Nachdem ich Im März beim Backen der Schleifen-Muffins erste Erfahrungen beim Umgang mit Fondant gesammelt habe, wollte ich zu Ostern mal was größeres angehen. Ich hatte mir vorher schon die Gänseblümchen-Ausstecher von PME bestellt und hab nach dem Blütenpaste-Rezept von Tortentante erstmal losgelegt und ein einziges Blütenmeer produziert. Ich finde es sehr praktisch, dass man die Blumen lange im Voraus vorbereiten kann. So hab ich immer noch einige fertige zu hause, und brauche nicht immer wieder welche neu machen.
Unter dem ganzen Zucker steckt ein extrem saftiger dunkler Schokoladenkuchen, gefüllt und ummantelt mit dunkler Schokoladenganache. Dieser Kuchen ist so lecker, und bleibt selbst nach dem Anschneiden noch lange saftig und frisch, da der Schokoladenanteil, wie ich finde, extrem hoch ist.
Der tollste Schokoladenkuchen
225 g Butter
225 g Zartbitterschokolade
20 g lösliches Kaffeepulver
250 g Mehl
3 TL Backpulver
50 g Kakaopulver (ungesüßt)
1/2 TL Natron
450 g Zucker
4 Eier Größe L
7 TL Raps- oder Sonnenblumenöl
100 ml Buttermilch
Wie immer zuerst mal den Ofen vorheizen, und zwar bei Ober- und Unterhitze auf 160°. Dann eine runde Backform mit 22 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Mir ist das immer ein bisschen zu umständlich das ganz exakt zu machen. Ich nehme ein langes Stück Backpapier, falte es längs in der Mitte und lege es innen um den Rand der Form, dann schneide ich einen Kreis in der Größe der Backform aus und lege ihn in die Form. Mir ist klar, dass so Teig auch zwischen den Papierrand und den Kreis laufen kann, aber das ist mir egal! Bisher hab ich den Kuchen immer in einem Stück rausbekommen und habe nicht Stunden mit dem Einschneiden und Falten von Backpapier verbracht.
Dann gehts los mit dem Teig. Zuerst Die Schokolade grob hacken und mit der Butter, dem Kaffeepulver und 160 ml Wasser in einen Topf geben und erwärmen. (Alternativ könnte man natürlich statt Wasser und Kaffeepulver gleich 160 ml fertigen Kaffee nehmen, Resteverwertung vom Frühstückskaffee zum Beispiel). Schön rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist und eine glatte Flüssigkeit entstanden ist.
Eine große Schüssel nehmen und Mehl, Kakao, Backpulver und Natron reinsieben, Zucker dazu und vermischen. Als nächstes dann die Eier mit dem Öl und der Buttermilch verquirlen und hineinkippen. Ich verrühre alles erstmal grob mit einem Kochlöffel und gebe dann die Schoko-Kaffe-Mischung dazu. Nicht erschrecken, der Teig ist ziemlich flüssig, das soll so sein! Rein mit der Soße in die amateurmäßig ausgekleidete Backform und rein in den Ofen.
Und nun...... wie lange? Tadaaaaaa..... 100 Minuten bei 160 Grad! Form aus dem Ofen rausnehmen, 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen. Fertig ist ein sehr, sehr leckerer Schokokuchen, der zwar saftig, aber auch schön fest ist und einem auch wenig bei der weiteren Verarbeitung übelnimmt (bröselt kaum, zerfällt nicht etc.)
Ich hab leider kein Foto von frisch gebackenen Kuchen gemacht, aber mit ein bisschen Phantasie kann man ihn sich vorstellen! Er ist rund und braun ;-)
Ich pack den Kuchen dann meistens in Frischhaltefolie gewickelt über Nacht in den Kühlschrank, damit ich ihn am nächsten Tag mit Ganache überziehen kann.
Ich mache dunkle Schokoganache im Verhältnis 2:1, das heißt ich nehme 2 Teile Schokolade und 1 Teil Sahne. Für den Blumenkuchen hab ich ca. 1 kg Ganache verbraucht. Aber ich hätte zwischen den 3 Kuchenböden mal lieber weniger dazwischenschmieren sollen, war etwas heftig viel Schokolade!
Dann der Rest, mit Fondant überziehen, Streifen aus grünem Fondant ausschneiden und als Grashalme aufkleben, zum Schluss die Blüten drauf und fertig.
Wir waren zu Ostern bei meiner Mutter zum Brunchen eingeladen und ich hab diesen Kuchen mitgebracht. Bis zum Anschneiden hat meine Mutter allen Ernstes geglaubt, das wäre gar kein echter Kuchen und ich wolle sie verarschen. Ich habe sie aber dann eines Besseren belehrt und jetzt ist sie erstens mein größter Fan und zweites süchtig nach dem Schokokuchen. Voller Erfolg würde ich sagen.




