Donnerstag, 28. Februar 2013

Slutty Brownies - mit oder ohne Oreos?

Heute gibt es an dieser Stelle in Rezept aus der Lecker Bakery II. Ich brauche scheinbar immer etwas länger, schließlich hat schon gefühlt (fast) jeder die komplette dritte Ausgabe nachgebacken. Trotzdem entdecke ich auch in den anderen Heften immer wieder Rezepte, die mir noch nach Monaten ins Auge springen. 
Ich war auf der Suche nach einem Rezept für einen Kuchen, den ich gut vorbereiten und transportieren konnte, da er als Proviant für eine Kohlfahrt dienen sollte. Handliche Stücke für 15 Leute, ne Sahnetorte ist da eher unpraktisch. In diesem Fall waren es also die Slutty Brownies, die mir ins Auge sprangen ... Brownies auf Cookieteig gebacken mit Oreo-Füllung.


 
An dieser Stelle möchte ich nochmal kurz erwähnen, dass ich diese komischen Oreos für absolut überschätztes Gebäck halte. Gefühlt tauchen in jeder Lecker Bakery Ausgabe mindestens 2 Rezepte auf, die auf Oreos basieren auf. Es gibt Milchshakes und Eis mit Oreogeschmack, und in der Werbung will mir so ein kleiner Hosensch***** erzählen, wie ich meine Kekse essen soll! Die Marketingstrategie dieser Schokokekse ist wirklich beachtlich!



 Laut Herstellerangabe handelt es sich dabei um "Kakaokekse mit einer Crèmefüllung mit Vanillegeschmack (29 %)".  Wenn irgendetwas, sei es eine Cremefüllung, ein Jogurt etc. mit Vanille-, Erdbeer- oder sonstigem -geschmack wirbt, dann kaufe ich es normalerweise nicht. Auf der Zutatenliste tauchen echte Vanille, Erdbeeren etc. nicht auf und ich habe keine Lust mir von irgendwelchen Lebensmittelchemikern vorgaukeln zu lassen, dass das, was ich da esse, so schmeckt als wären Vanille, Erdbeeren oder ähnliches drin. Nö!

Normalerweise verzichte ich fast völlig auf jede Art von Fertigprodukten und kaufe sowas nicht. Ich möchte wissen, was ich esse, insbesondere wenn ich mir die Mühe mache mich in die Küche zu stellen und einen Kuchen zu backen. Darum ist mein Vorabfazit für diese Brownies: Sehr, sehr lecker und saftig und schokoladig, aber diese komischen Kekse stören mich. Nächstes Mal werde ich die Dinger ohne Oreos backen. Ich weiß, ich bin da vielleiht etwas kleinlich und überempfindlich... aber so bin ich halt ;-)

Am Rande möchte ich auch nochmal bemerken, dass diese Oreos nicht super spektakulär schmecken. Mich haben sie eher an die gute alte Prinzenrolle aus meiner Kindheit erinnert, aber da ist ja weder der Name, noch die Optik oder die Werbestrategie in irgendeiner Weise cool.

Die Zutaten reichen für eine 20x25 cm große eckige Back- oder Auflaufform.

Für den Cookieteig braucht man:
  • 50 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 125 g weiche Butter
  • 175 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 175 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 175° vorheizen. Für den Cookieteig die Butter mit Zucker und Salz cremig rühren. Ist alles schön fluffig, das Ei dazugeben und unterarbeiten. Mehl mit Backpulver und gehackter Schokolade mischen und unter die Butter-Zucker-Ei-Mischung rühren. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form zu streichen, fand ich ganz schön kniffelig. Den Teig gleichmäßig zu verteilen ist gar nicht so einfach, da der Teig ja nicht auf dem Backpapier haftet (soll er ja auch eigentlich nicht). Irgendwie hat´s dann aber doch geklappt.


 Für den Brownie-Teig:
  •  200 g Zartbitterkuvertüre
  • 250 g Butter
  • 3 Eier
  • 75 g Zucker
  • ausgekratztes Mark von 1 Vanilleschote
  • 75 g Mehl
  • 1 Prise Salz
Wer möchte braucht auch noch 250 g Oreo-Kekse, kann man aber auch ruhigen Gewissens weglassen. 

Die Kuvertüre zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen. In einer anderen Schüssel die Eier mit Zucker, Salz und Vanille schaumig rühren. Die Butterschokolade langsam dazugießen und verrühren, zum Schluss das Mehl unterheben.

Auf dem Cookieteig verteilt man die Oreos und gießt dann den ganzen Brownieteig drüber. Jetzt die Form in den Ofen stellen und 30-35 Minuten backen.




Vor dem Anschneiden unbedingt abkühlen lassen. Direkt aus dem Ofen ist der Kuchen zwar saulecker, aber auch noch total weich und lässt ich schlecht portionieren. Je kälter er wird, desto fester ist er auch. Das Endergebnis ist ein extrem saftiger, schlotziger Schokoladenbrownie. Wie gesagt, ich brauche die Keksschicht dazwischen nicht. Alternativ könnte ich mir vorstellen nächstes Mal etwas mehr Browniemasse zu machen und gehackte Walnüsse drunterzugeben. Schmeckt bestimmt auch super. Besonders zum Vorbereiten und Transportieren sind die Brownies echt praktisch, da sie sehr lange frisch und saftig bleiben und man zum Essen nicht mal eine Gabel braucht. Super für unterwegs!



Wie ist es bei Euch? Seid ihr auch im Oreo-Wahn oder eher nicht? Würde mich wirklich mal interessieren ;-)

Liebe Grüße,
Sarah



Mittwoch, 20. Februar 2013

Himbeer-Cupcakes + "Was tun bei geronnener Buttercreme"



Es ist Februar und ja im Moment immernoch ziemlich kalt. Kaum hat man den ganzen Weihnachtstrubel hinter sich, den Stollen aufgegessen und die letzten Keksdosen ausgeleert, kommt die Zeit in der man mal langsam wieder Lust auf was fruchtig-frisch-säuerliches hat, um den bevorstehenden Frühling einzuläuten.
Da frisches heimisches Obst ja derzeit noch nicht angesagt ist, kaufe ich im Winter auch gerne mal tiefgekühlte Himbeeren. 

Zum Geburtstag meines Lieblingskuchentesters (und meines schärfsten Kritikers) habe ich für ihn und alle seine Kollegen massenweise Cupcakes gebacken. Das Rezept dafür hatte ich bei Half Baked gesehen, eigentlich handelt es sich dabei um Champagner-Himbeer-Cupcakes zum Valentinstag, aber lohnt sich das wirklich, sündhaft teuren Champagner in Kuchen zu verbacken?? Ich denke nicht. Zwei Piccolöchen eines 08/15-Schaumweines haben es meiner Meinung nach genauso getan :-)

Die im Originalrezept vorgesehene Buttercreme wollte ich so aber nicht machen, da ich ein säuerlich-frisches Topping wollte und keine rosa Butterhaube. Ich mag diese amerikanische (ist es doch, oder?) Buttercreme nicht wirklich. Für meinen Geschmack ist sie einfach zu fest, zu süß und definitiv zu fettig.

Stattdessen habe ich eine Buttercreme mit hohem Fruchtpuddinganteil gemacht. Ist das dann eigentlich deutsche Buttercreme? Ich kenn mich in diesen Klassifizierungen nicht wirklich gut aus, neulich hab ich aber noch von italienischer BC gelesen... und dann gibt es ja auch noch Swiss-Meringue-BC....keine Ahnung, was das alles bedeutet. Ich glaube, da gibt es bei mir noch massig Aufklärungsbedarf!

Für 30 Cupcakes braucht man:
  • 660 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 240 g weiche Butter
  • 360 g Zucker
  • 240 ml Sekt
  • 5 Eiweiß Größe L
  • das Mark aus einer Vanilleschote
Den Ofen auf 180° vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver vermischen und zur Seite stellen. In einer anderen großen Schüssel mit dem Handrührer die Butter mit der Vanille fluffig schlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Nach und nach das Eiweiß unterschlagen, bis alles schön schaumig ist. Jetzt nach und nach das Mehl, abwechselnd mit dem Sekt, in die Butter-Ei-Masse geben, dabei alles aber jeweils nur kurz und nicht zu lange verrühren. 
Die Muffinförmchen zu 2/3 mit dem Teig füllen und für ca. 18 Minuten im Ofen fertig backen. Mit dem übrigen Teig genauso verfahren. Bei mir hat´s für genau 30 Stück gereicht. 

Bitte nicht wundern, dass die fertigen Cupcakes ziemlich blass geraten.... im Teig ist kein Eigelb, das sieht irgendwie gewöhnungsbedürftig aus wie ich finde.... aber auf jeden Fall was für Cholesterienbewusste, haha! Besonders mit der Cremehaube, 
und die kommt jetzt:

  • ca. 600g aufgetaute Himbeeren
  • 45 g Speisestärke
  • etwas Zucker zum Abschmecken
  • ca. 50-100 ml Sekt
  • 250 g zimmerwarme Butter
Die Himbeeren durch ein Sieb passieren um alle Kerne zu entfernen. Insgesamt braucht man für die Creme 500g Masse, das Himbeermark also einfach mit der entsprechenden Menge Sekt auffüllen, ein paar cl mehr oder weniger sind da sicher nicht schlimm. Das Fruchtpüree mit etwas Zucker aufkochen, die mit etwas kaltem Wasser glattgerührte Stärke einrühren und ca. 5 Minuten kochen lassen bis die Masse gebunden hat und der Stärkegeschmack verschwunden ist.
Der Fruchtpudding muss jetzt auf Zimmertemperatur abkühlen um die gleiche Temperatur zu erreichen, die die Butter hat. Ist es soweit schlägt man die Butter in einer Schüssel mit dem Mixer kräftig auf, bis sie fluffig ist, und gibt esslöffelweise den Pudding dazu. Immer alles ordentlich verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Bei Bedarf nochmal mit etwas Puderzucker nachsüßen.

Ich habe den Pudding am Abend vorher gekocht, über Nacht in den Kühlschrank gestellt und nicht früh genug wieder rausgenommen. Was kam raus?
Das:

geronnene Buttercreme
So soll das natürlich nicht aussehen! Der Geschmack war gut, die Optik aber eher unterirdisch! Ich wollte mir aber nicht die Blöße geben ein ganzes Blech misslungener Cupcakes abzuliefern (erinnert mich irgendwie an einen Salamihut oder so!).
Die Lösung hab ich online schnell gefunden: Der Trick ist, die Schüssel mit der missglückten Creme vorsichtig über dem Wasserbad zu erhitzen und dabei mit dem Handrührer immer weiter zu schlagen, bis die Creme sich verbunden hat. Das Problem war ja einfach, dass beide Massen eine unterschiedliche Temperatur hatten und so nicht emulgieren konnten. Zumindest stelle ich mir das mit meinem physikalischen Halb- äääh Viertelwissen so vor. Erwärmt man also alles leicht, gleichen sich die Temperaturen an, Butter und Pudding verbinden sich und es entsteht eine wunderschöne Buttercreme!


Die Creme hab ich ziemlich unordentlich auf die Cupcaes gespritzt, denn meine Technik ist nicht sonderlich ausgereift. Trotzdem finde ich, das Ergebnis sieht sehr lecker aus. An den Bestimmungsort haben es dann auch nur 28 Törtchen geschafft ... ich weiß auch nicht was mit den anderen beiden passiert ist ;-)


Endlich geht`s wieder los mit locker-leichten Sachen und Zimt und Sternanis kann man für die nächsten Monate in der Schublade verstauen!

Liebe Grüße,
Sarah

Dienstag, 12. Februar 2013

winzigkleine Kokos-Himbeer-Gugl


Endlich, endlich... ich hab es geschafft mir auch dieses Gugl-Buch inklusive Silikonform für winzige Mini-Guglhupfe zu kaufen. Schon lange bin ich um das Buch rumgeschlichen und hab erst jetzt zugeschlagen. Auf sämtlichen Backblogs sieht man diese hübschen kleinen Kuchen für die es sich kaum lohnt abzubeißen, sondern die man am besten in einem Haps herunterschlingt.
Also eigentlich soll man sie ja langsam genießen, aber das kann man ja auch noch beim zweiten oder dritten oder vierten oder fünften....
Das ist ja gerade so schön daran! So ein Mini-Gugl ist so klein, dass man ruhig auch öfter zulangen kann ... die Dinger haben doch gar keine Kalorien .... oder? Ach Quatsch, bei der Größe?



Wer jetzt glaubt, so wie ich zunääächst, die Dinger sind so klein, die machen bestimmt auch nur ganz wenig Arbeit, der hat sich in den Finger geschnitten. Ich habe bisher drei oder vier Rezepte aus dem Buch ausprobiert und war doch immer wieder überrascht, wie lange es dauert auch nur kleinste Zutatenmengen so zu verarbeiten, dass ein passables Törtchen draus wird. So mancher Cupcake-Teig ist mit deutlich weniger Aufwand zusammengeklatscht, aber was solls! Wenn ich nicht gerne backen würde, könnte ich mir den ganzen Zinnober ja auch gleich sparen und mir schön ne Coppenrath und Wiese Torte auftauen (schauder!)

Die ausprobierten Kokos-Himbeer-Gugls sind auf jeden Fall ganz köstlich geworden und werden definitiv nochmal gebacken!

Für 18 Stück braucht man:
  • 30g Butter
  • 20g Marzipan
  • 20g Puderzucker
  • 1/4 Vanilleschote
  • 1TL Rum (wer das mag)
  • 1 Ei
  • 25g Mehl
  • 15g gemahlene Mandeln
  • 25ml Milch
  • 35g Kokosraspel
  • 35 g tiefgekühlte Himbeeren
  • ein bisschen zerlassene Butter zum Ausfetten der Form
Den Backofen auf 210° C vorheizen und die Silikonform dünn mit der zerlassenen Butter auspinseln. Laut Buch soll man die Form auch noch mit Mehl ausstäuben, das ist aber eigentlich gar nicht nötig. Die Gugl lösen sich trotzdem aus der Form, kann man sich also sparen!

In einem kleinen Topf erwärmt man dann das Marzipan zusammen mit der Butter, bis eine homogene Masse entstanden ist. Puderzucker, die ausgekratzte Vanille und den Rum gibt man dazu und rührt alles glatt. Den Topf vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.
Als nächstes kommt das Ei dazu, laut Buch soll man alles sehr schaumig schlagen. Bei mir sah "sehr schaumig" so aus, dass sich oben auf der Flüssigkeit einige wenige Luftblasen abzeichneten, also genau so wie`s sein sollte... Egal, funktioniert trotzdem! Das Mehl und die Mandeln abwechselnd mit der Milch dazugeben und verrühren.

Die Kokosraspeln kann man dann rösten oder nicht, je nachdem wieviel Zeit und Lust man hat. Ich glaube, die fertigen Gugl schmecken nicht weniger gut, wenn man diesen Schritt unter den Tisch fallen lässt! Auf jeden Fall auch zum Teig geben, egal ob geröstet oder nicht.

Die tiefgefrorenen Himbeeren hab ich zwischen Daumen und Zeigefinger in diese einzelnen kleinen Kügelchen zerrieben, das dauert ungefähr so lange bis alles Gefühl aus den Fingerspitzen verschwunden ist. Alternativ könnte man die Beeren auch auftauen lassen und mit einer Gabel zerdrücken. Wie man möchte. Die Himbeeren auch zum Teig geben und unterrühren.

Den fertig gemixten Teig gibt man dann in einen Spritzbeutel um damit die einzelnen Silikonmulden zu befüllen. Das kann ich auch nur ganz wärmstens empfehlen, da mein erster Versuch, bei dem ich den Spritzbeutel nicht dreckig machen wollte und stattdessen einen Teelöffel genommen habe, eher nicht so schön war. Also lieber Beutel nehmen und die Kuchenformen gleichmäßig rundrum befüllen.

Nach 13 Minuten im Ofen sind die 18 leckeren kleinen Gugl dann fertig. Am besten noch einige Minuten in der Form auskühlen lassen, dann kann man sie besser rausholen! Mit Puderzucker bestäuben, Fertig!


 



Die kleinen Gugl sind, wie ich finde, eine sehr schöne Alternative falls man mal keine Lust auf Kekse (klein) und schon gar nicht auf ein großes Stück Kuchen (saftig) hat. So hat man von beidem nämlich das Beste in einem Gugl (klein und saftig)!

Also: Schnell mal was gugln geht immer! (Das Wortspiel musste sein, haha)

Schöne Grüße,
Sarah

Donnerstag, 31. Januar 2013

Was schmeckt noch besser als Käsekuchen?

... Genau! Schokoladen-Käsekuchen.....!
Während das ganze Blog-Universum die 3. Lecker-Bakery in der Hand hält und kräftig drauflosbäckt, hab ich vor kurzem ein extrem leckeres Rezept aus der 2. Ausgabe gebacken. Wer Zeitschriften am liebsten von hinten durchblättert, wird sofort darauf gestoßen sein! Letzte Seite: der Bittersweet Chocolate Cheesecake von Leila Lindholm.


Ich esse sehr gerne Käsekuchen, aber mindestens genauso gerne Schokoladenkuchen: die perfekte Verbindung ist also ein saftiger Schokoladen-Käsekuchen! Und dieses Exemplar war wirklich unglaublich lecker und saftig und schokoladig und käsig und einfach nur gut!

Das Original-Rezept ist für eine 24er Springform ausgelegt, ich habe ein kleines Törtchen mit 12 cm Durchmesser und einen Kuchen mit 22 cm Durchmesser daraus gebacken.
Für meinen Geschmack waren die Mengenangaben für den Boden jedoch viel zu viel, daher hab ich mal alles nach unten korrigiert.

Also, man braucht:
  • 300 g Butterkekse
  • 2 EL ungesüßtes Kakaopulver
  • 80 g Butter (zerlassen)
  • 500 g Frischkäse (Doppelrahm)
  • 3 Eier
  • 80 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 150 ml Schlagsahne
  • wer mag 2 El Rum
  • Walnüsse zum Dekorieren
Für den Boden sollte man die Butterkekse so fein mahlen wie`s nur geht. Entweder in einer Kuchenmaschine oder im Gefrierbeutel mit dem Nudelholz. Je nach Lust und Laune, aber sehr fein sollte es werden. Ist alles wirklich pulvrig fein kann man den Kakao dazugeben und alles mit der zerlassenen Butter vermischen bis buttrige Brösel entstehen. 

Auf dem unteren Foto sieht man, wieviel ich noch von der Masse über hatte, nachdem ich den Boden beider Springformen ca. 1/2 cm hoch bedeckt hatte. Deshalb hab ich die Mengenangaben etwas runtergeschraubt!




Die Bröselmasse in der Springform schön andrücken und im vorgeheizten Ofen bei 180° für 6 Minuten backen, dann  rausnehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit wird die Füllung zusammengerührt.

Frischkäse mit Zucker, Vanillemark und Eiern zu einer homogenen Masse verrühren. Wer einen Geschirrspüler hat, zuviel Zeit und zu viele Schüsseln, der kann die Schokolade zerbrechen und über einem Wasserbad schmelzen lassen. Alle anderen, inklusive mir, erhitzen die Sahne in einem Topf, geben die Schokolade in Stückchen zerteilt dazu und warten, bis sich der Schmodder aufgelöst hat. Dann den Alkohol dazu und alles unter die Frischkäsemasse rühren. Jetzt wundert Euch bitte nicht, dass die ganze Soße total flüssig ist, Ich habs erst auch nicht geglaubt, aber der Kuchen wird tatsächlich fest!

Die fertige Schokoladen-Frischkäse-Masse kippt man auf den Keksboden und legt ganz vorsichtig (wie kleine Papierschiffchen) die Walnüsse, ohne dass sie untergehen! Wie gesagt, die Masse ist echt sehr flüssig.
Den Kuchen bäckt man dann bei 150° etwa 1 Stunde. Mein kleiner Kuchen mit 12 cm Durchmesser war etwas früher fertig, da muss man einfach mal nachschauen und mit dem Finger in die Mitte tippen. Spürt man einen Widerstand, ist der Kuchen fertig, wenn nicht, dann nicht, und er muss noch ein bisschen!

Heraus kommt ein wirklich extrem leckerer, saftiger Schokoladenkuchen, der auch nach 3 Tagen noch wunderbar schmeckt. Auch zum Einfrieren ist er gut geeignet. Also los und ran ans Nachbacken. Ich kann ihn wärmstens empfehlen!



Mögt ihr auch so gerne Käsekuchen? Klassisch oder nicht? Mit Rosinen oder ohne?

Liebe Grüße,
Sarah

Samstag, 19. Januar 2013

Kleine Törtchen als kleines Dankeschön


Anfang der Woche hatte ich endlich mal wieder eine Gelegenheit, um Cupcakes zu backen. Meine Mutter hatte mich gebeten, ein Blech Cupcakes für ihre Nachbarinnen zu machen, die sie so nett in ihrer neuen Nachbarschaft aufgenommen hatten. Kein Problem, mach ich doch gerne.
Allerdings stand ich etwas unter Zeitdruck, Backen und Verzieren an nur einem Abend? Das funktioniert bei diesen Außentemperaturen (aktuell -6°) derzeit zum Glück wunderbar, die fertig gebackenen Cupcakes hab ich einfach für eine halbe Stunde auf die Terrasse gestellt und schon waren sie abgekühlt. Sehr praktisch!

Unter der Fondantdeko stecken ganz einfache Vanilla-Cupcakes, um sie etwas aufzupeppen, hab ich sie allerdings noch mit einem Löffelchen selbstgemachter Orangenmarmelade gefüllt. Während die Küchlein draußen abgekühlt sind hab ich aus Butter und Puderzucker eine einfache Buttercreme gemacht. Die sollte nicht besonders außergewöhhnlich schmecken, sondern nur die Oberfläche glätten, den Teig saftig halten und als Untergrund für den Fondant dienen. Lieber mag ich ja eigentlich Ganache, aber das hätte ich nicht mehr in meinen straffen Zeitplan integrieren können. Also musste die Buttercreme herhalten


Ich habe mich für zwei verschiedene Dekore der Cupcakes entschieden, einmal mit weißem Untergrund, und einmal mit einem hellen Blauton (übrigens Sky-Blue von Wilton, meine neue Lieblingsfarbe). Ich wollte ein schlichtes Design, von dem ich mir erhoffte, dass es gut bei einem Haufen älterer Damen ankommt. Vögel und Blumen! Das sollte wohl passen!





 Für die blauen Törtchen hab ich mit mit dem "O"-Ausstecher aus meinem JEM-Alphabet den Körper, und den Kopf mit einer Wilton-Tülle aus pinkem Fondant ausgestochen. Den Ast hab ich mit einem Lebensmittelstift in Schwarz aufgemalt, ebenso das kleine Auge. Mit Silberfarbe kleine Blüten auf die Äste tupfen und den Schnabel aus einem Fitzelchen Fondant formen....Fertig.




Bei so einem einfachen Motiv geht das Verzieren extrem schnell, trotzdem finde ich das Ergebnis ganz süß!

Auf die weißen Törtchen wollte ich irgendwas mit Blumen machen, nach einigem Rumprobieren hab ich mich dann für ein kleines Sträußchen entschieden.




 Die Blumen hab ich mit meinem kleinsten Margeritten-Ausstecher ausgestochen, die Stiele wieder mit dem Stift aufgemalt, und zum Schluss noch ein kleines Schleifchen aufgeklebt. Auch hier hab ich mit etwas Silberfarbe dem Törtchen den letzten Schliff verpasst.




Inklusive Backen, Auskühlen und Verzieren, haben die Dinger ca. 2 1/2 Stunden gedauert, da war ich doch wirklich positiv überrascht.
Meiner Mutter haben die Cupcakes übrigens sehr gut gefallen, das abschließende Urteil der Nachbarinnen hab ich aber noch nicht bekommen.

Und wie gefallen sie Euch

Liebe Grüße,
Sarah

Mittwoch, 16. Januar 2013

Viele, viele Dinge über mich, die vielleicht Jemanden interessieren?

Ich wurde getaggt! Und auch noch zweimal! Häh? Ok! Erstmal keine Ahnung was das heißt, dann aber doch von mir für gut befunden!
Lunado von der Kleinen Backstube und Nellichen von Nellichen und die Törtchen haben mich angeschrieben, ob ich nicht Lust hätte an dieser kleinen kettenbrief-umfragemäßigen Bloggervorstellung teilzunehmen, die hier gerade überall die Runde macht. Aber gerne doch! Das ist doch eine super Idee die Menschen, die hinter so vielen tollen Blogs stehen, ein bisschen besser kennenzulernen

Die Regeln:
- schreibe 11 Dinge über dich
- beantworte die 11 Fragen, die der Tagger dir gestellt hat
- denk dir selbst 11 Fragen aus, die du den Bloggern, die du vor hast zu taggen, stellen möchtest
- such dir 11 Blogger aus, die unter 200 Follower haben und tagge sie
- erzähle es den glücklichen Bloggern
- zurück-taggen ist nicht erlaubt



Und los geht`s! Hier sind 11 Dinge über mich:
  • den Geruch von frisch gepellten Mandarinen finde ich ekelhaft
  • ich besitze eine von David Hasselhoff signierte Baywatch-Boje
  • meine Hände sind winzig
  • ich sehe regelmäßig "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"
  • ich wurde an einem Freitag den 13. geboren
  • mein Lieblings-Singstar-Lied ist "The greatest love of all" von Whitney Houston
  • vor dem Fernseher esse lieber Chips als Süßkram
  • ich laufe immer sehr schnell und kann gar nicht langsam spazierengehen
  • ich lese ca. 20-30 Bücher/Jahr
  • mein Lieblings-Tatort ist Münster
  • ich hab früher alle Kettenbriefe unterbrochen

Und hier kommen meine Antworten auf die Fragen, die Lunado mir gestellt hat:

Butter oder Margarine?
Unbedingt Butter, und zwar reichlich
Was macht Dich glücklich?
Meine Zeit mit Menschen zu verbringen, die ich mag! Und Backen! Oder Sachen Backen für Menschen die ich mag!
Welchen guten Vorsatz hast du dir für dieses Jahr vorgenommen?
Ein bisschen ordentlicher werden (aber wirklich nur ein bisschen!)
Was befindet sich links neben dir?
Ein Haufen Arbeit.
Was hast du in deiner Kindheit nicht gegessen, isst du jetzt aber gerne?
Rote Bete, früher verhasst und heute von mir sehr geschätzt. Ob als Kuchen, Salat oder nur so... Lecker!
Welches war der letzte Film, den du im Kino gesehen hast?
"Ziemlich beste Freunde"
Wann klingelt morgens dein Wecker?
Um 5.35 Uhr
Welche ist deine liebste Süssigkeit?
selbstgemachtes Bananen-Walnuss-Fudge.
Was macht dich wahnsinnig?
Leute, die zu faul sind ihren Job vernünftig und gewissenhaft auszuüben.
Welche Eigenschaft magst du an dir selbst? 
Meine Geduld (also meistens)
Welche Frage hättest du dir an dieser Stelle gewünscht? 
Wenn ein Baum in einem Wald umfällt und keiner ist da um es zu hören, gibt es dann wirklich ein Geräusch?

 Und hier meineAntworten auf die Fragen von Nellichen:


Was ist das nächste Ziel, das du dir vorgenommen hast?
Ich würde gern mein Blog-Design aufpeppen.
Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel nehmen?
3 Bücher. Nee, 2 Bücher und meinen Mann
Was ist deine Lieblingsspeise?
Selbstgemachte Germknödel gefüllt mit Pflaumenmus und obendrüber zerlassene Butter und Mohn... Lecker! 
Rock oder Hose?
Hose!
Was ist dein absoluter Ohrwurm?
Looking for Freedom von David Hasselhoff
Hast du ein Hobby außerhalb der Küche?
Basketball gucken, ich bin bei jedem Heimspiel der EWE Baskets.
Was ist deine Stärke?
Ich kann gut organisieren.
Frauensauna oder Gemeinschaftssauna?
Am liebsten gar keine Sauna
Hast du ein Traumurlaubsziel?
Brasilien
Was kannst du nicht ausstehen?
Komische Reality-Shows, wie z.B. Bauer sucht Frau, der Bachelor, Frauentausch etc.....
Ist für dich ein Leben ohne Internet vorstellbar?
Leider kaum noch, irgendwie gewöhnt man sich zu schnell daran, sofort Alles und Jeden sofort googlen zu können!


Und zum Schluss noch meine 11 Fragen:

  • Kaffee oder Tee?
  • Wenn Du nochmal irgendeine andere Ausbildung/Studium machen könntest, was wäre das?
  • Welches Buch liest Du gerade?
  • Wer ist der Held Deiner Kindheit?
  • Welche Deiner Eigenschaften gefällt Dir am allerwenigsten?
  • Was ist Dein Lieblingskuchen?
  • In welcher Farbe würdest Du Dir niemals eine Hose kaufen?
  • Hast Du schonmal was gewonnen?
  • Was ist Dein Lieblingslied?
  • Was wäre Deine Henkersmahlzeit?
  • Beatles oder Stones?

Folgende Blogger möchte ich gerne taggen:

Jessi von Coli`s Kitchen - hier sind die Krümel los!
Svenja von Svenja`s Koch- und Backblog
Caroline von Caroline´s Kitchen
Christin von Kurze´s Köstlichkeiten
Shia von Cake Invasion
Quirill von Tortenpoesie
Gesine von SchokoCupcakes
Julia von Fight off your Demons 
Silvia von a TELLER of STORIES
July von Julys süße Versuchung
Steph von Minimatriarchin



Sonntag, 13. Januar 2013

selbstgemachte Orangen-Sternanis-Marmelade

Ok, ich geb´s zu, Weihnachten ist schon wieder ziemlich lange her! Trotzdem hab ich noch ein Rezept für eine extreeemst leckere Marmelade, die ich zu Weihnachten verschenkt habe. Durch den Sternanis hat sie eine angehaucht-weihnachtliche Note, aber wirklich nur sehr zurückhaltend, so dass sie vermutlich auch das ganze Jahr über schmeckt. 

Wer diese leichte Anisnote partout nicht mag, lässt den Sternanis einfach weg. Übrig bleibt eine fantastisch-fruchtige Orangenmarmelade mit einer leichten Bitternote.

Ich mag gekaufte Orangenmarmelade überhaupt nicht. Es ist zwar ewig her, dass ich zuletzt welche gegessen habe, aber in meiner Erinnerung ist das eine furchtbar süße, zähe Masse mit fiesen Orangenschalenstücken (ich hasse Orangeat!) die extrem bitter schmeckt. Vielleicht ist meine Erinnerung auch etwas verzerrt, aber kaufen würde ich das Zeug nie.

Diese selbstgemachte Marmelade ist jedenfalls das komplette Gegenteil und einfach wunderbar. Ich musste schon nachkochen, um den Familienbedarf wieder aufzufüllen!

Für 5 Gläser (ca. 300 ml Inhalt) braucht man:

  • ca. 12-14 Orangen (davon mindestens 1-2 Bio-Orangen, davon braucht man nämlich die Schale)
  • 750 g Gelierzucker (2:1)
  • 4 Sternanise (oder einfach weglassen)
Die Bio-Orangen heiß waschen und die Schale fein abreiben, 2 EL Orangenschale sollte dabei rumkommen. Wer nicht gerne Orangen filetiert, hat hier schon gleich verloren, jetzt geht`s nämlich los! Filetieren, was das Zeug hält und zwar so lange, bis man 500 g Orangenfilets hat. Dabei drauf achten, den Saft aufzufangen. Die Filets hab ich mit einem Messer noch ein bisschen zerkleinert. Die übrigen Orangen werden ausgepresst, insgesamt braucht man 500 ml Orangensaft. 

In einem Topf kocht man jetzt den Saft, die Filets, den Gelierzucker und den Sternanis auf. Sobald alles kocht auf die Uhr gucken, insgesamt muss nämlich alles 3 - 4 Minuten sprudelnd kochen, damit die Marmelade auch geliert. Nach ca. 1 - 2 Minuten hab ich die Orangenschale zugegeben. 

Ist alles soweit fertig, wird die Marmelade sofort in die vorbereiteten, heiß ausgespülten Schraubgläser gefüllt, Deckel drauf und für 5 Minuten umgedreht auf den Kopf stellen, wieder umdrehen, abkühlen lassen und am besten das erste Glas gleich wieder aufmachen um ein schönes frisch gebackenes Brötchen mit leeeckerer Orangenmarmelade zu verschlingen.

Zu Weihnachten hab ich die Gläser noch mit den spitzenmäßigen Aufklebern, die ich bei Casa di Falcone bestellt habe, beklebt. 


In letzter Zeit sammel ich ständig kleine Schraubgläser, die ich sonst immer weggeworfen habe um neue Marmelade zu kochen. Ich freu mich schon sehr auf die nächste Beeren-Saison!

Schöne Grüße,
Sarah

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