Mittwoch, 7. Mai 2014

"Die Tortenschlacht" ... mein Résumé



Hallo zusammen,
jetzt ist es schon wieder einige Tage her, dass einige von Euch mich im Fernsehen sehen konnten. Ich hoffe, es hat Euch gefallen, ich fand es sehr lustig, mich selbst beim Backen zu beobachten!

Ich wollte Euch heute gerne nochmal erzählen, wie das ganze eigentlich zustande gekommen ist, warum ich dort war und wie mein abschließendes Fazit zur Sendung aussieht. Wenn ihr bis hierher gelesen habt, und Euch eigentlich nur das Rezept für die Zitronentörtchen interessiert, dann muss ich Euch auf den nächsten Post vertrösten :-)


Also, zuallererst einmal habe ich mich nicht selbst bei der Tortenschlacht beworben, auf die Idee wäre ich auch gar nicht gekommen. Von der letzten Staffel habe ich nur eine Folge gesehen, denn eigentlich backe ich lieber selbst, als anderen dabei zu zusehen, und meistens habe ich samstags nachmittags auch anderes zu tun als fernzusehen. Ich bin auch nicht (mehr) soooo ein Riesenfan von Kochshows... Ich sehe aber auch generell ziemlich selten fern sondern lese lieber Bücher. Ich hatte also nicht unbedingt das Gefühl einmal daran teilnehmen zu müssen, das muss aber ja jeder für sich entscheiden.

Ich wurde also eines schönen Tages von einer Redakteurin der Produktionsfirma über die E-Mail-Adresse dieses Blogs angeschrieben, ob ich nicht Lust hätte, mich mal telefonisch bei ihr zu melden, es ginge um eine Backshow und sie wäre ja so begeistert von meinem Blog.  Natürlich freut man sich immer, wenn  jemandem das gefällt, was man tut, aber ich bin ja auch nicht doof. Aus Foren, Facebook, Blogs etc. weiß ich natürlich, dass die Redaktion Unmengen dieser Mails an verschiedene Blogger geschickt haben muss. Unter anderem dann eben auch an mich. 
Als ich das dann abends beim Abendessen zu hause erzählte, sagte mein Mann nur: "Ach komm, wir wissen beide, dass Du da anrufst, weil Du viel zu neugierig bist". Recht hatte er, eine Woche später hab ichs dann gemacht.
Am Telefon wurde mir dann von der sehr netten Redakteurin ein bisschen was zu der neuen Staffel erzählt, z.B. auch dass es eine neue Jury geben sollte. Und sie fragte mich natürlich auch, ob ich mir denn prinzipiell einen Fernsehauftritt vorstellen könnte. Daraufhin hab ich ihr geantwortet, dass ich mir das zwar vorstellen könnte, aber nur, wenn die Sendung nicht von Enie van de M**** moderiert wird (Leute, die Werbung für Schmelzkäsezubereitungen und komische Sachen, die man im Toaster heiß machen soll, machen, kann ich in keiner Koch- oder Back-Sendung tolerieren, sorry!)

Naja, aus dem Telefonat wurde ein 15minütiges Telefoncasting, ich wurde nach meinem Backstil befragt, nach meinen Lieblingszutaten, was ich so für ein Mensch bin und und und....! Außerdem musste ich mir zwei Vorschläge zum Thema Schokoladenkuchen ausdenken, die ich ihr per Mail schicken sollte. Ich kam daraufhin also in einen Pool, aus dem die Redaktion eine Vorauswahl treffen würde. Zu diesen ausgewählten Kandidaten würde dann ein kleines Team nach Hause kommen um noch ein Kameracasting durchzuführen.

Es dauerte nicht lange, da bekam ich Bescheid, dass sich zwei Redakteurinnen mit einer Kamera zu mir aufmachen würden um ein kleines Filmchen von mir für VOX zu drehen. Ich sollte also einen Kuchen vorbereiten, den ich dann vor laufender Kamera verzieren sollte. Bei mir lag nämlich der Hauptaugenmerk in erster Linie auf Fondant, Airbrush und sonstigen Verzierungen. Das machte mich wohl für die Redaktion am interessantesten...ob das denn auch alles so gut schmeckt, steht ja auf einem anderen Blatt.
OK, die beiden waren also da und haben mich ca. 4 Stunden dabei gefilmt, wie ich diesen Kuchen verziert habe. Ich musste ein paar markige Sprüche in die Kamera sagen und sie versprachen mir, sich bald wieder bei mir zu melden, sobald sie Rückmeldung vom Sender hätten.

Die Rückmeldung kam dann auch nach einigen Wochen, ich erhielt also die Nachricht, dass ich dabei bin. Nach und nach bekam ich dann Infos, wann und wo die Aufzeichnung stattfindet und welche Themen mich erwarten würden, nämlich Zitronenkuchen und eine Dankeschön-Torte. Wer jetzt von Euch überrascht ist, dass ich das VOR der Sendung schon wusste ..... natürlich erfährt man das NICHT spontan in der Sendung....von wegen.... erstmal muss man zu jedem Thema 2-3 Vorschläge schicken, aus denen sich dann die Redaktion den Besten raussucht. Ach ja, und ich sollte doch bitte auf jeden Fall, um jeden Preis, unbedingt etwas mit Fondant und auch noch mir Airbrush machen! Das müsste auf jeden Fall sein! Aha, ok, in 3 STUNDEN?????? Das ist Wahnsinn, sonst brauche ich mehrere Tage dafür....naja, gut.
Nach einigem hin und her, Probebacken und gemailten Einkaufslisten und Rezepten war es dann soweit und ich bin an den A**** der Welt gefahren..... nach Prenzlau in der Uckermarck.

Dort habe ich dann im Hotel meine 3 Mitkandidaten Frank, Fatma und Natalie, sowie die "Ersatz-Kandidatin" Jenny kennengelernt. Falls einer von uns nämlich aus irgendwelchen Gründen einfach so tot umgefallen wäre, hätte Jenny einspringen müssen, damit keine Folge ins Wasser fällt. Darum war sie auch die einzige von allen 16 Kandidaten, die zu jedem einzelnen Thema was in petto haben musste. Ganz schön heftig. 
Abends fuhren wir dann ins Schloss, wo am nächsten Tag der Dreh stattfinden sollte, um uns die Location anzuschauen. Wir hatten den allerersten Drehtag, somit war die ganze Crew noch tierisch beschäftigt, um alles für die nächsten Tage fertig zu bekommen. Unglaublich, was für eine logistische Hochleistung hinter so einer Show steckt!



Am nächsten Morgen ging es dann (nach einer furchtbaren Nacht dank massiver Aufregung) früh um 8 Uhr los. Erstmal wurden uns die Klamotten ausgesucht, die wir anziehen sollten, dann ging es ab in die Maske. Hinterher hatten wir Zeit, uns mit unserem Arbeitsplatz vertraut zu machen und zu schauen, ob uns noch irgendwas an Ausrüstung zum Backen fehlt. Da möchte ich auch nochmal ganz doll Peter und seiner Frau von der Ausstattung danken, die mir alles besorgt haben, was ich auf meinen Einkaufszettel geschrieben hatte. Die beiden sind durch halb Berlin gegurkt um pinken Blumendraht für mich zu kaufen ;-)

So gegen 10.00 Uhr ging es dann mit der Aufzeichnung der ersten Runde los. Also hab ich mit den Zitronentörtchen losgelegt. Irgendwann, als wir schon lange dabei waren kam dann auch die Jury das erste Mal reingestolpert. Frank hatte sich die ganze Zeit schon drauf gefreut Ruth Moschner kennen zu lernen, ich dachte ja eigentlich, die sagen mal vorher kurz Hallo, aber dem war nicht so. Naja, ok. Viel Zeit hatte man für die beiden eh nicht, 90 Minuten gehen nämlich verdammt schnell rum. Nach einigen Schwierigkeiten bei mir (Timer am Ofen ging nicht, Pürierstab wollte auch nicht so wie ich und Puderzucker im Auge durch doofes Sieb) hab ich dann drei Törtchen hinbekommen. OK, optisch hätten sie schöner sein können, außerdem ist mir die Creme leicht geronnen... insgesamt war ich aber zufrieden.

 Meine Mitkandidatin Fatma hatte da leider weniger Glück als ich. Sie brauchte für ihr Rezept Mangomarmelade, die hatte aber irgendjemand vergessen zu kaufen, außerdem wollte sie ein spezielles Bindemittel (hab vergessen welches), stattdessen gab es für sie nur Gelatine, mit der sie noch nie vorher gearbeitet hatte..... Das sind natürlich Sachen, die einen echt nerven können! Auf Improvisation hat man in dieser Situation keinen Bock, das könnt ihr mir glauben. Sie hat dann aber trotzdem einen verdammt leckeren Kuchen hinbekommen, der später beim Crew-Catering auch als erster weggeputzt war. Ich verstehe echt nicht, warum sie nicht weitergekommen ist.
Franks Baiser-Torte hatte mit Zitronenkuchen leider wirklich nicht viel zu tun. Versteht mich nicht falsch, der war total lecker, aber eben eine Himbeer-Torte und irgendwie am Thema vorbei.

Gefühlte Stunden später kam dann das Jury-Urteil: Frank, Natalie und Ich waren eine Runde weiter. Die Entscheidung (wer immer sie getroffen hat, ich nehme an, der Sender und die Redaktion hatten ihre Finger mit im Spiel) mag dahingestellt sein! Ich hätte Fatma klar vor Frank gesehen.


Kleine Anmerkung am Rande: Am meisten hat mich gefreut, dass einige der ca. 40-köpfigen Crew zu mir kamen und mich nach dem Rezept für die Törtchen gefragt haben, weil die so lecker aussehen würden. Außerdem haben die nach dem Back-Dreh während der Jurybewertung gleich mal den übriggebliebenen Biscuit mit der Creme komplett aufgegessen! Da freut sich das Bäckerherz.... wer ist denn die Jury...pffffftttt!

Tja, und schon wars halb vier... endlich was (deftiges) zum Mittagessen. Aber die Pause war nur kurz, wir mussten ja noch den Dankeschön-Kuchen backen. Meine Füße fühlten sich jetzt schon nicht mehr sonderlich gut an, dabei hatten wir ja erst 8 Stunden Drehtag hinter uns und waren längst nicht fertig!

Also wieder ran an die Schüsseln und weiter backen! Ich hatte irgendwann den Punkt erreicht, da war es mir vollkommen egal, wie ich abschneide, ich hatte einfach keine Lust mehr zu backen und hätte lieber die Beine hochgelegt. Aber gut, nützt ja nix! Dabei muss ich nochmal anmerken, dass die arme Fatma DIE GANZE ZEIT da rumhocken musste um uns weiter beim Backen zuzusehen. Warum auch immer? Warum darf eine Kandidation, die leider ausgeschieden ist, nicht wenigstens wieder ins Hotel? Im Flur des Schlosses vor den Monitoren war es arschkalt und zugig, Ich hätte an ihrer Stelle da auch keinen Bock drauf gehabt. Meiner Meinung nach eine ziemliche Fehlplanung.


So gegen 18.00 Uhr nach 10 Stunden auf den Beinen hab ich dann nochmal einen kleinen Adrenalinschub bekommen, der mich den Rest auch noch durchstehen ließ. Während der Jury-Bewertung kann man leider meine Gedanken nicht lesen. Ich hab einfach die ganze Zeit nur gedacht "Bitte nicht ich! Bitte nicht ich! Bitte nicht ich!" Ich konnte und wollte einfach nicht mehr, meine Füße taten tierisch weh, ich hatte Hunger, mir war warm und ich hatte einfach keinen Nerv mehr auf Kuchen. Wäre ich ins Finale gekommen hätte ich das ganze Theater 5 Tage später nochmal veranstalten müssen, von der 500 km-Anfahrt mal ganz abgesehen!
Ich war also mehr als glücklich, dass ich den zweiten Platz in der Folge gemacht habe und nicht ins Finale gekommen bin!

Über den Gewinnerkuchen kann ich eigentlich nicht meckern, der war lecker, aber was man im Fernsehen nur gaaanz kurz sieht..... der ist innerhalb der 3 Stunden ja gar nicht fertig geworden. Als die Jury reinkommt sind zwar alle 3 Etagen übereinander, aber es liegen weder Kirschen drauf, noch steckt die Girlande drin! Nach einer fünfminütigen Diskussion durfte Natalie den Kuchen dann noch nach Ablauf der Zeit verzieren..... so richtig korrekt finde ich das eigentlich nicht. Frank und ich waren komplett fertig mit unseren Torten. Versteht mich bitte nicht falsch, ich freue mich für Natalie, aber ich finde trotzdem, dass Regeln für alle gleich sein müssen. Fatma zum Beispiel durfte in der erstenRunde ihre Deko nicht noch nachbessern. Ich denke, den größten Ausschlag zum Sieg hat in diesem Fall die rührselige Geschichte zum Kuchen gegeben.

Apropos Geschichte zum Kuchen: Ruth kommt während des Backens zu mir und sagt: "So Sarah, Du möchtest also Deinem Freund eine Reise nach Paris schenken!" Und ich so: "Nö, ich hab gar keinen Freund sondern bin verheiratet, außerdem hab ich ihm unterm Eiffelturm einen Antrag gemacht!". Ein kurzes peinliches Schweigen entsteht...... Aber zum Glück ist sie ja professionell genug, um die schlechte Vorbereitung gekonnt zu überspielen und einfach weiterzumachen.


Ein Highlight der Show war auch für mich die Zwischenbeurteilung meines Kuchens von Ruth, sie verglich ihn mit einem Date mit Markus Schenkenberg. Zwar schön anzuschauen, aber doch irgendwie etwas langweilig. Vielleicht hätte man der guten Frau vorher noch kurz stecken sollen, dass Markus Schenkenberg für die angestrebte Zielgruppe (nämlich 18-45 jährige Frauen) mit 45 Jahren fast etwas zu alt ist. Vermutlich kennt ihn höchstens jede Vierte... wer auch immer ihre Gags schreibt, sollte vorher besser recherchieren.

Naja, jetzt habe ich so viel zur Sendung und Entstehung geschrieben... wie ist denn nun mein Fazit? 
"Glaubt nicht alles, was ihr im Fernsehen seht!" Das trifft es vielleicht. Für mich war es wahnsinnig interessant mal zu sehen, wie so eine Sendung entsteht und produziert wird, und ich finde es unglaublich, wie viele verschiedene Leute daran mitarbeiten und wie lange so etwas dauert. Bei der Aufzeichnung waren ca. 40 Leute beteiligt, das ahnt man ja kaum, wenn man zu hause vor dem Fernseher sitzt. Auch wieviel Zeit die Redaktion braucht um Kandidaten auszuwählen, Themen zu finden und alles zu koordinieren ist unglaublich. Und das alles für eine poplige Samstagnachmittagsshow mit ca. 600.00 Zuschauern!

Wir hatten jedenfalls einen 14 stündigen Drehtag, den ich so nicht nochmal erleben möchte! Auf dem Weg zum Hotel sagten selbst die erfahrenen Kameramänner, dass 14 Stunden auch für sie die "absolute Kotzgrenze" ist. Das kann ich locker nachvollziehen. Hut ab, jeder aus dem Team hat einen ziemlichen Knochenjob erledigt, das glaubt man kaum, wenn man das relativ entspannt wirkende Endprodukt anschaut!

So, das waren meine Eindrücke vom Dreh. Ob ihr das auch mal machen möchtet müsst ihr Euch überlegen, für mich ist es nichts! Ich backe lieber schön in Ruhe zuhause, höre dabei laut Musik und schmeiße alles durch die Gegend (dabei fluche ich oft und laut). Dafür bin ich jetzt um eine Erfahrund reicher :-)

Liebe Grüße, Sarah

PS: falls ihr die Sendung verpasst habr, oder sie nochmal sehen wollt:
http://www.voxnow.de/tortenschlacht/folge-8-sarah-frank-natalie-und-fatma.php?film_id=153191&player=1

Dienstag, 29. April 2014

S`mores Cupcakes... Eure Verpflegung für den kommenden Fernseh-Samstag-Nachmittag!

Hallo zusammen,
endlich kann ich Euch mitteilen, dass am kommenden Samstag (03.05.2014) die Folge der Tortenschlacht auf VOX gezeigt wird, bei der ich dabei bin. Das Warten hat also ein Ende..... Juchhu!
Im Grunde hatte ich damit ja schon vor 3 Wochen gerechnet, und dann erst einen Tag vorher erfahren, dass die Folge noch nicht ausgestrahlt wird... Ihr erinnert Euch :-(



Egal, jetzt ist es also soweit. Schon vor 3 Wochen hatte ich also einige Leute eingeladen, um mein kleines Fernsehdebüt zu feiern. Gebacken hatte ich dafür Mini-S`mores-Cupcakes.
Meine Gäste hab ich dann zwar vertrösten müssen, die Cupcakes waren aber tierisch lecker, darum kann und will ich sie Euch nicht vorenthalten!

Das Rezept habe ich von Bakerella, ihr findet das Original hier.


Ich habe insgesamt ca. die Hälfte der Zutaten benutzt (und das Rezept etwas abgeändert) und in meinem Mini-Cupcake-Blech gebacken. Aus der Menge solltet ihr ca. 30 kleine Mini`s rauskriegen!

Für den Boden:
  • 100g Butterkekse (ganz fein zerkrümelt/kleingehäckselt)
  • ca. 3-4 TL zerlassene Butter 
  • 100 g Zartbitterschokolade (nicht zu grob gehackt)
Mixt beides in einer Schüssel zusammen und gebt ca. 1/2 - 3/4 TL in die Mini-Cupcake-Mulden. Mit einem Holzstößel, mit dem man sonst die Limetten für Caipirinha zerstößt, kann man den Boden super festdrücken! Es bleiben noch einige Brösel über, die braucht ihr noch für später!
Streut in jede Mulde in bisschen von der gehackten Schokolade, ca. 1/3 sollte aber noch für später übrig bleiben!
Im vorgeheizten Ofen (160°) ca. 5 Minuten backen, bis die Schokolade leicht angeschmolzen ist. Rausnehmen und ca. 10 Minuten fest werden lassen. Den Ofen schonmal auf 180° hochdrehen.


In der Zwischenzeit habt Ihr Zeit für den Schokoladenteig

  • 120 g Mehl
  • 40 g Backkakao
  • 3/4 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 120 ml Milch
  • 60 ml neutrales Öl
  • 175 g Zucker
  • 75 ml kochendes Wasser
Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz in einer Schüssel vermengen. In einer anderen Schüssel das Ei mit der Milch, dem Öl und dem Zucker verquirlen. Die flüssige Mischung dann in die andere Schüssel kippen und gut verrühren, ist alles vermengt, noch das heiße Wasser dazugeben und verrühren. Wundert Euch nicht, dass der Teig ziemlich flüssig ist, das passt schon so!

Den Teig auf die Keks-Schoko-Böden verteilen und die restliche gehackte Schokolade und die übrigen Keks-Butter-Brösel drüberstreuen.
Nach 15 Minuten im 180° heißen Ofen sollte das ganze dann in etwas so aussehen: 









Jetzt fehlt nur noch die Krönung, das Meringue-Frosting:


  • 3 Eiweiß
  • 170 g Zucker
  • 1/4 TL (nicht mehr!) Weinstein, das steht im Supermarkt meist bei den Marmelade-Zutaten (Gelierzucker, Pektin etc.)
  • Mark einer Vanilleschote
Das Eiweiß mit dem Zucker und Weinstein über einem Wasserbad vorsichtig auf 60°erhitzen (oder, falls man kein Thermometer hat, solange, bis die Zuckerkristalle sich aufgelöst haben und noch kein Rührei entstanden ist). Dann die Mischung vom Wasserbad nehmen und mit Handrührer oder der Küchenmaschine solange aufschlagen bis die Masse steif ist. Jetzt bitte erst das Vanillemark vorsichtig unterrühren. 
In einen Spritzbeutel füllen und auf den abgekühlten Cupcakes verteilen.

Zum Schluss noch mit einem kleinen Bunsenbrenner ein bisschen rumkokeln, das erinnert an Marshmallows am Lagerfeuer und gibt dem ganzen noch den richtigen Feinschliff!


Reinbeißen und schmecken lassen. Die Dinger sind wirklich ganz fantastisch. Von knusprig über schokoladig, von saftig bis cremig.... ist alles dabei....mehr passt nicht!

Ich wünsche Euch schonmal einen schönen ersten Mai, und hoffentlich habt Ihr Zeit und Lust, am Samstag um 17.00 Uhr VOX einzuschalten und mich bei der Tortenschlacht zu sehen.

Schöne Grüße,
Sarah






Freitag, 11. April 2014

.... Ich komme doch noch nicht ins Fernsehen! :-(


Hallo Zusammen, 
Wie ich leider gerade zufällig auf der VOX-Homepage erfahren habe, wird "meine" Folge der Tortenschlacht NICHT morgen ausgestrahlt. Falls ihr also notfallmäßig alle Termine für morgen abgesagt habt, um mich Backen zu sehen, dann muss ich Euch enttäuschen! Sobald ich mal was vom Sender oder der Produktionsfirma erfahre, sage ich Euch Bescheid!

Sorry, trotzdem liebe Grüße,
Sarah

Samstag, 5. April 2014

Fernsehen........ ich komme!!!!

Ich hab Euch ja am Mittwoch noch eine Überraschung versprochen:

 Tortenschlacht

Tadaaaaaahhhh!!!!!!!! Da ist sie!

Ich bin Kandidatin in der neuen Staffel der Tortenschlacht auf VOX. Die erste Folge, in der ich backen werde läuft am 12.04.2014 um 17.00 Uhr auf VOX. Daher bin ich in letzter Zeit auch so wenig zum Bloggen gekommen, die Dreharbeiten waren nämlich ziemlich zeitaufwändig.

Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis und hoffe sehr, dass das Team meine unflätigen Ausdrücke und Flüche rausgeschnitten hat! Ist ja Nachmittagsprogramm :-)

Falls ihr also nichts Besseres zu tun haben solltet an einem wunderschönen sonnigen Samstagnachmittag, als auf dem Sofa zu sitzen und Fernzusehen, dann schaltet doch mal ein!

Nach der Ausstrahlung darf ich dann auch etwas mehr drüber erzählen.... Backstage sozusagen!

Liebe Grüße,
Sarah


Mittwoch, 2. April 2014

Austern-Zitrustorte ...... Iiiieeehhh..... das klingt ekelig!

Hallo zusammen!
Jaaaaa mich gibt es noch, es tut mir wirklich leid, dass hier in den letzten 6 Wochen so wenig los war. Das soll sich aber ab sofort wieder ändern. Ich war in den letzten Wochen nämlich alles andere als untätig und habe gebacken, was das Zeug hält.... dazu erfahrt ihr aber Ende der Woche noch mehr ;-)

Heute möchte ich Euch einen Kuchen zeigen, den ich für eine ganz liebe Freundin gebacken habe, die ihre Doktorarbeit in Kunstgeschichte fertiggestellt und mit "summa cum laude" auch wahnsinnig gut bestanden hat! Herzlichen Glückwunsch nochmal dazu, Inke!
Das Thema lautete: »Geflügel, Austern und Zitronen – Lebensmittel und ihre Bedeutung in der Kultur der Niederlande des 17. Jahrhunderts«   .... wenn das mal nicht nach einer Torte schreit!



Ok, das Geflügel hab ich unter den Tisch fallen lassen (natürlich nur im übertragenen Sinne), der besondere Schwierigkeitsgrad lag nämlich auch darin, die Torte mit der Post durch halb Niedersachsen zu schicken, darum habe ich versucht, den Kuchen möglichst schlicht und flach zu halten. Bis auf eine kleine Farbmacke hat es auch wunderbar funktioniert!

Der Kuchen ist mal wieder eine Sachertorte, die ich mit dunkler Schokoladenganache eingestrichen und mit Fondant überzogen habe. Die hellgrün/gelbe Farbgrundierung habe ich mit meinem Airbrush ziemlich fix aufgesprüht, man kann den Fondant natürlich auch einfach einfärben. 


Die Zitronen- und Limettenscheiben hab ich schon am Vorabend vorbereitet, das ist ziemlich einfach. Man braucht 2 runde Ausstecher mit ca. 1 cm Durchmesser-Differenz und kleine Backpapierquadrate, die etwas größer sind als der größere Ausstecher. Außerdem etwas grünen und etwas gelben, sowie weißen Fondant. Wenn man vorher noch etwas CMC unterknetet, geht es noch einfacher, muss aber nicht sein. 

Zuerst den farbigen Fondant auf einem Backpapierquadrat dünn ausrollen, am besten zuvor etwas Palmin-Soft aufstreichen, dann haftet der Fondant besser. Dann mit dem großen Ausstecher einen Kreis ausstechen und mit dem kleinen Ausstecher in dem Kreis nochmal ausstechen und das Innere vorsichtig entfernen, so dass nur noch ein dünner Rand überbleibt. 
Jetzt noch den weißen Fondant ausrollen und mit dem kleineren der beiden Ausstecher ausstechen. Vorsichtig den weißen Kreis in den farbigen Ring legen und mit den Fingern so bearbeiten, dass beide Farben aufeinandertreffen. Fertig ist eine Zitrusscheibe, die durch das Palmin auf dem Backpapier klebt. Die einzelnen Scheiben kann man wunderbar übereinanderlegen, da ja jeweils eine Schicht Backpapier dazwischen ist, und sie so in einem Gefrierbeutel oder einer Plastikdose aufheben, bis man sie braucht. Will man die dann auf den Kuchen aufbringen muss man bloß etwas Zuckerkleber, Wasser oder Palmin auf den Fondant auftragen, die Zitrusscheibe samt Backpapier auf die Torte kleben, vorsichtig festdrücken und das Papier abziehen. 

Sobald die Scheiben auf dem Kuchen kleben, fehlt ja aber noch das "Innenleben". Dafür kann man sich wunderbar aus einer kleinen Kartoffel einen Stempel in Form eines kleinen Dreieckes schnitzen, am besten auch noch ein paar Rillen und Kerben reinmachen, dann wirkt das Ergebnis realistischer. Die einzelnen Segmente kann man dann mit der vorbereiteten Kartoffel und etwas Gelfarbe, die man mit weißer Lebensmittelfarbe vermischt hat, aufstempeln. Das muss nicht wahnsinnig exakt sein.


Obendrauf sollten ja noch zwei Austern kommen (zumindest glaube ich, dass Austern in etwa so aussehen, hab extra in einem französischen Kochbuch nachgeschlagen!). Ich habe sie aus Blütenpaste gemacht und die Struktur mit einem Skalpell eingeritzt und mit zusammengeknüllter Alufolie eingeprägt. Über Nacht auf etwas Alufolie trocknen lassen und am nächsten Tag mit braun und schwarz ansprayen. Fertig.






Ich bin wirklich sehr froh, dass der Kuchen heile mit der Post angekommen ist, obwohl der Typ am Postschalter so aussah, als ob er aus Prinzip erstmal jedes neue Paket kräftig durchschüttelt. Hat er aber wohl doch nicht :-)

Das wars erstmal für heute, Ende der Woche gibt es dann noch eine große Neuigkeit von mir!

Bis dahin, liebe Grüße,
Sarah


Mittwoch, 19. Februar 2014

Cars-Kuchen Teil 2: diesmal "Hook"

Wie schon in meinem letzten Post angedeutet, sind ja die Autos aus dem Film "Cars" scheinbar sehr begehrt unter den Kleinsten. Mein aktueller Kuchen für den kleinen Mio, der morgen drei Jahre alt wird, war der Abschleppwagen "Hook" aus dem Film. Im Grunde ist das ein sehr dankbares Motiv für einen Kuchen, der Lack ist etwas schäbig, die Stoßstange verbeult und die Karosserie kann auch etwas krumm und schief sein. Etwaige Macken fallen also kaum auf ;-)



Nach meinem letzten Kuchen habe ich mehrere Anfragen bekommen, wie genau man denn so einen Kuchen macht, so ganz detailliert konnte ich darauf aber schlecht eingehen. So einen Kuchen schüttelt man leider nicht einfach so aus dem Ärmel.... es gibt kein Rezept, wo ich sagen kann: erst macht man das, dann das..... Ich habe das Motivtortenbacken selbst ja nie irgendwo gelernt, sondern mir alles nach und nach aus dem Internet und aus Büchern selbst angeeignet. Natürlich hab ich dabei auch nicht sofort mit 3D-Torten angefangen sondern erstmal mit Fondant-Cupcakes. Nach und nach erlernt man dann immer mehr Techniken und Fertigkeiten, so dass man sich auch an aufwändigere Projekte wagen kann. Ganz wichtig dabei ist es aber auf jeden Fall die Basics, wie z.B. den Umgang mit Ganache oder Fondant zu beherrschen, sonst kann das ganze Projekt schnell frustrierend werden.

Für diesen Kuchen hatte ich nur einen Schwarz-weiß-Ausdruck eines Bildes am Kühlschrank hängen, alles weitere hab ich mir selbst überlegt und selbst zusammengetüftelt. Und genau das ist es auch, was mir dabei am meisten Spaß macht: Sich zu überlegen, wie das Endprodukt aussehen soll, und sich dann damit auseinanderzusetzen, wie man das Ziel erreicht!


Untergrund sind drei Schokoladen-Böden, den ich mit Schokoladenganache zusammengesetzt habe. Überzogen habe ich den Kuchen dann mit einer Mischung aus selbstgemachtem Gelatine- und Marshmallowfondant, den verarbeite ich am liebsten.


Als Untergrund habe ich mir ein kleines Podest aus Kappa-Platten gebastelt, für die Achsen kann man wunderbar kleinere Restabschnitte verwenden.



So sieht dann der Rohbau vor dem Airbrushen aus! Die Fenster und Türen hab ich mit Küchenkrepp abgedeckt, damit sie keine Farbe abbekommen,

Das Gestänge auf der Ladefläche ist übrigens nicht essbar, sondern besteht aus zugeschnittener Kappa-Platte, die ich mit Fondant überzogen habe. Dort kommt später das Abschleppseil samt Haken dran.






Nach dem Brushen und noch ohne alle Details, die den Kuchen erst so richtig interessant machen. Das Seil ist übrigens auch nicht essbar, sondern eine Kordel aus dem Bastelladen. Der Haken besteht aus Blütenpaste.












Das wars mal wieder. Mit dem  Ergebnis bin ich diesmal wirklich sehr zufrieden! Die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld und meine Socken sind zur Abwechslung von unten braun-orange statt rot wie beim letzten Mal, aber gelohnt hat es sich.


Liebe Grüße,

Sarah

Sonntag, 2. Februar 2014

Der Kuchen zum Film, den ich nie gesehen habe Teil 2 - Heute: "Cars"

Ich bin mit den aktuellen Trends in Sachen Trickfilmen, Comics und so ja nicht wirklich vertraut... aber wenn es um den Geburtstagskuchen eines Sechsjährigen geht, muss man sich natürlich etwas in die Materie einarbeiten!  Ähnlich ging es mir ja auch schon beim "Bob der Baumeister"-Kuchen und dem "Minion"-Cake.

Ich wusste zwar, dass es da wohl irgendsoeinen Disney (?) -Film mit Autos gibt, das wars dann aber auch schon. Zum Glück kann man aber ja alles wunderbar googeln und an Bildern im Netz mangelt es ja nun wirklich nicht. Endlich hatte ich jetzt mal die Gelegenheit mein brandneues Airbrush-Gerät auszuprobieren.

Erstmal hab ich zwei Bleche ganz simplen Kuchen gebacken und eine große Schüssel Swiss-Meringue-Buttercreme angerührt. Meine Arbeitkollegin hatte sich für ihren Sohn eine fruchtige Füllung gewünscht und aus leichtem Zeitmangel und des eher dürftigen Angebotes an frischem Obst in dieser Jahreszeit hab ich mich für fertige Rote Grütze entschieden.

So in etwa kann man schon ahnen, was rauskommen soll.... könnte aber auch ein Schuh oder ein Boot oder so werden :-)

Nachdem ich den Rohbau mit Buttercreme und Fondant überzogen hatte, ging es dann ans Sprayen. Was für eine Sauerei, kann ich Euch sagen. Es war schon etwas dunkel in der Küche, und erst ist mir gar nicht so aufgefallen, dass sich der Farbnebel ziemlich verteilt hat.... Als ich dann aber gesehen hab, dass meine Socken ziemlich rot von unten waren (und das auch nach mehrmaligem Wischen des Fußbodens), konnte ich mir das ganze Ausmaß ausmalen.... Beim nächsten Mal ziehe ich mit dem Kuchen um auf die Terrasse!
Egal, fürs erste Mal war ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Wer weiß, wie schwierig es ist, weißen Fondant rot einzufärben, kann sich vorstellen, wie froh ich war, dass das so viel einfacher und schneller geht!

Ich habe als Untergrund eine Kappa-Platte mit Fondant überzogen und mit Lebensmittelfarbe eine Straße und Gras draufgemalt. Früher habe ich auf die Unterlage viel weniger Wert gelegt, aber inzwischen finde ich, dass ein perfekt passender Untergrund deutlich mehr hermacht als ein Brett oder Teller. Kappa-Platten eignen sich da wunderbar um schnell eine individuelle Tortenplatte zu basteln!





Ich finde ja, das Ergebnis ist irgendwie nicht ganz so schnittig wie das Original und erinnert mich eher ein bisschen an einen alten Käfer, aber ich glaube, man kann trotzdem einigermaßen erkennen,  was das sein sollte.

Sehr schön finde ich das obige Foto, denn am allerliebsten ist es mir ja immer, dass meine Kuchen auch angeschnitten werden und schmecken!





Ich hoffe, Euch gefällt mein neuester Kuchen. Vielleicht hab ich ja mal die Chance einen Kuchen zu backen, der auf einem Film basiert, den ich auch gesehen habe.....
Wie wärs? Ein "Django Unchained"- oder "Pulp Fiction"-Kuchen :-D

Schöne Grüße,
Sarah




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