Mittwoch, 28. November 2012

Post aus meiner Küche "Weihnachts-Edition"

Genau wie viele, viele, viele von Euch schrecke ich in diesen Tagen voller Vorfreude jedesmal hoch, wenn es zu hause an der Tür klingelt. Es könnte ja der Postbote sein, der mein Tauschpäckchen von "Post aus meiner Küche" bringt.
Heute war es dann soweit, mein Päckchen von Hanna aus München ist angekommen! Also schnell freuen und auspacken! 
Der erste Eindruck ist auf jeden Fall schonmal toll. Ich mag es persönlich sehr, wen man einfaches Packpapier mit einem schönen Schleifenband oder wie hier mit Paketband und anderem Dekozeug kombiniert. Auch wenn noch November ist, stellt sich langsam weihnachtliche Vorfreude ein.


Beim Lesen von Hannas mitgeschickten Brief lief mir dann endgültig das Wasser im Mund zusammen. In meinem Päckchen befinden sich:
  • Lemon-Meltaways
  • Weihnachts-Cantuccini
  • Quarkstollen-konfekt mit Cranberries und Pistazien
  • Cranberry-Konfekt
  • Walnuss-Schoko-Ecken
Das klingt ja wohl schonmal unglaublich lecker. Genau wie ich mag Hanna übrigens auch nicht gerne dieses komische Zitronat-/Orangeat-Zeugs. Ich hab auch nie verstanden, warum man diese gummiartigen Würfelchen überall einbackt wo Weihnachten draufsteht. Von mir aus könnte man das Zeug aus dem Backregal verbannen! Egal, darum gehts ja jetzt auch gar nicht...



Im Uhrzeigersinn von vorne: Weihnachts-Cantuccini, Stollenkonfekt und Lemon-Meltaways.
Mein persönlicher Favorit sind definitiv die Cantuccini, die sind schön knusprig (aber nicht zu krümelig) und haben durch die ganzen Haselnüsse ordentlich Biss. Sehr, sehr lecker! 
Beim Stollenkonfekt fand ich toll, dass Hanna Cranberries eingebacken hat und nicht dieses, oben bereits erwähnte, Gummizeug, das man sonst an dieser Stelle erwartet hätte. Auch sehr lecker und schön mürbe. Der Favorit meines männlichen Lieblingtesters waren übrigens die Lemon-Meltaways, er mag Zitrone total gerne, und die Plätzchen haben einen tollen frischen Zitrusgeschmack und schmelzen wirklich fast auf der Zunge. Dabe schmecken sie so leicht und frisch, dass  man sie auch locker im Sommer backen könnte.


Im Vordergrund sieht man das Cranberry-Konfekt, von der Konsistenz erinnert es an weiche Geleefrüchte und ist schön fruchtig, nicht zu süß und hat eine leicht herbe Note. Ich mag es sehr gerne und ich wette das würde auch super zu Ziegenkäse passen.
Dahinter liegen die Walnuss-Schoko-Ecken. Laut Hanna sollten die eigentlich keksartig werden, haben aber eine ähnliche Konsistenz wie Brownies bekommen. Sie meint das seine "Zwittergeschöpfe" ;-)
Den Geschmack kann man sich in etwa so vorstellen, als hätte man einen Walnuss-Brownie mit Schoko-Cookies gekreuzt. Was kommt raus? eine super-leckere Kombi!

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Tauschpartnerin bedanken. Ihr Paket war allererste Sahne! Danke, liebe Hanna, ich bin vollauf begeistert. Hoffentlich hast Du an meinem Paket auch ein bisschen Spaß.

Und als ob diese Köstlichkeiten noch nicht genug wären, muss ich ja noch weiter voller Vorfreude die Tür aufmachen, schließlich wird der Postbote nur für mich nochmal klingeln und ein Päckchen vorbeibringen! Ich habe nämlich noch ein extra "PAMK"-Paket von Jessi (Coli`s Kitchen) gewonnen ;-) Weihnachten ist soooo toll!!!

Samstag, 24. November 2012

Ein Klassiker, der immer geht! Butterkuchen


In letzter Zeit komme ich kaum noch dazu, hier was neues zu posten. Das liegt aber nicht daran, dass in meiner Küche derzeit nichts passiert....von wegen! Wie natürlich jeder weiß, geht nächste Woche die Verschickerei bei "Post aus meiner Küche" in die nächste Runde und da muss noch einiges getan werden um das Päckchen zu füllen. Natürlich ist das ja aber noch alles streng geheim, daher psssttttttttt.....!!!!!

Daher gibt es jetzt an dieser Stelle das Rezept für einen spitzenmäßigen Lieblingskuchen von mir. Mag irgendjemand keinen Butterkuchen??? Ich kenne niemanden, aber natürlich meine ich auch nicht diese traurigen, an den Ecken harten, blassen, rechteckigen Platten, die man so in der deutschen Durchschnittsbäckerei finden kann. Ich meine frischen, warmen, selbstgemachten Butterkuchen direkt aus dem Ofen, mmmmhhhh!

Für eine kleine Form mit 18 cm Durchmesser braucht man:

Für den Teig:
  • 125 g Mehl
  • 8 g frische Hefe
  • 20 g Zucker
  • 60 ml lauwarme Milch
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 50 g weiche Butter
Für den Belag:
  • 50 g Butter
  • 40 g Zucker
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL gemahlenen Vanille

Das Mehl gibt man in eine Schüssel und drückt eine Mulde hinein. In diese Mulde wird dann die Hefe gekrümelt und ein Löffelchen vom Zucker dazugegeben. Mit einem kleinen Schuss Milch verrühren, die Schüssel mit einem Handtuch abdecken und am besten für 10 Minuten auf eine Heizung stellen (bei dem Sauwetter hab ich die auf jeden Fall an!). Nach 10 Minuten gibt man dann die übrigen Zutaten für den Teig zum Vorteig und verknetet alles, bis ein schön glatter, samtiger Hefeteigklumpen entstanden ist. Handtuch drüber und zurück auf die Heizung. Jetzt kann man sich eine Dreiviertelstunde mit was anderem beschäftigen, hat der Teig sein Volumen ungefähr verdoppelt ist er soweit, so richtig heftig auf die Arbeitsplatte geklatscht zu werden und ihn ordentlich durchzukneten. Ein Super-Agressionsabbau! Jetzt schon mal den Ofen auf 200° vorheizen.
Die Springform lege ich meistens mit Backpapier aus, da mir das aber zu aufwändig ist, einen exakten Kreis auszuschneiden, klemme ich einfach eine Lage Backpapier zwischen Rand und Boden, mache den Verschluss zu und schneide den Überstand außenrum ab. Den Rand fette ich dann schön mit Butter ein.
Den Teig kann man jetzt einfach so in die Springform reindrücken, er sollte möglichst überall die gleiche Dicke haben, damit er gleichmäßig aufgeht. Dann nimmt man einen Finger und piekt mehrere Mulden in den Teig hinein, dorthinein kommt dann flöckchenweise die übrige Butter. Den Zucker vermischt man mit Vanille und Zimt und kippt ihn gleichmäßig über den Teig und die Butter. Wenn man möchte, kann man jetzt auch noch ein paar Mandelstifte oder -hobel drübergeben, schmeckt aber auch ohne super!
Nach 20-25 Minuten im Ofen ist der Kuchen dann goldgelb und bereit sofort verschlungen zu werden. Der Teig ist so locker und luftig und hat so ein unglaubliches Butteraroma, dass man am liebsten gleich noch einen backen/essen möchte.



 

Samstag, 10. November 2012

Bananen-Walnuss-Fudge

Der Titel dieses Posts könnte auch heißen: "Wie man es schafft eine größtmögliche Menge an Kalorien auf kleinstmöglichem Raum unterzubringen"


Ich habe gestern das allererste Mal Fudge gemacht und frage mich, warum ich vorher noch nicht auf den Geschmack gekommen bin! Diese kleinen Würfel sind so unglaublich lecker! 
Ich hatte mich für ein Rezept mit Bananen entschieden, da ich noch ein paar ziemlich reife und braune rumliegen hatte, und die irgendwie verwerten wollte. 
Das Ergebnis hat mich geschmacklich total umgehauen. Ich finde, die schmecken wie eine Mischung aus gebackenen Bananen, die man im China-Restaurant zum Nachtisch isst und schön cremigen Karamellbonbons. Dabei sind sie aber nicht zäh und klebrig, sondern eher weich und mürbe mit knackigen Walnussstückchen. Die Fudgewürfel schmecken auch ohne Schokoglasur klasse, dann kommt nämlich der Bananengeschmack noch mehr durch, aber auch mit Schokolade sind sie ein Gedicht.... Ich glaub ich sabber schon wieder!
Für das Rezept braucht man mal wieder ein Zuckerthermometer, ich weiß nicht, ob es auch ohne funktioniert, falls es mal Jemand ausprobiert, würde es mich interessieren, ob es klappt!

Für ca. 30 kleine Würfel braucht man:
  • 200 g reife Bananen
  • 2 EL Honig
  • 1 EL Zitronensaft
  • 200 g Walnüsse (grob gehackt)
  • 400 g Zucker
  • 1 EL Glucosesirup
  • 50 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml Kondensmilch (10% Fett)
  • 100 g Zartbitterkuvertüre (nach belieben)
Die Bananen zermatscht man in einem kleinen Topf und gibt den Honig sowie den Zitronensaft dazu. Dann kocht man das ganze bei mittlerer Hitze ein, bis die ganze Masse dicker und etwas zäh wird. Das dauert so ungefähr 7-10 Minuten, dabei sollte man aber immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennt.

In einem anderen Topf  erhitzt man den Zucker mit 20 ml Wasser und dem Glukosesirup, der Zucker soll sich komplett auflösen. Dann gibt man in einem Schwung die Kondensmilch, die Butter und das Salz dazu. Jetzt muss man immer weiter umrühren, damit am Boden und in den Ecken nix anbrennt. Das fand ich etwas schwierig, da ich die Temperatur ziemlich hoch hatte, also lieber so bei mittlerer Hitze weiterkochen. Außerdem war mir irgendwie immer das Zuckerthermometer im Weg. Das ganze dauert dann auch ein Weilchen, bis die Zieltemperatur von 125° erreicht ist (Ca.10-15 Minuten).

Ist die Masse heiß genug, den ganzen Topf vom Herd ziehen und die Bananenmasse sowie die Walnüsse dazugeben und alles mit einem Holzlöffel durchrühren, bis alles schön vermischt ist. Dann kippt man die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte eckige Form und streicht alles glatt.

Nach ungefähr einer Stunde Abkühlen sieht die angeschnittene Masse dann aus wie auf dem Foto links! Ich musste mich ziemlich beherrschen, nicht immer wieder ein Eckchen abzuschneiden und zu probieren... ich wollte ja auch noch was in die Schokolade tunken. Das was übrig geblieben ist, habe ich dann in ca. 2x2 cm Würfel geschnitten. Fertig zum Tunken:
Dafür einfach die Zartbitterkuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Würfel bis zur Hälfte eintauchen, den Überschuss ablaufen lassen und kopfüber auf Backpapier aushärten lassen.



Ist die Schokolade fest, kann man die einzelnen Fudgewürfel am besten in kleine Pralinenförmchen setzen. Wenn man sie kühl und trocken lagert, halten sie sich ungefähr zwei Wochen, obwohl ich bezweifle, dass es jemand schafft sie so lange aufzubewahren.


Ich könnte mir vorstellen, dass ich von diesen Dingern sicherlich einige auch zu Weihnachten verschenken werde, denn ich finde, die machen auch optisch echt was her, vom Geschmack mal ganz zu schweigen!





Sonntag, 4. November 2012

Ich bin dann mal kurz ... Bienenstich-Cupcakes backen!

Heute gibt es an dieser Stelle meinen kleinen bescheidenen Beitrag zur Geburtstagswoche von Maria`s Blog "Ich bin dann mal kurz in der Küche". Die Regeln sind einfach: Nachbacken was das Zeug hält! Kein Problem, aber gerne doch! Da such ich mir doch ein nettes Rezept von ihrem Blog raus und los!

Ich wollte schon lange mal Bienenstich backen, schließlich ist das ein absoluter Klassiker und gehört zu meinen Kindheitslieblingskuchenerinnerungen, genauso wie Marmorkuchen oder Butterkuchen. Natürlich habe ich mich dann für die Bienenstichcupcakes entschieden, die Maria hier auf ihrem Blog vorstellt. Ich habe allerdings die Füllung verändert, da ich nicht sooo gerne weiße Schokolade mag (und außerdem war auch gerade keine da).






Für 10 kleine Bienenstiche braucht man also: 

  
 Für den Hefeteig:
250 g Mehl
12 g frische Hefe
30 g Zucker
110 ml lauwarme Milch
jeweils eine Prise gemahlene Vanille und Salz
35 g Butter 
1 Eigelb

Obendrauf:
 jeweils 80 g Butter, Zucker und gehobelte Mandeln

Für die Creme:
4 Blatt weiße Gelatine
1 Ei
200 ml Milch
100 ml Sahne
100 g Puderzucker
35 g Speisestärke
gemahlene Vanille
1 Prise Salz

Für den Hefeteig vermischt man die lauwarme Milch mit dem Zucker und der Hefe in einer Schüssel und lässt den Vorteig zugedeckt ca. 10-15 Minuten gehen. Es ist November, und kalt, also ab damit auf die Heizung. Danach gibt man die übrigen Zutaten hinzu und verknetet alles zu einem schönen geschmeidigen Hefeteig. Diesen stellt man dann wieder in der Schüssel für ca. 30 Minuten auf die Heizung, bis er sein Volumen ca. verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit sconmal die Creme machen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen und zur Seite stellen. Die Milch mit der Sahne, dem Puderzucker, Salz und Vanille in einem kleinen Topf kurz aufkochen lassen und die Speisestärke, die man vorher mit etwas kaltem Wasser angerührt hat, hinzugeben und dabei gut rühren, bis die Masse etwas andickt. Dann den Topf vom Herd ziehen, die ausgedrückte Gelatine hinzugeben und leicht abkühlen lassen. In der Jetzt das Ei trennen und das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Ist die Creme im Topf schon leicht abgekühlt, das Eigelb unterrühren und anschließend den Eischnee unterheben. Jetzt muss die Masse gut abkühlen.

Ist der Hefeteig fertig gegangen, in 10 gleichgroße Portionen zerteilen und jeweils in eine gefettete  Muffinmulde drücken. Nochmal 15 Minuten damit auf die Heizung.

Zucker mit Butter in einer kleinen Pfanne erwärmen und so lange kochen, bis heller Karamell entsteht, die Mandelblättchen unterrühren. Das Gemisch kommt dann auf die kleinen Hefeklöße im Muffinblech.

Jetzt Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben (170°) und nach 20-25 Minuten wieder rausholen. Die kleinen Hefekuchen müssen jetzt vollständig auskühlen und können dann mit er Creme gefüllt werden. Am besten schmecken sie, wie jedes Hefegebäck (außer Stollen) ganz frisch.

Danke Maria, für das schöne Rezept! Die kleinen Dinger sind wirklich lecker


 

Mittwoch, 31. Oktober 2012

selbstgemachte Himbeerbonbons

Ich wollte schon sooo lange mal wieder selber Bonbons machen. Wie ich drauf gekommen bin, weiß ich allerdings auch nicht mehr. Ich kann mich dran erinnern, dass ich als Kind häufiger mal versucht habe Karamell-Bonbons selber zu machen, aber irgendwie sind die nie richtig fest geworden und zum Schluss musste man das ganze klebrige Zeug einfach so aus der Schale kratzen und aufschlecken. 


Jahre (... oder doch besser Jahrzehnte...) später und um einiges an Küchenerfahrung reicher, würde ich so was natürlich nie, nie wieder ohne das passende Equipment angehen ;-) Wer jemals versucht hat, spontan in einer 160.000 Einwohnerstadt, ein Zuckerthermometer zu kaufen, der weiß, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist. Also hab ich mir lieber gleich ein Rezeptbuch inklusive passendem Thermometer bestellt.
Das Buch heißt "Bonbons und Karamell selbst gemacht" von Hege Marie Köster und enthält viele schöne Rezepte und Tipps um die teilweise etwas widerspenstige Zuckermasse in den Griff zu bekommen. 

Meine Lieblingsbonbons waren und sind noch immer: Himbeerbonbons 

Dafür gibt es in dem Buch leider kein Rezept, aber mit ein bisschen Improvisation klappts genauso gut

Man braucht:
  • 20 g Brausepulver mit Himbeergeschmack (z.B Ahoi-Brause)
  • 300 g Zucker
  • 1 EL Glucosesirup
  • 1/2 TL Zitronensäure
  • etwas geschmacksneutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • pinke Lebensmittelfarbe
Außerden braucht man: 1 Silikonmatte, 1 Zuckerthermometer, 2 Töpfe (einer etwas kleiner als der andere), eine Edelstahlpalette, 1 Paar Gummihandschuhe, 1 Paar dünne Baumwollhandschuhe (gibts in der Drogerie bei der Handcreme und so), Löffel, Zahnstocher, Schere.
So sollte der Arbeitsplatz dann aussehen: 

Man sollte sich wirklich zwingen, sich immer so gut vorzubereiten, das würde auch beim Backen sicherlich viel Frust vermeiden.....
Klappt bei mir aber nie! (Auf dem Foto hab ich natürlich auch mal wieder die Schere vergessen!)

Die Silikonmatte sollte man bevor es losgeht dünn mit Öl einreiben, dann klebt die Zuckermasse später nicht fest und lässt sich leicht verarbeiten. in dem kleineren Topf 75 ml Wasser mit dem Zucker und dem Glucosesirup zum Kochen bringen und dabei NICHT umrühren (sonst bilden sich Zuckerkristalle). In der Zwischenzeit schonmal den anderen Topf ca. zu Hälfte mit kaltem Wasser füllen und daneben stellen.
Wenn die Zuckermasse kocht kann man das Zuckerthermometer in den Topf stellen oder hängen.

Jetzt wird es Zeit mal langsam die Baumwollhandschuhe anzuziehen und sich damit in die Gummihandschuhe zu zwängen. Das ist wichtig, damit man die fertige Masse mit den Händen weiterverarbeiten kann, ohne sich richtig böse Verbrennungen einzuhandeln. Das Zeug ist nämlich teuflisch heiß! So wartet man jetzt also vor dem Topf, bis das Thermometer genau 152° anzeigt. So ca. bei 130° hats natürlich an der Tür geklingelt, also schnell Handschuhe aus, dem Zalando-Boten das Päckchen entreißen, Handschuhe wieder an und dann fix zurück zum Topf.

Ist die Zieltemperatur erreicht, schnell den Topf von der Platte nehmen und sofort kurz in den zur Hälfte mit Wasser gefüllten anderen Topf stellen, um die Zuckermasse etwas runterzukühlen. Dann gleich wieder raus mit dem Topf und die Masse auf die geölte Unterlage kippen. Ich hatte erst Angst, dass alles zu den Seiten runterläuft, das passiert aber nicht!

Der rote Fleck in der Mitte ist die Lebensmittelfarbe, die ich mit einem Zahnstocher daraufgegeben habe. Dann auch noch die Zitronensäure und das Brausepulver drüberstreuen. Das nächste Mal würde ich die Brause vorher fein mahlen, wenn man es nicht macht, bleibt die Oberfläche der Bonbons beim Lutschen etwas rau, stört aber erst wenn man ca. 20 nacheinander gegessen hat ;-)
Sind alle Zutaten auf der Masse faltet man sie mit der Palette immer wieder vom Rand in die Mitte. Ich hätte das auch gerne fotografiert, aber dafür fehlte mir eine dritte Hand! Das ganze macht man so lange, bis man die Masse mit den Händen (die natürlich immer noch in den zwei Handschuhen stecken) anfassen kann. Vorsicht! Heiß!

Die Zuckermasse wird beim Abkühlen immer fester, man muss also zügig arbeiten. Ich habe eine Hälfte zu einer Rolle geformt, sie in der Mitte zusammengenommen und um sich selbst gezwirbelt (das sieht später schöner aus). Die andere Hälfte der Masse sollte man gleichzeitig mit einer Ecke der Silikonmatte etwas zudecken, damit sie nicht auskühlt und fest wird. Dann mit dem Rest genauso verfahren. Ist man mit der Dicke des Strangs zufrieden, einfach mit der Schere Stückchen abschneiden. Geht total einfach und heraus kommen schöne, gleichmäßige, eckige Bonbons.

Die Bonbons sind total lecker und schön säuerlich. Am besten hebt man sie in einem luftdicht verschlossenen Schraubglas auf.

Auch eine super Idee zum Verschenken, wie ich finde. Einfach etwas nett verpacken, und fertig!



Sonntag, 28. Oktober 2012

Spooky Halloween Cupcakes


Bald ist es wieder soweit, Halloween naht. Aber außer, dass es dann ständig an der Tür klingelt, und mal mehr, mal weniger gruselig verkleidete Kinder Süßigkeiten von mir haben wollen, habe ich damit eigentlich nicht viel am Hut. In der ganzen Nachbarschaft stehen jetzt schon geschnitzte Kürbisse rum, die langsam aber sicher, besonders bei dem sonnigen Wetter der letzten Tage, vor sich hinschimmeln. Das sieht dann wirklich langsam gruselig aus. 
Nichtsdestotrotz ist Halloween natürlich ein Paradies für Fondantfans und Bastelfreaks. Man kann schon lustige Sachen kaufen, bei der Tortenshow vor einigen Wochen habe ich so viel Kram gesehen! Gussformen für Hexenfinger, Kürbisbackformen und fertiges, essbares Blut aus der Flasche, um nur einiges zu nennen. Braucht man nicht wirklich, die Saison dafür ist ja doch ziemlich kurz. Man kann aber auch ohne den ganzen Krempel ein paar lustig-gruselige Sachen machen, z. B Cupcakes. 


Alle Cupcakes sind Devils-Food-Cupcakes aus meinem Magnolia-Bakery-Cookbook. Im Grunde sind es also einfache Schokoladen-Cupcakes, getränkt mit etwas Amaretto und bestrichen mit Schokoladenganache.

Für die Augapfel-Cupcakes habe ich einen Cupcakes zerbröselt und mit ein bisschen Ganache Cakepops hergestellt. Dann einfach mit etwas dünn ausgerolltem, weißen Fondant überziehen, anmalen und mit rot gefärbten Icing auf den zuvor mit schwarzem Fondant überzogenen Cupcake kleben. Mir persönlich sind die Augäpfel etwas zu groß. Beim nächsten Mal würde ich die etwas kleiner formen.


Das hier sollen Glasscherben sein, die in einer Wunde stecken. Über Nacht sind die "Glasscheiben" leider etwas trübe geworden, gestern sahen sie noch besser aus. Die Idee hab ich übrigens von Martha Stewart.
Links vorher, rechts nachher...




Hier ein "Offenes-Grab-Cupcake", wer auch immer hier beerdigt war, ist nicht mehr da! Einen Grabstein aus schwarzem Fondant formen, mit etwas rotem Icing R.I.P. draufschreiben und auf den mit grünem Fondant überzogenen Cupcake kleben. Ich hab zur Sicherheit noch einen Zahnstocher reingesteckt, damit der Grabstein nicht umfällt. Dann aber bloß aufpassen beim Essen..... Zum Schluss einfach mit einem Messer, o.Ä. ein kleinen Loch "ausheben" und auf die Seiten schaufeln. Da trifft es sich natürlich gut, dass ich Schokocupcakes gebacken habe!

                                                                                 
 Für den Kürbis braucht man bloß den Cupcake mit ein bisschen orangenem Fondant überziehen, oben einen braunen Stiel raufsetzen und mit einem Zahnstocher ein bisschen eindrücken, so dass es etwas plastischer aussieht. Das Gesicht habe ich mit etwas verdünnter schwarzer Farbe mit einem Pinsel aufgemalt. Leider habe ich keinen Farbstift, das wäre sicher noch besser gegangen.
 Die Mumie finde ich eigentlich fast am besten. Dafür braucht man den Cupcake theoretisch nicht mal mit Ganache überziehen (natürlich schmeckt es mit Extra-Schokolade noch besser, ich meine ja auch wirklich nur "theoretisch"). Es reicht schon, dünn ausgerollten Fondant in Streifen zu schneiden und einfach kreuz und quer drüberzulegen. Mit einem Messer ein bisschen unter das Papierförmchen schieben und fertig. Noch zwei Augen drauf und das wars. Geht total schnell und einfach und sieht super aus!
 Bei diesem grünen Ding habe ich gedacht, das könnte eventuell aussehen wie Monsterpickel. Wirklich überzeugt hat mich das Ergebnis dann aber doch nicht :-(

Wenn man erstmal angefangen hat, fallen einem immer mehr verrückte Ideen ein. Z.B. habe versucht Erbrochenes aus Fondant zu formen, aber dann doch aus ästhetischen Gründen irgendwann aufgegeben. Wer will denn sowas essen??? Aber lustig wärs... Fall jemand eine Idee hat, wie das am Besten funktionieren könnte, wäre ich sehr interessiert ;-)





Dienstag, 23. Oktober 2012

jetzt was herbstliches...Kürbis wird nie langweilig!



In den letzten Tagen und Wochen habe ich, aus aktuellem Anlass (Herbst), auf den verschiedensten Blogs sooo viele Rezepte über Kürbisse gelesen, dass ich mich immer wieder wundere, wie vielseitig die Dinger sind. Ich koche und esse sehr gerne Kürbissuppe, schön scharf mit Ingwer und Chili und Orange, weil mir der letzte Hokaido-Kürbis aber ein bisschen zu groß war, dachte ich, ich könnte den Rest noch zu einem Nachtisch verarbeiten. 
Ich wollte schon immer mal einen Kürbis-Pie backen! Dies scheiterte allerdings daran, dass ich keine Pie-Form besitze, also hab ich bisschen improvisiert. Heraus kamen 12 kleine Mini-Kürbis-Pies, gebacken in einer Muffinform. Die kleinen Dinger sind richtig, richtig lecker und schön saftig. Sie lassen sich auch wunderbar einfrieren (wenn welche übrig bleiben). 

Für 12 Mini-Kürbis-Pies braucht man: 

Für den Mürbeteig: 
  • 250 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  •  75 g Zucker
  •  1 Ei
  • 125 g Butter

Für die Füllung:
  •  350 g Kürbismus (selbstgemacht aus gekochtem oder gebackenem Kürbis)
  • 100 g brauner Zucker
  • 1/2 Teelöffel gemahlenen Ingwer 
  • 1/2 TL gemahlenen Muskatnuss
  • 1 TL Zimt
  • 3 Eier
  • 150 ml Sahne 
  • 1-2 EL Speisestärke
Für den Teig verknetet man zuerst alle Zutaten zu einem Teig, klopft ihn platt, wickelt ihn in Frischhaltefolie und legt ihn für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank. Gleichzeitig fette ich auch schonmal die Muffinförmchen mit Butter aus, bestäube die Mulden mit wenig Mehl und stelle sie ins Tiefkühlfach. Der Teig backt dann später darin schön gleichmäßig!
In der Zwischenzeit kann man schonmal die Füllung vorbereiten. Ich habe den (ungeschälten) Hokaido-Kürbis erstmal für ca. 20-30 Minuten bei 180° im Ofen gebacken, zwischendurch mal testen ob er schon weich genug ist, um ihn durch eine Kartoffelpresse zu drücken oder im Mixer zu zerkleinern. Ist er es, entweder das eine oder das andere tun, um ihn zu Mus zu verarbeiten. 
Ist er so richtig schön fein püriert, einfach die übrigen Zutaten zugeben und verrühren. Die Speisestärke sollte man vorher lieber mit wenig Wasser glatt rühren, dann verteilt sie sich besser und es entstehen keine Klümpchen. Nicht wundern, die Masse ist relativ flüssig, wird später aber fester.

Den Backofen schon mal auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen!

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und die erste Hälfte ca. 1/2 cm dick ausrollen. Ich habe dann mit einer Teetasse Kreise ausgestochen, die wunderbar in die vorbereitete und tiefgekühlte Muffinform passten, der Rand sollte so ca. 2-3 cm hoch sein. Mit der zweiten Hälfte des Teiges genauso verfahren und auch in die Förmchen eindrücken. Mit einer Gabel ca.2-3x in jede Mulde stechen. 

Nun die Kürbismasse gleichmäßig auf alle 12 Törtchen verteilen und die Form dann für 40-45 Minuten im Ofen backen, bis der Mürbeteigrand schön golden ist und die Kürbisfüllung auf Druck leicht federnd nachgibt.


Mir schmecken die Törtchen schon heiß aus dem Ofen exzellent, aber nach einem Tag sind sie richtig schön durchgezogen und haben noch mehr Aroma! Sehr, sehr lecker und schön herbstlich!





 










 Und jetzt nochmal ein kleiner Nachtrag.... and the winner is..!


Es ist schon ein Weilchen her, dass mir der Award von Tortenpoesie verliehen wurde, und leider bin ich noch nicht dazu gekommen ihn an 5 4 tolle Blogs weiterzugeben. Dies möchte ich aber nun an dieser Stelle höchst feierlich tun!
Ein paar kleine Regeln gibt es bei diesem Award noch zu beachten:
1. Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben, ist also noch in den Kinderschuhen.
2. Man muss über den Award auf seinem Blog berichten.
3. Den Blog des Nominators muss man auf seinem Blog verlinken, damit auch dieser bekannter wird.
4. Gebe den Award an 5 Blogger weiter und berichte ihnen von der Nominierung.
5. Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog.

Also, diese Blogs kann ich nur weiterempfehlen und sie jedem wärmstens ans Herz legen, diesen Award reiche ich weiter an:

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