Sonntag, 15. Juli 2012

Freitag der 13.!

Eigentlich bin ich nicht abergläubisch (ich wurde an einem Freitag den 13. geboren), aber an diesem Freitag ist der Super-GAU eingetreten. In 4 Wochen heiraten Freunde von mir, und ich darf die Hochzeitstorte backen. Da ich mir schon lange einen Super-Zeitplan zurechtgelegt habe, und nichts dem Zufall überlassen will, fange ich jetzt schon mit dem Backen an und friere die Tortenböden einfach ein. Soviel zur Theorie. 
In der Praxis allerdings, habe ich bisher nur die erste von 4 Etagen im Kühlfach. Die nächste wollte ich am Freitag backen. Nach zwei Stunden im Ofen hole ich also die Form raus und wundere mich schon, warum der (eigentlich immer funktionierende) Schokokuchen so komisch aussieht. Irgendwie armselig und platt. Naja, ok, erstmal nichts dabei gedacht. Vielleicht ist das einfach nicht mein Tag. 
Beim nächsten Versuch .... gleiches Ergebnis. Von weiteren Kuchenbackversuchen hab ich dann erstmal abgesehen. Aber ein Baguette wollte ich schnell noch machen, Teig war schon fertig im Kühlschrank. Nach 30 Minuten war die Oberfläche schön kross, die Unterseite weich und die Mitte glubschig.
Kombiniere, kombiniere.... die Unterhitze ist im Eimer. 
Das kann ja wohl nicht angehen. Seit 4 1/2 Jahren läuft dieser verd****** Ofen ohne Probleme, und kurz bevor ich eine unglaubliche Hochzeitstorte abliefern will hat der keine Lust mehr? Das kann ja wohl nicht sein.
Jetzt muss ich zusehen, wie ich das Ding schnellstmöglich wieder zum Laufen kriege.

Die beiden, optisch nicht sonderlich attraktiven Kuchen habe ich zu Cake-Pops verwurstet. Und zu diesem nicht sehr erfreulichen Freitag den 13. hab ichs mal mit einem etwas ungewöhnlicheren Design versucht. Vorlage waren die Raving Rabbids, aus dem gleichnamigen Wii-Spiel, das ich äußerst lustig finde.





 Nicht schön, aber selten würde ich sagen!













Mittwoch, 11. Juli 2012

Ich freu mich so..!


Tassen hoch! Für mich gibt es heute was zu feiern. Ich habe von Gesine von SchokoCupcakes einen Blog-Award verliehen bekommen und freue mich darüber außerordentlich! Ich finde die Idee einer solchen Auszeichnung/Empfehlung wirklich toll, da dies eine Chance für jeden von uns ist, neue, tolle, bisher unbekannte Blogs zu entdecken. Dass mein Blog jetzt mit von der Partie ist, ist für mich natürlich das Sahnehäubchen. Vielen lieben Dank Gesine!


Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen.
Es ist schwer, sich in der Unmenge von Webblogs hervorzutun und zu etablieren. Eine regelmäßige Leserschaft ist wichtig, um in den Tiefen des www wahrgenommen zu werden. Das wissen wir alle und deswegen soll der Award an Blogger verliehen werden, die einen selbst inspirieren und weniger als 200 regelmäßige Leser in ihrer Mitgliederliste eingetragen haben. Jeder, der einen Award erhalten hat, kann seine Freude an fünf weitere Blogger weiter geben, die die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen. Wenn man den Award also erhalten hat, sollte man folgendes tun:
1. Poste den Award auf deinem Blog.
2. Verlinke deinen Nominator – als kleines Dankeschön.
3. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail.


Meinen Award gebe ich weiter an:

Liebe Grüße und viel Spaß damit!

Samstag, 7. Juli 2012

Bollywood-Cake (oder so ähnlich...)

Vor einer Weile hatte meine Mutter mich gebeten einen Kuchen für sie zu backen, da sie groß zum Kaffeetrinken einladen wollte. Das heißt, es sollte kein normaler Kuchen sein, sondern ein Kuchen, der auch optisch ein bisschen was hermacht. Sie hatte auch einen  ziemlich speziellen Design-Wunsch, es sollte was im Bollywood-Style sein. Ok, kein Problem für mich! Oder doch?
Mir gingen verschiedene Geschmacksrichtungen durch den Kopf, von Curry bis Mango-Lassi, aber das wäre wohl nicht das richtige gewesen. Glatt am Thema vorbei! Oder vielleicht Shah Rukh Khan aus Fondant obendrauf? Den Soundtrack von "Slumdog Millionaire" dazu? Nein, das wird nichts!
So wagemutig meine Mutter auch beim Design ist, wollte sie mal wieder ihren Lieblings-Zartbitter-Schokoladenkuchen. Also nix mit Curry oder so!
Meine nächste Überlegung war, dass die Verzierungen auf jeden Fall sehr farbenfroh sein müssen, gemixt mit irgendwas Gold-glitzerndem. Also los.
Ich wollte lila als Grundton haben (bzw. den restlichen Fondant benutzen, den ich kurz vorher hierfür gemacht hatte). Das ging ja noch! Jetzt wurde ich übermütig! Ich wollte versuchen türkisen Fondant zu färben! Leider habe ich Kunst nach der 10. Klasse abgewählt und kenne mich nicht so wirklich mit diesem Farb-misch-Kreis und so aus. Also hab ich´s mal einfach irgendwie versucht, und heraus kam dieser unglaublich furchtbare Farbton. 


Ich hab versucht zu retten, was zu retten ist und hab´s mit ein bisschen Schnörkelkram versucht! es wurde noch schlimmer. Inzwischen war ich schon etwas genervt und reizbar (Entschuldigung an meinen Mann!). Das nächste Foto ist mir wirklich peinlich, ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Das kann man doch nicht ernsthaft auf einen Kuchen machen, oder doch? 

Nachdem ich mit dem oben gezeigten (Zwischen-)Ergebnis in keiner Weise zufrieden war hab ich´s mit noch mehr gelbem Royal-Icing so richtig versaut. Zum Glück habe ich davon keine Fotos gemacht, vermutlich wäre die Linse zersprungen!
Nach einigem tiefen Durchatmen habe ich mit entschlossen, diese optische Grausamkeit nicht gegen die Wand zu schmeißen, sondern vorsichtig die oberste Schicht Fondant bis zur Ganache darunter abzupulen. Das ging zum Glück ganz gut. Als nächstes habe ich ein Stück pinken Fondant ausgerollt und nur als "Deckel" wieder oben auf den Kuchen gelegt. Die Seiten waren ja weiterhin lila. Das sah schonmal viel besser aus.

Für die Seitenverzierung habe ich einfach meinen Hortensienausstecher zweckentfremdet, und die Blüten einfach vorsichtig ausgestochen ohne den Veiner reinzudrücken. Ein paar gelbe Tupfen dazwischen, fertig. 



Für das Muster oben auf der Torte habe ich eine Schablone aus dem Bastelladen benutzt. Die ist eigentlich nicht für so was gedacht, hat aber wunderbar funkioniert. Einfach Schablone auflegen, vorsichtig etwas lila gefärbtes Royal-Icing drüberschmieren und die Schablone wieder abziehen. Ist echt eine tolle Möglichkeit Flächen schnell und einfach zu verzieren.  

Zum Schluss noch die Kante zwischen lila und pinkem Fondant unter Royal-Icing verstecken und golden anmalen. Übrigens habe ich mir die goldene Farbe dafür selbst angemischt. Aus Vodka, gelber Lebensmittelfarbe und essbarem Glitzerpuder. Das funktioniert eigentlich ganz gut, und man muss sich nicht extra Goldfarbe kaufen.

Das wars! Schlussendlich war ich mit dem Endergebnis dann doch ganz zufrieden, und gelernt habe ich daraus, dass man einen misslungenen Kuchen mit ein bisschen Geduld und Spucke doch noch retten kann. Gut zu wissen, wie ich finde!






Sonntag, 1. Juli 2012

Ein kleines Präsent zum Muttertag


Zugegeben, Muttertag ist schon ein Weilchen her, aber dies ist die Torte, die ich meiner Mutter in diesem Jahr zum Muttertag geschenkt habe. Na ja, was heißt geschenkt, ich habe selber ein nicht unwesentliches Stück des Kuchens aufgegessen. Gilt das dann immernoch als Geschenk, auch wenn man selbst ziemlich davon profitiert ? ;-) 
Meine Mutter mag am liebsten Zartbitterschokolade, weshalb sie auch von meiner ersten Motivtorte total begeistert war. Also, never change a running recipe! Ich habe also wieder einen dunklen Schokoladenkuchen gebacken, in drei Böden geteilt und mit dunkler Ganache wieder zusammengesetzt. Auch von außen mit der Ganache bestreichen und dann mit einer dünnen Schicht weißem Fondant überziehen.  
Die Streifen an der Seite des Geschenks sind ziemlich fummelig. Wie man auf dem Foto ganz oben sieht, sind sie leider auch nicht ganz gleichmäßig geworden. Man muss versuchen die Streifen so gerade und gleichmäßig auf die Seiten zu kleben wie möglich. Dabei muss man schon beim Hochnehmen höllisch aufpassen die Streifen nicht zu verformen. Ist alles fertig sollte man ungefähr eine Stunde warten, bis der Fondant leicht angetrocknet ist.



Hat man den Kuchen komplett mit den Fondant-Streifen beklebt kommt der Deckel drauf. Dafür einfach lila Fondant etwas größer als den Durchmesser des Kuchens ausrollen und oben auf den Kuchen legen (Vorher die Oberfläche mit ein bisschen Wasser oder Zuckerkleber einpinseln). Jetzt kann man ganz vorsichtig mit einem scharfen Messer rundherum einen geraden Rand abschneiden, dabei aber aufpassen, dass man nicht in die darunterliegende Streifen-Schicht schneidet. Die Kanten nochmal mit einem Fondant-Glätter nachgehen, damit sie möglichst eckig sind. Jetzt fehlt nur noch die Schleife!


Ich fand das Formen der Schleife ziemlich schwierig, und war auch erst im zweiten Anlauf einigermaßen zufrieden. Deshalb habe ich es auch nicht geschafft währenddessen noch Fotos zu schießen, das hätte mein Nervenkostüm leider nicht mitgemacht! Und die Kamera vermutlich auch nicht! Damit die Schlaufen beim Trocknen nicht einfallen, habe ich sie mit Bastelwatte ausgestopft (Die muss man natürlich vor dem servieren wieder rausnehmen!)



So, jetzt noch ein bissl Schleifenband dazu, alles rauf auf die Torte und fertig ist das Geschenk zu allen möglichen Anlässen. Besonders schön finde ich, dass man ganz einfach die Farben oder das Muster des Randes verändern kann und so immer wieder viele tolle Möglichkeiten hat eine ganz persönliche Geschenktorte zu backen. Ich könnte mir statt Streifen z.B. auch super Polka-Dots oder ausgestochene Blumen vorstellen. Mal sehen wer als nächstes Geburtstag hat :-)











Mittwoch, 27. Juni 2012

Macarons mit Karamell und Fleur de Sel

Heute möchte ich gerne meine absoluten Lieblingsmacarons vorstellen, ganz ohne Schnickschnack oder Farbstoff, Deko etc.. Einfach nur lecker, mit einer Füllung aus gesalzenem Karamell. Ich finde Marcarons wirklich toll und nach und nach setzen sie sich hier in Deutschland ja auch immermehr durch. Witzigerweise habe ich letztes Jahr im Frankreichurlaub gesehen, dass dort inzwischen Macarons selbst bei Mc Donalds verkauft werden. In der kleinen 150.000 Einwohnerstadt, in der ich lebe, kenne ich keinen einzigen Laden, in dem ich welche kaufen könnte, und das wird den Meisten so gehen, wohnt man nicht gerade in Hamburg, Berlin, Köln oder München. 
Anders als in Frankreich sind Macarons hier nicht selbstverständlich und das ist, glaube ich auch gar nicht so schlecht. Macarons haben nämlich ganz und gar nichts mit Fast Food zu tun, im Gegenteil. Will man schnell mal welche machen, wird es garantiert nichts! Ich habe schon viele verschiedene Macaron-Rezepte ausprobiert, wobei sich die Grundzutaten, nämlich Mandeln, Puderzucker, Zucker, Salz und Eiweß ja nie ändern. Nur das Mengenverhältnis schwankt enorm, und natürlich auch die Temperatur- und Backzeitangaben. Den Satz, den ich bei meiner Internetrecherche wohl am häufigsten gelesen habe ist: "Jeder Ofen ist anders". So ganz kann ich mir das zwar nicht vorstellen, aber Macarons sind wirklich extrem sensibel. Man muss ein bisschen rumprobieren, bis man die richtige Temperatur, oder die richtige Zeit für sich und seinen Ofen rausgefunden hat. Außerdem kommt es auch auf die Witterung an, heute hat es hier tierisch geregnet und es hat sehr lange gedauert bis die Macarons vor dem Backen an der Oberfläche angetrocknet waren. 
Beim Macaron-Backen muss man echt flexibel sein, einfach mal ein oder zwei Minuten dazugeben oder weglassen. Außerdem braucht man eine Engelsgeduld... Ich hab schon viele, viele gebacken, aber längst nicht alle werden perfekt. Häufig haben einige Schalen Risse in der Oberfläche... Was tun? Einfach mit einer heilen Hälfte zusammenbatschen und mit der guten Seite nach oben auf den Teller legen. Den Riss schmeckt man definitiv nicht raus ;-)
Ich könnte noch Stunden weiter über Macarons schreiben, aber das möchte ja wohl wirklich niemand lesen.
Hier lieber das Rezept:

Grundrezept für Macaron-Schalen
 für ca. 30 Schalen (15 Macarons)

30g Eiweiß
40g gemahlene Mandeln
65g Puderzucker
10g feiner Zucker
1Prise Salz

evtl. etwas Lebensmittelfarbe

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Das wichtigste ist, dass die gemahlenen  Mandeln, wenn sie aus der Tüte kommen auf gar keinen Fall fein genug sind. Das erste was man tun muss ist also die Mandeln mit dem Puderzucker in einem Mixer so klein zu mahlen wie es geht. Man muss das auch unbedingt zusammen mit dem Puderzucker machen. Mahlt man die Mandeln alleine gibt es Mandelmus, durch die Hitze im Mixer und das Fett der Mandeln bappt alles zusammen und ist alles andere als locker!
Als nächste schlägt man das Eiweiß mit einer Prise Salz, erstmal nicht ganz steif, nur ein bisschen, dann gibt man den feinen Zucker in zwei Etappen dazu und schlägt weiter. 

Möchte man die Macarons noch einfärben sollte man die Lebensmittelfarbe jetzt dazugeben, dann  verteilt sich die Farbe am besten und am gleichmäßigsten.
Als nächstes siebt man die Mandel-Puderzucker-Mischung noch durch ein feines Sieb, bevor man sie zu der Eiweißmasse dazugibt. Ich gebe das Pulver in 2 Etappen dazu und rühre zwischendurch nur kurz um. Die Masse sollte zäh vom Löffel tropfen.


Dann schnell ab in den Spritzbeutel mit dem Zeug. Ich habe nur relativ wenige Tüllen zur Auswahl, deswegen nehme ich eine runde mit einem relativ kleinen Durchmesser (ca. 5 mm). Sicherlich gibt es tollere Tüllen, aber ich habe mich arrangiert. Mit dem Beutel spritzt man dann ca. 30 mehr oder weniger gleichmäßige Kreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.




Dann schlägt man mit dem Blech einmal kräftig auf die Arbeitsplatte, damit die Luftblasen im Teig platzen können und die Nachbarn Bescheid wissen, dass es bald frische Macarons gibt. Jetzt heißt es warten. 
Die Oberfläche der Macarons muss antrocknen, tippt man sie mit den Fingern an, darf kein Teig mehr am Finger kleben bleiben. Das kann je nach Witterung 15-60 Minuten dauern, also zwischendurch mal testen (Im Übrigen hilft es nicht mit einem Fön nachzuhelfen, so schlau war ich auch schon und weiß jetzt, dass es nicht funktioniert!). In der Zwischenzeit sollte der Herd bei Ober- und Unterhitze auf 140° vorgeheizt werden. Das ist sicherlich Energieverschwendung aber in diesem Fall unerlässlich.
Ist die Oberfläche der Macarons angetrocknet, ab in den Ofen damit. Bei meinem Herd dauert es 15-16 Minuten bis die Macarons fertig sind. Die fertigen Schale sollten von oben nicht gebräunt sein, aber von unten fest. Ob die Unterseite fest ist, merkt man aber erst, nachdem die Hälften etwas abgekühlt sind. Direkt aus dem Ofen sind sie noch zu weich. Im Zweifelsfall nochmal für ein bis zwei Minuten in den Ofen. Jetzt erstmal reell auskühlen lassen und ab zur Füllung:


Karamell mit Fleu der Sel
75 g Zucker
75 g Mascobado-Zucker (das ist ein unraffinierter, brauner Zucker, der viel besser als üblicher brauner oder weißer Zucker schmeckt, gibts im Bio-Laden)
100 ml Sahne
50 g Butter
1 Tl Fleur de Sel (kein normales Salz, das löst sich komplett auf und man hat nicht diese schönen Salzkristalle im Karamell)


Den weißen Zucker mit 2 El Wasser in einem Topf zu bernsteinfarbenem Karamell einkochen und dann vom Herd. ziehen. Jetzt erst den Mascobado-Zucker dazugeben, der löst sich auch bei geringerer Hitze auf. Die Butter und die Sahne dazugeben und alles gründlich verrühren. Wieder auf die Herdplatte stellen und ca. 4-5 Minuten einkochen lassen, bis die Masse leicht zäh wird. Jetzt den Löffel Fleur de Sel unterrühren und schonmal probieren. Schmeckt himmlisch, Jeder der "Werthers Echte" mag wird eines viel Besseren belehrt! Dann in eine Schüssel gießen und soweit abkühlen lassen, bis man die Masse in den Kühlschrank stellen kann. Es dauert eine Weile, bis das Karamell fest wird.

Ist alles soweit fertig und genug abgekühlt, kann man die Macaron-Hälften mit dem Karamell bestreichen und zusammensetzen. Man sollte sie bis zum Essen mindestens für 30 Minuten durchziehen lassen, aber keine Angst, es kommt nicht die Macaron-Polizei, wenn man vorher einige wegputzt.

Ich finde die Dinger unglaublich lecker. Und nicht nur ich! Wenn ich meinem Mann einen Löffel von einer neuen, anderen Macaron-Füllung zm Probieren gebe bekomme ich immer nur zu hören, dass es sowieso keine bessere Füllung als gesalzenes Karamell gibt. Was zu beweisen wäre! 
Also, viel Spaß beim Nachbacken. Es gibt keinen  Grund sich nicht ans Macaronbacken ranzutrauen, selbst wenn die Dinger sch***** aussehen schmecken sie immernoch himmlisch!



Sonntag, 24. Juni 2012

Cotton Candy Cakepops

Ich weiß nicht genau, wie ich heute morgen auf die glorreiche (?) Idee gekommen bin, Cake-Pops im Zuckerwattemantel zu machen. Irgendwie war das eine Eingebung. Draußen hat es den ganzen Tag geregnet und ich wollte irgendwas buntes, sommerliches machen. Im Tiefkühlfach hatte ich noch ein paar Kuchenreste und weiße Kuvertüre sowieso im Schrank. Vor einigen Jahren hat meine Mutter mir mal eine Zuckerwattemaschine geschenkt, für die ich bisher allerdings wenig bis keine Einsatzmöglichkeiten gesehen hatte. Bis jetzt!

Also, erstmal ganz normale Cake-Pops machen. Meine ersten Pops habe ich nach der Video-Anleitung von Bakerella gemacht, die ist toll und ist hier zu finden.

Zuerstmal muss man die Kuchenreste ganz fein zerbröseln, das geht am besten in einer Küchenmaschine, ich nehme dafür dieses kleine Ding links im Bild. Die Kuchenbrösel gibt man dann in eine Schüssel und vermischt sie mit einer "Spachtelmasse". Das kann Frischkäse sein, Ganache, Pudding oder Buttercreme. Ich hatte noch Pistazienbuttercreme von den Schoko-Pistazien-Cupcakes über, die ich heute gemacht habe und habe so den Rest verwendet.


Jetzt alles gut vermischen, bis sich eine homogene Masse bildet. Daraus dann kleine Kugeln formen, ähnlich wie Hackbällchen. Bloß nicht zu groß, die Dinger fallen einem sonst bloß vom Stiel. 3 cm Durchmesser sind eine ganz gute Größe. Ich habe die Kugeln dann samt Unterlage für 10 Minuten ins Tiefkühlfach gelegt, damit die ein bisschen fester werden. In der Zwischenzeit schonmal die weiße Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Spitzen Enden von ein paar Schaschlikspießen mit einem Messer oder einer Schere abschneiden. Man kann sich natürlich auch im Profi-Online-Cake-Pop-Bedarf-Shop richtige Cake-Pop-Stiele bestellen, aber die hatte ich heute leider nicht da.

Jetzt erstmal wieder dir Bällchen aus dem Eisfach holen, eine Kugel mit der linken Hand greifen, mit der rechten Hand einen Schaschlikspieß ca. 1 cm tief in die Schokolade tauchen und dann bis ungefähr in die Mitte der Kugel schieben. Nicht weiter, sonst sticht man den Cake-Pop durch und er hält nicht! Das sollte dann so aussehen wie auf dem rechten Bild. Jetzt hab ich die ganze Unterlage nochmal für 5-10 Minuten ins Tiefkühlfach gelegt, damit die Kuvertüre fest werden kann.

So, das ganze wieder rausholen und jetzt gehts ans überziehen. Ich lasse dabei die Tasse mit der Kuvertüre weiterhin bei angeschaltetem Herd im Wasserbad stehen, damit die Schokolade flüssig bleibt. 

Eintauchen und den Überschuss vorsichtig abtropfen lassen, dabei der Spieß am besten vorsichtig drehen, damit Der Pop gleichmäßig überzogen ist. Man kann die Oberfläche jetzt noch mit irgendeiner Deko bestreuen während die Glasur noch flüssig ist. Ich habe einige mit Zuckerstreuseln bestreut, und die anderen blanko gelassen. Die wollte ich ja noch mithilfe der Zuckerwattemaschine weiterverwursten.

Die Maschine muss man erstmal für 5 Minuten vorheizen bevor man ca. 3 TL Zucker oben in die Spindel einfüllt. Gefühlte 2 TL werden beim erneuten ANschalten der Maschine durch die gesamte Küche geschleudert, aus dem restlichen TL wird aber 1a Zuckerwatte wie man sie vom Jahrmarkt kennt. Ich dachte erst, ich wickle die Zuckerwatte mit einem Stäbchen auf und wickle sie anschließend um die Cake-Pops, weil ich Angst hatte das die Schokolade schmilzt. Das war aber nicht so schön, also hab ich die Watte lieber gleich mit den Pops aufgewickelt. Um dabei Fotos zu machen hätte ich leider einen dritten Arm gebraucht, darum gibt es leider keine. 



Das fertige Ergebnis sieht dann wirklich hübsch aus. Leider behält die Watte nur sehr kurz ihre Form und schmilzt relativ schnell. Das mag auch an der extrem hohen Luftfeuchtigkeit heute gelegen haben (ca. 90%). Als Fazit würde ich gerne ein altes Lied von Tocotronic zitieren: "Die Idee ist gut doch die Welt noch nicht bereit" ;-)














Freitag, 22. Juni 2012

Rhabarber Cupcakes

Heute morgen hatte ich im Radio gehört, dass heute Abend wohl irgendsoein Fußballspiel stattfindet, was sich wohl ziemlich viele Leute angucken, oder so.... Hahaha! Also hab ich meine Ruhe in der Küche und kann was Neues ausprobieren. Irgendwas mit Rhabarber sollte es sein und auch nicht zu aufwändig. Ich wollte ja auch nicht meinen ganzen freien Abend verplempern ;-)
Also....Cupcakes! Mit Buttercreme....!  Iiieeeehhhh, eklig, fettig und schmierig! Nein! Diese hier nicht!

Mandel-Cupcakes mit Rhabarber-Buttercreme
für 6 Cupcakes (mit viel Topping)

Für die Cupcakes:
1 Bio-Ei
100 g Zucker
60 g weiche Butter
100 g Magerquark
1/4 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1 Prise Salz
50 g gehackte Mandeln
60 g Mehl

Für die Buttercreme:
1/2 l fettarme Milch
45 g Speisestärke
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker (oder1-2 EL selbstgemachter Vanillezucker)
150 g weiche ungesalzene Butter
200 g frischer Rhabarber
 50 ml Rhabarbersirup + etwas mehr zum tränken
2TL Gelierfix (Dr.Oetker) oder Pektin


Die Batterien meiner elektronischen Wage sind leer!
Die Creme braucht insgesamt am längsten, weil die einzelnen Zutaten zwischendurch abkühlen müssen und die fertige Creme zum Schluss noch für eine Stunde in den Kühlschrank muss. Also fangen wir mit der Creme an! Die Speisestärke in einer kleinen Schüssel mit einem Teil der Milch (so ungefähr 100 ml) verrühren damit sich keine Klumpen bilden.

 Den Rest der Milch in einem Topf mit dem normalen Zucker und dem Vanillezucker aufkochen. Wenn die Mischung kocht voooooorsichtig, und ich sage das so explizit, weil ich das nicht getan habe und alles geklumpt hat (!), die Stärke-Milch-Lösung dazukippen und fleißig weiterrühren. 2-3 Minuten kochen lassen, es entsteht eine puddingähnliche, aber sehr blasse Pampe. Von der Herdplatte ziehen und lieber nicht genauer angucken. Vielleicht zwischendurch beim Auskühlen mal durchrühren. Das Zeug muss jetzt Raumtemperatur erreichen.
Jetzt den Rhabarber schälen und in kleine Stückchen schneiden.  Dann mit dem Rhabarbersirup und ungefähr genausoviel Wasser in einem Topf zum kochen bringen und weich kochen. Ich habe den weichen Rhabarber dann durch ein feines Sieb gestrichen, das muss aber nicht sein. Kann jeder machen wie er will. Dann wieder in den Topf und mit dem Gelfix vermischen. Laut Packungsanweisung mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen, auch auf Raumtemperatur. Die Creme hat jetzt Pause, es geht zum Teig.

Am Besten schon mal den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180° vorheizen. Das Ei und den Zucker sehr schaumig schlagen. Das geht in so einer tollen Kitchen-Aid oder Ähnlichem bestimmt noch toller, aber ich hab nur einen Handrührer und das geht auch.
Dann die weiche Butter dazugeben und schön cremig einrühren. Das Gleiche mit dem Quark veranstalten. In einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron, dem Salz und den Mandeln verrühren und anschließend nur kurz unter die Ei-Zucker-Butter-Mischung rühren. Den fertigen 
Teig dann gleichmäßig auf sechs mit Papierförmchen ausgelegten Muffinförmchen verteilen.
Jeder kann sich vorstellen, wie das auszusehen hat, aber ich möchte trotzdem dieses Foto posten. Dieses Muffinblech habe ich von meiner Freundin Farina zum (ich glaube 22.) Geburtstag geschenkt bekommen. Es hat schon einige Umzüge und viele, viele Muffins überstanden, und mir würde im Traum nicht einfallen mir ein neues zu kaufen. Da ist das Gute doch noch nicht von! Unter den 6 Mulden in der Mitte ist übrigens kein Fitzelchen schwarze Beschichtung mehr übrig. Nur noch Alu! Sieht echt schäbig aus, aber egal. Mit Füllung siehts keiner!

Das Blech für ca. 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben, mittlerer Einschub.
Die Cremezutaten sollten jetzt auf Zimmertemperatur abgekühlt sein. Die Butter in einer Schüssel schön schaumig aufschlagen. Dann löffelweise immer abwechselnd das Puddingzeug und das Rhabarbergelee dazugeben. Zwischendurch immer schön rühren, damit sich eine homogene Masse bildet. Ist alles zusammengekippt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank zum Festwerden. 

Die Cupcakes sollten jetzt fertig sein, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Ich habe sie noch mit einem Zahnstocher mehrfach eingestochen und jeweils mit ca. 1 EL Rhabarbersirup von Voelkle getränkt. Wird irgendwie saftiger.

Ist alle kalt genug kann man die Creme in eine Spritzbeutel füllen oder so mit einer Palette auf die Cupcakes schmieren. Das ist Geschmackssache. Deko nach Wahl drüber und fertig.

Die Creme ist so unglaublich lecker, fruchtig und nur dezent säuerlich. Außerdem ist sie längst nicht so mächtig wie übliche Buttercreme. Da hat man beim Anschauen schon ein schlechtes Gewissen. Wer kann ernsthaft ein Törtchen essen auf dem eine halbe Packung Butter liegt? Ich nicht. Schöne Grüße auch an den Cholesterinspiegel ;-) Aber egal, diese Gewissensbisse hat man mit diesem Topping nicht!





PS: Ich hab das Rezept beim Wettbewerb von Christina`s catcy cakes eingereicht. Drückt die Daumen!



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