Sonntag, 1. Februar 2015

Pinke Donuts oder #rudelbackenahoi

Hallo Zusammen,
schon wieder sind vier Wochen vergangen und ich melde mich aus der Versenkung zurück. Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht und habt den Januar einigermaßen ohne größere Erfrierungen überstanden.

Neues Jahr.....neue Lecker Bakery! Ein Hoch auf die Bahnhofskioske diesen Landes, an denen man die Neuerscheinungen häufig schon einen Tag vor dem eigentlichen Herausgabedatum ergattern kann. Ich hab mir die neue Lecker Bakery gleich geschnappt und auf den ersten Blick bereits einige tolle Sachen entdeckt. Als ich dann bei Facebook von der Durchback-Aktion von Rebecca (Rehleinbackt) gelesen habe, war für mich gleich klar, dass ich unbedingt die pinken Donuts beisteuern möchte. Ich hab noch nie Donuts selbst gemacht, mag sie aber eigentlich sehr gerne....außerdem muss ich bei pinken Donuts immer gleich an die Simpsons denken :-) Rebecca hat mir also den Zuschlag für mein Wunschrezept erteilt, und hier sind sie nun:
 


The Pink Rings:

Für die Donuts:
  • 175 ml Milch
  • 40g Butter
  • 400g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 50g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei + 1 Eigelb
  • ca 1l neutrales Öl zum Frittieren
Der Hefeteig für die Donuts ist in der Lecker Bakery recht aufwendig! Er muss immer mal wieder einige Stunden gehen, entweder im Warmen, dann im Kühlschrank, dann wieder im Warmen..... vielleicht ließe sich das Ergebnis auch mit einem simpleren Teig erreichen. Da ich gestern aber sowieso einiges nebenher wuppen musste, kam es mir ganz gut in den Kram, dass ich den Teig einfach immer mal wieder wegstellen und dann hinterher weitermachen konnte.

Also, zuerst die Milch lauwarm erhitzen und die Butter darin schmelzen lassen, Trockenhefe drüberstreuen (ACHTUNG: Milch nicht zu heiß werden lassen!). In einer großen Schüssel alle anderen Zutaten vermischen und die Hefemilch drübergeben. Mit einem Knethaken zu einem Teig verkneten und anschließend nochmal ordentlich mit den Händen weitermachen.....im Rezept stand 5-6 Minuten, bei mir waren es wohl maximal 2, dann hatte ich keine Lust mehr ;-)
Jetzt soll der Teig erstmal  1 1/2 Stunden zugedeckt an einem warmen Ort gehen, dann nochmal mit den Händen kurz durchkneten und weitere 3 Stunden im Kühlschrank gehen lassen (bei mir waren es 4-5).
Dann den Teig aus der Kühlung holen und einmal durchkneten, das habe ich etwas länger gemacht, da er wirklich sehr fest und kalt war und sich sonst schlecht ausrollen ließ.


Der Teig darf nicht zu dünn ausgerollt werden, 1 1/2 cm sollten es schon sein! Ausgestochen habe ich mit einem Kreisausstecher mit 8 cm Durchmesser, das Loch habe ich mit der Tülle meines Tupperware-Spritzbeutels ausgestochen, ein Schnapsglas o.ä. tut es aber sicher auch. Teigreste immer wieder verkneten und neu ausrollen, bis alles verbraucht ist. Bei mir kamen 16 Donuts raus. Die legt man dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und lässt sie nochmal 1 Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen.
 
Jetzt gehts endlich los! Ich habe einen Liter Sonnenblumenöl in einem kleinen Topf erwärmt, in den 3 Donuts auf einmal passten. Holzlöffel kurz ins Fett tauchen, warten bis Blasen aufsteigen (dann ist die richtige Temperatur erreicht) und die ersten Teigringe rein. Nach ca. 1 1/2 Minuten auf die andere Seite umdrehen. Ich musste ein bisschen an der Hitze rumdrehen, einige Donuts sind etwas dunkler geworden als andere, verbrannt ist aber keiner.....man muss bloß sehen, das man immer dabeibleibt....geht echt schnell. Die fertigen Donuts kann man aus dem Fett heben und mit etwas Küchenpapier abtupfen. Jetzt bloß noch abkühlen lassen und in der Zwischenzeit die Glasur machen!

Für die Glasur:
  • 35 g aufgetaute Himbeeren (ich glaube, ich hab etwas mehr genommen...dann aber passiert und die Kerne rausgesiebt)
  • 175 g Puderzucker
Die passierten Himbeeren habe ich mit dem Puderzucker einfach in einem Blitzhacker vermixt, so hat man eine homogene Glasur und keine Klümpchen und muss den Puderzucker vorher nicht sieben.

Wenn die Donuts abgekühlt sind einfach mit einer Seite in die Glasur tunken und mit der Rückseite wieder aufs Backpapier legen. Kurz trocknen lassen und das ganze wiederholen, dann wird der Guss dicker und die Farbe der Himbeeren kommt schöner zur Geltung. Der pinke Farbton kommt übrigen wirklich nur von den Himbeeren, da ist keinerlei künstlicher Farbstoff drin!

 

Frisch schmecken die fertig glasierten Donuts absolut lecker, leicht fruchtig, nicht zu süß und der Hefeteig ist total fluffig. Mich erinnert der Geschmack an ganz, ganz frische Berliner auf dem Jahrmarkt....
aber auch am nächsten Tag hält die Glasur die Donuts frisch, klar ist der Hefeteig ein bisschen fester....Lecker sind sie trotzdem noch allemal.

Ein Küchengerät, dass ich mir also niemals kaufen werde: ein Donut-Maker......braucht man nicht, kann man nämlich wunderbar ohne Küchenschnickschnack machen!

Schaut euch unbedingt auch noch alle anderen Beiträge des großen Lecker-Bakery-Durchbackens an.... Googelt einfach #rudelbackenahoi und ihr findet alles.

Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag! 

Sarah

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Meine Weihnachtstorte 2014


Hallo zusammen,
am letzten Tag des Jahres möchte ich Euch unbedingt noch ein paar Fotos meiner Weihnachtstorte zeigen. Vielleicht habt Ihr sie schon bei Facebook gesehen, falls nicht, kann ich sie hier nochmal in voller Größe präsentieren. 


In diesem Jahr hab ich meine ganze Familie zu uns zum Weihnachtsessen eingeladen, natürlich gänzlich ohne den Hintergedanken, mal wieder einen Riesenkuchen zu machen ;-) Es wurde also mal wieder Zeit einen auf dicke Hose zu machen! Ich wollte mal was ganz Anderes, irgendwas Verrücktes, und mit Beleuchtung, und und und.... Bei Craftsy hab ich neulich den "Sweet-Treat-Tower"- Kurs von Marina Sousa gebucht und hatte somit schon einige Inspirationen. Das Thema an sich dann weihnachtlich umzusetzen, ist natürlich ein Leichtes. 


Hier ein paar Zimtsterne, da ein Weihnachtsstern und ein beleuchterer Tannenbaum, fertig ist der Lack! Ach übrigens, der Baum ist kein Kuchen, sondern besteht aus Rice (bzw. Schokocrispies) und geschmolzenen Marshmallow, daraus kann man eine furchtbar klebrige, aber gut formbare Masse herstellen, die sich auch wunderbar schnitzen lässt. Die Lichterkette ist eine batteriebetriebne LED-Kette mit 10 Lämpchen, die ich unter dem Fondant um das Bäumchen gelegt habe.



Die eigentlichen Kuchen sind somit nur der untere angeschnittene Kuchen (Orangenböden mit Orangen-Swiss-Meringue-Buttercreme und Orangen-Sternanis-Marmelade) sowie die Mararon-Schachtel ganz oben drauf (Sachertorte). Das Gerüst besteht aus einer Gewindestande, Muttern und Unterlegscheiben, die man in jedem Eisenwarenladen bekommt. Eine Heißklebepistole ist auch wichtig, um die Unterlegscheiben an ihrem Platz zu halten. Wer sich jetzt denkt, dass er bestimmt nix essen möchte, was mit Metall, Batterien oder Heißkleber in Kontakt war, dem kann ich versichern, dass der Kuchen nix davon abgekriegt hat. Bevor der Kuchen auf das Gestell gesteckt wird, kommt ein großer Strohhalm (z.B. für Bubble-Tea) drüber, so kommt nichts Essbares mit dem Gestänge in Kontakt.


  Der Kuchen hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, weil er aus so vielfältigen Komponenten besteht und ich mich richtig austoben konnte. Den Weihnachtsstern hab ich übrigens extra für meine Mutter gemacht, da sie sich von mir eine selbstgemachte Zuckerblume gewünscht hatte .....2 Fliegen mit einer Klappe usw.... ;-)


Ach ja, lecker waren die Kuchen übrigens auch, besonders der Orangenkuchen war toll.



Ich wünsche Euch schonmal einen guten Rutsch, wir sehen uns hier nächstes Jaht!

Liebe Grüße, Sarah






Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mir glaubt niemand mehr, wenn ich schon wieder behaupte, dass das diesmal wirklich meine letzte Hochzeitstorte ist, oder?

Ok, ok, ich geb`s auf. Schon zweimal (nämlich hier und hier) hab ich Euch erzählt, dass ich nie nie nie wieder eine Hochzeitstorte backen werden, weil mich der dazugehörige Stress in den Wahnsinn treibt. Aber wenn ich dann doch so nett gefragt werde, kann ich halt doch nicht nein sagen...ihr kennt das! Außerdem ist es immer wieder toll, die fertige Torte dann vor sich stehen zu haben und damit wieder ein rieseiges Projekt abzuschließen. Macht Spaß, besonders weil hinterher nix zuhause rumsteht und einstaubt, sondern alles aufgegessen wird!

Ich hab ja neulich schon geschrieben, dass mein Sommer recht ereignisreich und stressig war: direkt auf einen wunderschönen Sommerurlaub folgte ein furchtbar stressiger Umzug (in eine sehr schöne neue Wohnung). Als ich zur Torte zugesagt hatte, konnte ich damals noch nicht ahnen, dass sich der Aufbau meiner Küche dann leider doch etwas hinziehen sollte....

Montags morgens wurde mein Herd angeschlossen und Donnerstag Abend musste die Torte fertig sein! Naja, sind ja 4 Tage, könnte man meinen, allerdings musste ich alle vier Tage voll arbeiten um mir irgendwie die Brötchen zu verdienen, Urlaub war ja vorbei. Zum Glück hab ich hier vorausschauend gedacht und zumindest die Zuckerblumen für die Deko schon im voraus vorbereitet. Für die braucht man ja keine funktionstüchtige Küche, sondern nur viel viel Geduld.
Als Vorgabe hatte ich nur den Wunsch, dass sich die Farbe lila in der Deko wiederfindet und die Füllung, passend zum Spätsommer, fruchtig sein soll.

Die unterste Etage bestand aus Schokoladenböden mit Himbeerbuttercreme, die mittlere Etage aus Zitronenkuchen mit Lemoncurdfüllung und die oberste Etage war ein Mohnkuchen mit Aprikosenbuttercreme. Die Rezepte hab ich so ähnlich schon bei meinen übrigen Hochzeitstortenrezepten gepostet, daher schenk ich mir das jetzt.



Die Deko an sich wollte ich gerne schlicht und klassisch halten. Ich habe kurz über lila Fondant nachgedacht, aber möchte das wirklich jemand essen? Ich habe mich dann für die appetitlichere Variante mit lila Satinbändern und violetten und rosa Blüten entschieden. 

Apropos Blüten, ich hab vorher noch nie welche gemacht! Viele gute Tipps habe ich in dem Zusammenhang in meinem neuen Oldenburger-Lieblingsgeschäft "Glücksmoleküle" von der lieben Sunita bekommen. Wer hier oben im Norden wohnt und mal eben schnell seinen Motivtortenbedarf aufstocken will, der sollte sich den tollen Laden mal anschauen... viele praktische Tipps inklusive.




Eine weitere große Unterstützung in diesem Zusamenhang war natürlich wieder Jessi von "Coli`s kitchen". Wenn sich jemand mit wahnsinnig tollen Zuckerblüten auskennt, dann sie. Besonders mit dem Arrangement der fertigen Blüten hatte ich so meine Probleme, aber "Facebook-Messenger" sei dank, kann man hunderte von Kilometern ja schnell überbrücken. Ganz ganz lieben Dank nochmal dafür :-)


Ich hab zwar schon viel über die Herstellung und das Einfärben von Zuckerblüten gelesen, aber eigentlich probier ich auch selbst gerne iregendwie rum, bis mir das Ergebnis gefällt. In diesem Fall hab ich beim Einfärben der Anemonen, die vorher weiß waren, zur Airbrushpistole gegriffen und war mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Das Innere der Blüte hab ich dann später mit Pastenfarbe schwarz angemalt.

Die Filler-Flowers, bzw. die Hortensienblüten hab ich nach diesem tollen Tutorial von Petalsweet gemacht. Die ganze Seite ist klasse und alles wird wahnsinnig gut und ausführlich erklärt.

Ich hab so für mich beschlossen, dass das sicher nicht mein letzter Exkurs in die Blumenwelt gewesen ist. Besonders im Winter, wenns draußen grau und kalt ist, kann ich mich damit sicher gut stundenlang beschäftigen. Oder ich lerne Socken stricken, ich weiß noch nicht :-D


Bis dahin, schöne Grüße,

Sarah

Dienstag, 21. Oktober 2014

Schokoladenkuchen mit Espresso-Frosting und gesalzenem Karamell

Neulich hatte meine Mutter mal wieder Geburtstag, und da ist meine erste Wahl für einen Geburtstagskuchen eigentlich immer ein dunkler Schokoladenkuchen. Dieses Jahr hab ich ein bisschen rumgegoogelt und bin bei "Call me Cupcake", dem Blog von Linda Lomelino hängengeblieben.... vermutlich kennt Ihr sie alle, wenn nicht den Blog, dann bestimmt ihr grandioses Buch......
Und auch in diesem Buch findet sich das Rezept für den "Chocolate-Cake with Dulche de Leche and Sea Salt", zumindest hab ich das im Buchladen gesehen, leider hab ich´s mir bis dato noch nicht gekauft....das werde ich aber auf jeden Fall nachholen....Verdammt leckere Sachen sind da drin!




Im Originalrezept backt sie einen Kuchen mit 15 cm Durchmesser, ich wollte den Kuchen aber etwas größer haben und habe eine 18er Form und einen ebensogroßen Tortenring benutzt. Dafür habe ich die 1 1/2fache Teigmenge benutzt, und ein bisschen weniger Zucker..... wenn ihr das Original nachbacken wollt, findet ihr das Rezept hier.

Für den Kuchen:
  • 115 g zerlassene Butter
  • 400 g Mehl
  • 90 g Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Natron
  • 500 g Zucker
  • 2 große Eier
  • 340 ml Milch
  • 225 ml starker Kaffee
Für das Frosting:

  • 200g gehackte dunkle Schokolade (70%)
  • 300g weiche Butter
  • 60 g Backkakao
  • Mark von einer Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 4 TL Espresso
  • 250 g Puderzucker
Für die Füllung:

  • 1 Dose Dulche de Leche (wie man das selber macht, könnt ihr hier lesen)
  • Fleur de Sel
Den Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen und zwei Formen mit 18cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, ich habe eine Springform und einen Tortenring benutzt.
Mehl, Kakao, Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben, mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Den fertigen Teig habe ich gleichmäßig auf beide Formen verteilt und ca. 45 Minuten gebacken, bitte Stäbchenprobe machen, ob die beiden Kuchen durch sind. 
Ich habe die Böden schon einige Tage vorher gebacken und nach dem Abkühlen, so wie sie waren, eingefroren. In 4 gleiche Böden habe ich sie dann erst nach dem Auftauen geteilt. Ihr könnt das aber natürlich auch gleich nach dem Backen und Auskühlen tun.

Für die Creme muss die Schokolade über dem Wasserbad geschmolzen werden, anschließend bitte auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Währenddessen die Butter mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine aufschlagen, bis sie fast weiß ist, nach und nach den gesiebten Puderzucker und das Kakaopulver zugeben. Zum Schluss die geschmolzene Schokolade, das Salz, den Espresso und die Vanille zugeben und schlagen bis die Creme schön glänzt. Fertig.

Zum Zusammensetzen macht ihr die Dose Dulche de Leche auf und streicht einen Boden damit ein, darauf eine dünne Schicht Buttercreme und ein bissel Fleur de Sel drüberstreuen, dann kommt der nächste Boden drauf, dann Dulche de Leche, Frosting, Fleur de Sel usw.. Habt ihr alle 4 Böden zusammengebastelt streicht ihr eine dünne Schicht Frosting als Crumb-Coat über den ganzen Kuchen und stellt ihn anschließend erstmal für ca. 20 Minuten kalt. Die restliche Creme bitte nicht in den Kühlschrank, sonst könnt ihr sie gleich nicht mehr verstreichen....
Ich finde, bei Linda sieht das Muster im Frosting ganz toll aus, bei mir wollte das aber nicht so klappen, daher hab ich den Kuchen einfach glatt mit dem übrigen Frosting eingestrichen und habe dann vorsichtig meinen Rest Dulche de Leche erhitzt, bis ich es schön oben drüber gießen und verstreichen konnte. Zum Schluss noch etwas Fleur de Sel drüberstreuen und fertig!



Der Kuchen schmeckt am  besten, wenn er nicht direkt aus dem Kühlschrank serviert wird, sondern Zimmertemperatur hat, dann ist die Schokoladencreme richtig schön cremig und der Kuchen an sich ist wunderbar fluffig und saftig.

Besonders der Teig hat es mir wirklich angetan, da die Böden ganz fantastisch geworden sind. Gesalzenes Karamell geht sowieso immer und selbst die Kaffeenote hat mich nicht gestört, im Gegenteil...insgesamt passt das alles ganz hervorragend zusammen. Ein Gesamtkunstwerk sozusagen. Danke Linda, für das tolle Rezept!

Den wunderhübschen Tortenständer habe ich mir übrigens auf der Tortenshow bei "Home of Cake" gekauft und bin immer nocht total begeistert, hier könnt Ihr ihn auch bestellen.

Liebe Grüße,
Sarah


Dienstag, 14. Oktober 2014

Mein rosa Traumhaus für die Tortenshow 2014 [und ein ganz bisschen Kritik vielleicht auch]


Hallo Zusammen,
endlich komme ich seit über 3 Monaten mal wieder dazu, einen neuen Post zu schreiben. Mein Sommer war sehr ereignisreich und anstrengend. Von einem wunderschönen Urlaub, über einen schweißtreibenden Umzug bis zu einem extrem ärgerlichen Motorschaden  war so ziemlich alles dabei. Im größten Chaos hab ich dann auch noch mal eben schnell meine dritte Hochzeitstorte zusammengeklöppelt, aber davon werde ich Euch ein andermal berichten....

Jetzt geht`s erstmal um meinen Beitrag für die diesjährige Tortenshow, die am vergangenen Wochenende in Hamburg stattfand. Natürlich wollte ich auch in diesem Jahr teilnehmen, da ich 2013 mit meinem "Jutebeutel" schon Blut geleckt hatte, war für mich klar, dass ich dieses Jahr auch dabei bin.

Die Idee zu dem französichen Haus mit der Patisserie unten drin, entstand im Grunde direkt auf der Heimfahrt von der letzten Tortenshow, und kam nicht von mir, sondern von meinem Mann. Man könnte ihn glatt als ein wenig "frankophil" bezeichnen, nicht umsonst waren wir schon viele , viele Male in Frankreich und eben auch in Paris....diese alten Stadthäuser sind einfach toll, und perfekt, um sie in Zucker umzusetzen.

Ich will Euch auch gar nicht mit so vielen Details zu der Entstehung langweilen, denn bei diesem Kuchen gab es Unmengen von kleinen Details, die sich immer wiederholt haben. Insgesamt hat es 27 Fenster, 6 Schaufenster, diverse unterschiedliche Balkone, Verzierungen etc...... Ich kann nicht haargenau sagen, wie lange ich an dem Haus gesessen habe, aber ich befürchte, die Gesamtzeit übersteigt die Zeit meiner Abiturvorbereitung um einiges ;-) Während man da dann so sitzt, und kleine Balkone aus Reispapier ausschneidet, kommt man schon mal in so eine Sinnkrise und fragt sich, was das alles eigentlich soll! Mal ehrlich, das ist ein ziemlich sinnfreies Hobby, wieviel Zeit man investieren kann.....Wahnsinn!
Aber Spaß macht es trotzdem :-D

Es ist fast wie Meditation, hunderte kleine Fensterrrahmen, Türzargen und Pflastersteine aufzukleben... Naja, nicht ganz, denn bei sowas kann ich nur ruhig und konzentriert bleiben, während ich sehr laut viel rockige Musik höre. Mein Favorite-Album zum Pflastern des Gehweges war z.B. "Ten" von "Pearl Jam", "In Your Honor" von den "Foo Fighters" gabs zum Balkonausschneiden und für die Dachziegel wurde es dann etwas ruhiger mit dem neuen Album von den "Counting Crows". Da sitz ich dann also stundenlang auf meinem kleinen Stuhl in der Küche, hab die Kopfhörer in den Ohren und bin abgeschnitten von der Außenwelt, während ich kleine Würste rolle und Dachrinnen klebe. Wer noch nie so ein Projekt vor sich hatte und weiß, wie es ist, wenn aus einem Haufen Eier, Zucker und Mehl etwas ensteht, das man sich selbst ausgedacht hat, der wird mich nicht verstehen können, sondern mich für bekloppt halten.
 
Ach ja, by the way.... 24 Kilo wiegt der Spaß mit allem drum und dran.


Naja, gut, ich bin auf jeden Fall irgendwann fertig geworden, hab den Kuchen abgeliefert und am Sonntagmorgen wieder in HH aufgeschlagen. Da konnte ich dann auch das Ergebnis meiner Bemühungen sehen, nämlich: meine Bronzemedaille!

Juchu, Bronze! *schluck* "Da freu ich mich aber! [nicht]"

Ok, ok, viele werden jetzt sagen, was meckert die denn, ist doch toll! Ist ja Meckern auf hohem Niveau! Und das stimmt auch, natürlich kann man sich freuen, überhaupt eine Medaille zu bekommen... Trotzdem war ich aber ordentlich enttäuscht. Mit mindestens Silber hatte ich schon gerechnet. Klar weß ich, dass die Torte nicht perfekt ist, aber Bronze ist sie meiner Meinung nach auch nicht. Ich hab natürlich mit meiner Jurorin gesprochen und sie hat mir bestätigt, dass die Idee ganz toll ist, und ich viele tolle Details eingebracht habe, außerdem sind meine Fenster wunderbar exakt...... aber: die Regenrinne ist schief! Und das Dach auch, und die Dachziegel sind nicht haargenau exakt übereinander. 
Hhmmmm, ok! Hat sie Recht! 
Dass das aber keine exakte Kopie einer Pariser Stadtvilla sein soll, sondern eher ein Patisserie-Traumhaus im Comicstil, bei dem die Regenrinne etwas verbeult und das Dach auch ein bisschen windschief sein soll war scheinbar nur mir aufgefallen. Ich hab ihr dann die Idee dahinter versucht ein bisschen zu erklären, und im Endeffekt gab sie mir auch Recht, aber da war die Bewertung gelaufen.

EGAL, jetzt hab ich ne Medaille, die farblich perfekt zur verbeulten Regenrinne passt und bin um eine Erfahrung reicher. Das Einzige, was mich wundert ist, dass in den verschiedenen Kategorien so krass unterschiedlich bewertet wurde. Meiner Meinung nach müssen sich die einzelnen Juroren über einen einheitlichen Bewertungsmaßstab einig werden!
Dass man beispielsweise mit "Moustache-Moulds" einen "Best-of-Class"-Preis gewinnen kann, ist für mich nicht nachvollziebar. Jetzt hör ich hier aber auf mit dem Gemecker, ich möchte ja auch niemandem auf den Schlips treten, sondern mir nur mal kurz Luft machen ;-)

Ich hatte trotzdem einen sehr schönen Sonntag auf der Tortenshow und das lag zu einem großen Teil auch an der lieben Jessi von Coli`s Kitchen, die ich dort nach einem Jahr wiedergetroffen habe. Wir haben uns gemeinsam alle Beiträge angeschaut, waren shoppen und hatten viel zu Lachen :-D
Die Krönung war, dass ich beim Aufräumen noch einen Cupcake von ihrem Wettbewerbsbeitrag abgestaubt habe, der absolut köstlich war!!!!!! Da lacht das Jury-Herz! Ihr solltet unbedingt bei ihr vorbeischauen und über ihr Frosting-Debakel lesen.

Ganz lieb bedanken möchte ich mich auch an dieser Stelle, dass sooo viel Leute meine Bilder bei Facebook geliked haben und ich sooo viele tolle Kommentare und Feedback zum Kuchen bekommen habe. Das freut mich wirklich wahnsinnig, dass mein Traumhaus bei Euch so gut angekommen ist, das ist mir nämlich deutlich wichtiger als eine kleine Plastikscheibe mit ein bisschen rosa Gebamsel unten dran!

Demnächst werdet Ihr wieder öfter was von mir lesen, versprochen!
Bis dahin, Sarah

Freitag, 4. Juli 2014

AC/DC-Geburtstagskuchen ... mit Ouzo-Geschmack!



Vor einigen Wochen hatte mein Chef Geburtstag, was schenkt man da also? Schwierig! Aber eine personalisierte Geburtstagstorte passt ja immer wunderbar!

Wie man unschwer erkennen kann, hat er eine Lieblingsband.... fehlte nur noch eine Geschmacksrichtung.... und da passt zu so einer rockigen Torte natürlich keine fruchtige Himbeer- oder Zitronenfüllung, sondern was rockermäßiges! Schnaps! Aus unerfindlichen Gründen gibt es auf Betriebsfeiern immer Ouzo (also nicht nur, natürlich :-D)... warum also nicht!

Ich habe 3 normale Rührteigböden gebacken und alle ordentlich mit Ouzo getränkt. Die Füllung und Ummantelung unter dem Fondant besteht aus Swiss-Meringue-Buttercreme, die ich auch mit einem ordentlichen Schuss Ouzo abgeschmeckt habe. Ich muss wirklich sagen, das schmeckt gar nicht mal schlecht! Den Alkohol schmeckt man natürlich kaum raus, aber die Anisnote kommt gut durch.

Den Fondant habe ich vor dem Überziehen zwar schwarz eingefärbt, das Ergebnis war mir aber nicht intensiv genug, daher hab ich noch mal mit schwarzer Airbrush-Farbe übergebrusht. Die Flammen habe ich aus gelbem Fondant ausgeschnitten, angebracht und mit roter Farbe ausgemalt. Ich finde, die Farbkontraste sind toll geworden, meine Fotos allerdings weniger...

Mein Chef hat sich doll gefreut, als wir ihm den Kuchen überreicht haben.... gegessen hat er ihn aber natürlich erst nach Feierabend (bei ca. 100 ml Ouzogehalt auch besser!)

Ach ja, ich habe hier übrigens das erste Mal mit meinem neuen Massa Ticino Tropic Fondant gearbeitet, und bin restlos begeistert. Der lässt sich toll verarbeiten, "schwitzt" nicht und ist superflexibel. Da kommt mein selbstgemachter Fondant auf Dauer leider nicht mehr mit...

Liebe Grüße,
Sarah



Mittwoch, 18. Juni 2014

Ein Keks für jede Gelegenheit! Diesmal: Basketball-Playoffs 2014

Ihr wisst natürlich alle, dass ich neben dem Backen und Bloggen auch noch ein weiteres (recht zeitaufwändiges) Hobby habe... Basketball gucken bei "meinem" Verein... den EWE Baskets Oldenburg. Im Laufe der Jahre bin ich im Rahmen diverser Auswärtsspiele mit dem Fanclub schon in einer Menge Städten gewesen, um die Mannschaft anzufeuern. 
Die letzte große Fahrt führte uns ans andere Ende Deutschlands, nämlich nach München. Von hier aus sind das ca. 800 km, mit einem Reisebus bedeutet das eine Fahrtzeit von ungefähr 10 Stunden! Und da man auf so einer langen Fahrt ja nicht immer nur Raststättenfraß, Möhrenstücke oder Gummibärchen essen kann, und ich in der letzten Saison schon Cakepops gemacht hatte, muss diesmal eine reelle Süßigkeit her, die sich gut transportieren lässt!

Ergo: Kekse!

Genauer: Basketball-Kekse!



Die Kekse sind ganz normale Sugar-Cookies, die ich nach diesem Rezept gebacken habe. Dann habe ich gleichgroße Kreise aus hell-orange-braunem Fondant ausgestochen und aufgeklebt. Die Struktur habe ich mit meinem Airbrush-Gerät und einem Stück Tüll erreicht. Die Idee dazu hatte ich von hier. Ich habe statt Royal-Icing Fondant benutzt und die Linien im Anschluss von Hand mit verdünnter brauner Lebensmittelfarbe und einem Pinsel gezogen. Mit dem Ergebnis war ich aber ziemlich zufrieden.
Besonders, weil sie sich auch super über hunderte Kilometer im Bus in einer Keksdose transportieren ließen, ohne an Optik oder Geschmack einzubüßen.




Das besagte Spiel haben wir übrigens grandios gewonnen, im fünften Spiel der Playoffs hat`s dann aber leider nicht mehr ganz gereicht. Somit war in diesem Jahr nach dem Halbfinale Schluss... Bleibt bis Oktober genügend Zeit, um sich die nächsten basketballassoziierten Süßigkeiten auszudenken ;-)

Liebe Grüße,
Sarah
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