unter der Kniescheibe!. Ich habe ein kleines Reservoir in den Kuchen geschnitzt und mit Ganache und Marzipan ausgekleidet um es wasserdicht zu machen. Reingefüllt habe ich dann eine wunderbare Vanillesauce, die ich zur Hälfte auch noch rot eingefärbt hatte. Ein halber Liter leckerer, blutiger Eiter. Bah, mir wird beim Schreiben schon schlecht!


Bei unserem Grillabend hab ich dann also meinen Kuchen enthüllt und sämtliche Utensilien, die man für eine Punktion braucht, mitgebracht. Mein Chef hatte die ehrenvolle Aufgabe den Kuchen zu punktieren, und was soll ich sagen: Es war genauso (ekelig) wie ich es mir vorgestellt hatte.


Der Kuchen war übrigens sehr lecker! Ich habe einen weißen Schokoladenkuchen gebacken und ihn mit viel, viel weißer Schokoladen-Ganache in Form gebracht. Auch die Vanillesauce passte super dazu. 

Blick von oben in das Bein mit dem Oberschenkelknochen
Ich weiß, wer bis hierher durchgehalten und alles gelesen hat hält mich jetzt für total krank und kaputt. Aber der Kuchen, und die dazugehörige Action beim Anschneiden war wirklich lustig.

Leider sind die Fotos vom "Abpunktieren" relativ klein und unscharf :-(




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