Mittwoch, 2. Oktober 2013

Minion-Cake

Obwohl ich im Moment mit meinem Kuchen für die Tortenshow in Hamburg nächste Woche und allem Möglichen sonst ziemlich ausgelastet bin, hab ich in der Vorwoche, im Auftrag einer Kollegin, eben so zwischendurch einen Geburtstagskuchen  gebacken. 
Sie hatte sich einen Minion-Kuchen gewünscht ... aha... ok... was ist das?



Naja, gesehen hab ich diese komischen gelben Dinger schonmal irgendwo, aber wirklich einordnen konnte ich die Teile nicht. Scheinbar gibt es inzwischen aber schon den zweiten (wohl ziemlich erfolgreichen) Film, der aber vollkommen an mir vorbeigegangen ist!
Googelt man nur ein bisschen nach entsprechenden Kuchen findet man tonnenweise Bilder und Inspirationen... ich hab mich dann für so ein einäugiges Männchen entschieden (vielleicht mit Aussicht auf weniger Detailarbeit?)


Die Grundform an sich ist schön simpel und ähnelt einem Großen Schokokuss. Für den Körper habe ich zwei Schokokuchen mit 16 cm Durchmesser gebacken, diese jeweils in 3 Böden geschnitten und mit dunkler Schokoladenganache zusammengesetzt. Den Kopfteil kuppelförmig zurechtschnitzen und alles mit Schokoladenganache überziehen.
Soviel zum Grundgerüst, jetzt kommt das volle Dekoprogramm.
Da ich etwas unter Zeitdruck stand und die Lichtverhältnisse auch nicht optimal waren (es war spääät!) hab ich leider nicht alles fotografieren können. Falls aber irgendjemand den Kuchen nachmachen möchte... Schaut Euch einfach die Details an... Da ist zwar einiges an Fummelarbeit dabei, aber wirklich schwer ist das nicht.




Den Körper habe ich mit gelben und blauem Fondant überzogen. Alles andere ist Fondant in den ich CMC eingeknetet habe, so lassen sich Details viel einfacher ausschneiden und formen, da der Fondant etwas fester wird und seine Form behält. Wer wissen möchte, was CMC eigentlich ist, der kann das mal hier nachlesen.
Die schwarzen Details habe ich aus grau gefärbtem Fondant gemacht und erst zum Schluss  mit einer Mischung aus schwarzer Lebensmittelfarbe und Wodka angemalt. Will man nämlich wirklich tiefschwarzen Fondant selbst einfärben, endet das oft/meist in einer matschigen Katastrophe, da man sehr viel Farbe benötigt. Also entweder fertig eingefärbten schwarzen Fondant kaufen oder hinterher anmalen.



Der kleine Kerl ist wirklich süß geworden, man neigt fast dazu ihm immer über den Kopf streicheln zu wollen ;-)

Wie ich diese Woche gehört habe, hat sich eine ganze Fußballmannschaft erbarmt, ihn aufzuessen. Wär ja auch zu schade, einen Kuchen nur anzugucken!

Liebe Grüße,
Sarah

Dienstag, 24. September 2013

... die übrigen beiden Etagen der Hochzeitstorte ..

Heute kommen endlich die restlichen Rezepte für die Hochzeitstorte... 
So langsam muss ich die Hochzeitsposts abschließen, da ich noch einige andere Projekte in der Pipeline habe. 




 
Ich glaube, ich kenne niemanden, der keinen Zitronenkuchen mag. Egal ob fruchtige Torte oder der Oldschool-Sandkuchen mit Zitronenguss, mag jeder, oder? 
Die mittlere Etage bestand also aus Zitronenböden gefüllt mit Lemon-Curd-Buttercreme. 
Wie ich im letzten Post ja schon geschrieben hatte, habe ich für die Hochzeitstorte eine große Schüssel Swisss-Meringue-Buttercreme vorbereitet und eingefroren. Die Creme war schön leicht und fluffig und ließ sich ohne Probleme mit den weiteren Aromen verfeinern. 

Im mittleren Teil eben mit besagtem Lemon-Curd. Das hatte ich ja im vergangenen Jahr schon einmal für meine erste Hochzeitstorte gemacht und war damals sehr zufrieden. Das Rezept (aus meinem Magnolia Bakery Buch) gibt es hier. 

Für einen Kuchen mit 22 cm braucht man: 

  • 240 g Butter
  • 480 g Zucker
  • 4 Eier
  • 660 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 180 ml Milch
  • 60 ml Zitronensaft
  • 2 TL Zitronenschale
Den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180° vorheizen und die 22cm-Kuchenform von Innen mit Backpapier auslegen.
In einer großen Schüssel die Butter schaumig schlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen, bis alles schön cremig ist, dann ein Ei nach dem anderen zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver und der Zitronenschale in einer zweiten Schüssel vermischen und abwechselnd mit der Milch und dem Zitronensaft in die Ei-Butter-Zucker-Masse geben. Nicht zu lange durchrühren, nur bis sich alles schön vermischt hat. Ich habe den kompletten Teig auf einmal in der Form gebacken und dann ca. für 1 1/4 - 1 1/2Stunden gebacken, man kann aber auch drei Böden nacheinander Backen. Dafür bäckt man jeweils nur ein Drittel des Teiges auf einmal. Das dauert pro Lage dann ca. 20-25 Minuten (dafür bin ich aber zu faul ;-))
Nach einer Stunde schonmal die Stäbchenprobe machen, sicher ist sicher. Ist der Kuchen schön goldbraun und durchgebacken am besten in der Springform auskühlen lassen.



Ich habe während des Zusammensetzens leider nicht abgewogen, wieviel Creme ich für die mittlere Etage benötigt habe, das hab ich eigentlich nur nach Gefühl gemacht. Man nimmt also die Menge an SMB, von der man glaubt, sie könnte reichen um 2 Tortenböden damit einzustreichen und fügt dann nach und nach Lemoncurd hinzu. Nicht zu viel auf einmal, die beiden Cremes müssen sich zu einer homogenen Masse verbinden. Dazu ist es besonders wichtig, dass sowohl die SMB als auch der Lemoncurd die gleiche Temperatur haben, sonst flockt alles aus. 





 Außen habe ich die Torte wieder mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen, das passt super zu der zitronigen Füllung und schimmert nicht durch den Fondant durch. Außerdem ist Ganache gerade bei heißem Wetter, das wir im August ja hatten, stabiler als Buttercreme unter Fondant. 









Für das oberste Stockwerk hatte ich schon kurz vorher aus frischen, saftigen Aprikosen Marmelade eingekocht, die ich mit ein bisschen Amaretto abgeschmeckt hatte. Ich habe damals gleich 1 kg Früchte eingekocht, so hatte ich noch genug für diverse Frühstücksbrötchen ;-) Zum Marmeladekochen nehme ich übrigens am liebsten den 2:1 Gelierzucker, da wird das Ergebnis schön fruchtig ohne zu süß zu sein. Ich habe die Aprikosen zwar klein geschnitten, aber nicht püriert, da ich ein paar Fruchtstücke in der Marmelade ziemlich gerne mag! 

Für den Boden wollte ich eine Kombination aus Mohn und Orange, was ich persönlich sehr gerne mag, zu hause aber sonst so gar nicht gut ankommt... Also hatte ich hier die Gelegenheit. 

Für einen Kuchen mit 18 cm Durchmesser braucht man: 

  •  225 g Butter
  • 225 g Zucker
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl
  • 1 knappes Päckchen Backpulver
  • 2 TL geriebene Orangenschale
  • 100 g Mohn
De Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 160° vorheizen und eine 18 cm Springform mit Backpapier auslegen. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und ein Ei nach dem anderen hinzugeben. Mehl mit dem Backpulver, der Orangenschale und dem Mohn mischen und nach und nach unterrühren. Der Teig ist relativ fest, geht aber im Ofen trotzdem fluffig auf. Kann man den Teig kaum verrühren einfach einen kleinen Schuss Milch oder O-Saft zugeben. In die Form füllen und ca. 1 - 1 1/4 Stunden backen.

Für die Füllung dann einfach die SMB mit der Marmelade verrühren,bis eine cremige Füllung entsteht und den (natürlich abgekühlten, aufgeschnittenen) Mohnkuchen damit füllen. Auch diese Etage hab ich mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen und mit Fondant überzogen.

Übrigens bin ich nach dieser Torte zu dem Schluss gekommen, dass ich bei solch großen Projekten lieber auf gekauften Fondant zurückgreifen werde. Erstens ist es eine Schweinearbeit selbst soviel Fondant zuzubereiten und zweitens habe ich das Gefühl, dass gekaufter Fondant, gerade wenn man ihn sehr groß ausrollen muss, deutlich flexibler und formstabiler bleibt als selbstgemachter! 

Wenn man im Hochzeitstortenstress ist, ist das letzte was man gebrauchen kann, eine Fondantdecke, die einem ständig einreißt! Ich glaube, jeder, der das schonmal versucht hat kann da mitfühlen.

Hier nochmal ein hübsches Foto, wie die Torte hätte sein können, wäre mir die oberste Etage bei 38° nicht unter den Fingern geschmolzen wäre...

Vielen lieben Dank nochmal an Dunja und Liam, dass ich Eure Torte backen durfte, irgendwie macht das ja doch so ein kleines bisschen Spaß....




Montag, 9. September 2013

Wie backt man riesige Schokotorten + wo ich gelernt habe Swiss-Meringue-Buttercreme zu machen

So, erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich hier sooo lange nicht mehr geschrieben habe. Ich hatte aber auch einen triftigen Grund: 3 Wochen Urlaub! Nach der Hochzeitstorte hatte ich den auch bitter nötig, aber jetzt bin ich wieder im Lande und wollte ja endlich die Rezepte der Torte posten.


Wenn man so ein großes Projekt plant muss man sich ja über einige Dinge klar werden:
1. wie viele Leute kommen,
2. wie soll die Torte aussehen,
und 3. welche Geschmachksrichtungen möchte man anbieten, so dass für alle was dabei ist.

In meinem Fall waren das für die Hochzeitstorte die Kombis: Schokolade/Himbeer, Zitrone und Mohn/Aprikose. Eigentlich sollte die oberste Etage ja mit gesalzener Karamell-Buttercreme gefüllt werden, aber leider hat mir der Hochsommer ja einen Strich durch die Rechnung gemacht :-(

Heute fange ich mal ganz unten an.
Die unterste Etage hatte also einen Schokoboden, den ich mit einer Himbeerbuttercreme gefüllt habe. Ich habe dafür nicht den Schoko-Kuchen genommen, den ich sonst immer verwende, sondern einen etwas leichteren. Der andere ist doch ziemlich mächtig (aber extremst lecker). Das Rezept habe ich aus dem fantastischen Buch "the contemporary cake decorating bible" von Lindy Smith und ich bin davon wirklich begeistert. In dem Buch gibt es eine Umrechnungstabelle, wenn man andere Durchmesser backen möchte, aber auch abgesehen davon kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, es gibt es übrigens inzwischen auch in deutscher Sprache.

Ich habe den Kuchen in einer 26er Form gebacken und mit den Mengen an Zutaten stößt man leider schon fast an die Grenzen, was so in einer normalen Küche möglich ist. Ich habe herausgefunden, dass ich mit meinem Handrührer maximal 8 Eiweiße auf einmal steif schlagen kann...das wars dann. Das wird vom Volumen her so viel, dass meine größte Schüsseln nicht ausreicht. Also muss man das in Etappen machen, aber man wird ja erfinderisch!


Für einen Schokoladenkuchen mit 26er Durchmesser braucht man:
  • 550 g Zartbitterschokolade
  • 450 g Butter
  • 250 g Zucker (ich habe die Zuckermenge zum Originalrezept etwas reduziert)
  • 16 Eier
  • 115 g Puderzucker
  • 450 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
DieSchokolade über einem Wasserbad langsam schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Butter währenddessen aufschlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen, so lange weiterschlagen, bis die Butter weißlich und fluffig wird. Jetzt die 16 Eier vorsichtig trennen und ein Eigelb nach dem anderen in die Butter-Zucker-Mischung rühren, die abgekühlte Schokolade zugeben und kurz beiseite stellen.
Ich habe die Eiweiße dann in 2 Etappen steif geschlagen, wer aber so eine große Monster-Schüssel hat, dass 16 Stück auf einmal reinpassen kann das auch in einem Rutsch machen, währenddessen den Puderzucker einrieseln lassen. In eine dritte Schüssel das Mehl und das Backpulver sieben. 
Jetzt rührt man vorsichtig abwechselnd immer ein bisschen steifes Eiweiß und etwas Mehl in die Zucker-Ei-Mischung, bis alle Zutaten vermischt sind. 
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte und nach der Hubbelfrei-Methode präparierten Springform (wie das geht, steht hier) füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober- und Unterhitze ca. 2 Stunden backen. Bei so großen Kuchen würde ich nach ca. 1 1/2 Stunden schonmal eine Stäbchenprobe machen und dann immer mal wieder nachschauen, wie weit der Kuchen ist. Es kann auch länger als 2 Stunden dauern, das kommt natürlich auch auf den Herd an.
Ist der Kuchen fertig, kann man ihn aus dem Ofen nehmen und ihn in der Form erkalten lassen. Besonders schön wird die Oberfläche, wenn man einen glatten Teller auf den noch heißen Kuchen legt und diesen etwas beschwert. Das vermeidet einen unschönen Hubbel.





Für die verschiedenen Füllungen habe ich es mir ziemlich einfach gemacht. Ich habe eine große Schüssel Swiss-Meringue-Buttercreme vorbereitet und eingefroren. Als ich die Torten zusammengesetzt habe, musste ich die (zuvor natürlich aufgetaute) Buttercreme einfach nur mit den verschiedenen Geschmachszutaten verrühren und fertig. Ich hatte vorher noch nie Swiss-Meringue-Buttercreme gemacht, aber ich war wirklich begeistert. 



Ich habe ja schon in vergangenen Posts von Craftsy geschwärmt. Wer die Seite noch nicht kennt, kann sich das als eine Online-Volkshochschule vorstellen, in der man verschiedene Kurse (u.a. eben auch viele Cake-Decorating-Classes) buchen und sich die Unterrichtseinheiten immer wieder ansehen kann. Zusätzlich bekommt man die dazugehörigen Rezepte oder Schnittmuster/Vorlagen und kann online im Forum Fragen an die "Lehrer" stellen. Ich finde das eine feine Sache, weil ich vieles besser verstehen kann, wenn jemand es mir vormacht, als wenn ich nur darüber lese. 
Lange Rede, kurzer Sinn... es gibt einen Craftsy-Kurs über Buttercreme, der nichts kostet, man muss sich dafür nur registrieren. Wer daran Interesse hat, dem kann ich das aber voll und ganz empfehlen! Die Seite gibt es nur auf Englisch, aber ich hoffe, davon lässt sich niemand abschrecken. (Im Übrigen bekomme ich kein Geld von denen für meine kleine Werbeeinblendung hier)

Die Swiss-Meringue-Buttercreme ist wirklich schön fluffig und wunderbar abwandelbar. Für den Schokoladen-Kuchen hab ich passierte Himbeeren mit Stärke zu einer Art Pudding aufgekocht und die Masse dann abgekühlt unter die Buttercreme gemischt. Das hat toll geschmeckt und war trotzdem stabil genug um das ganze Gewicht zu halten.

Nach dem Zusammensetzten hab ich die Torte dann mit weißer Schokoladen-Ganache eingestrichen. Warum weiß?? Das schimmert einfach nicht durch den weißen Fondant durch. Sicher ist sicher.



Leider hab ich kein Anschnittfoto der untersten Etage, aber eins kann ich persönlich versichern: Die war echt lecker! :-)

Puh, nachdem ich für diesen Post eine gefühlte Ewigkeit gebraucht habe, muss ich mich nach meiner langen Blogabstinenz erstmal wieder eingewöhnen. Und parallel gibt es ja auch schon wieder so waaahnsinnig viel zu tun! In 4 Wochen findet die Tortenshow in Hamburg statt und ich stehe auf der Teilnehmerliste...... Bin jetzt schon nervös....

Ist von Euch auch jemand dabei????

Mittwoch, 7. August 2013

Meine zweite Hochzeitstorte (diesmal aber wirklich die letzte...)

So, hier kommen also endlich die Fotos meines letzten Riesen-Projekts. Die Hochzeitstorte für die Hochzeit meiner Freundin Dunja. Die Rezepte werde ich demnächst nochmal nachreichen, aber fürs erste müssen ein paar Fotos reichen ;-)


Ich muss sagen, dass mir ein unglaublicher Stein vom Herzen gefallen ist, als ich die Torte endlich im Kühlhaus abgeliefert hatte! Es konnte ja keiner ahnen, dass der Tag der Fertigstellung ausgerechnet der heißeste Tag des Jahres werden würde (39°). Es ist leider so einiges schief gegangen und schlussendlich ist die Torte leider nicht ganz so geworden, wie ich es mir erhofft hatte Schade!

Geplant war eigentlich eine vierstöckige Torte, deren Design an die Einladungskarten anspielen sollte (ich hab damals gedacht, graphische Muster sind bestimmt einfacher als Schnörkel und Blumen oder so.... das liegt allerdings ganz im Auge des Betrachters, wie ich jetzt weiß!). Herausgekommen ist eine dreistöckige Wuchtbrumme, die ziemlich ins Schwitzen kam...

Durch die extreme Wärme war der Fondant extrem schwer zu verarbeiten und ist mir fast davongeflossen... Man erkennt das ein bisschen am obersten Foto... die oberste Etage ist richtig "nass" von außen.

Ich hatte nach drei Stunden Dreiecke schneiden (mit einer Rasierklinge) schon langsam das Gefühl, ich werde nie fertig, aber irgendwie schafft man es dann ja doch.



Das Muster hab ich mit der Transfer-Methode angebracht, wie das funktioniert, seht ihr z.B. hier oder auch in dem Craftsy-Online-Kurs von Jessica Harris, von dem ich hier schonmal geschwärmt habe.













Ich habe diesemal übrigens normale Strohhalme zur Stabilisierung der Etagen genommen und war begeistert, wie einfach das geht. Die lassen sich deutlich besser schneiden als Holzstäbe!



















Man beachte die Schweinerei im Hintergrund, ständig liegt soviel Deko-Kram und Puderzucker rum....
Ist das bei Euch auch so?


Als Cake-Topper hatte sich Dunja ein irisches Symbol gewünscht... ein von zwei Händen gehaltenes Herz mit einer Krone obendrauf. Obwohl ich das Herz ca. 1 Woche vorher schon aus Modellierfondant geformt hatte, ist es nicht richtig fest geworden und war ziemlich instabil. Das gleiche galt für die Krone, die mir natürlich auch noch runterfallen musste um dann total verbeult zu sein..... War nicht so ganz mein Tag... ich hab zwar noch versucht zu improvisieren, aber mir sah die ganze Geschichte dann doch eher nach Sailor-Moon aus und schlussendlich hab ich das Herz wieder runtergerupft.

so ungefähr hätte das aussehen sollen




Die Torte ist übrigens nur dreistöckig geworden, weil der Fondant des letzten Stockwerks über der weißen Schokoladenganache tierische Blasen geschlagen hat... Sah ein bisschen aus wie riesige Eiterpickel, die langsam aufplatzten... Das wollte ich optisch niemandem antun. Geschmacklich war die Etage aber erste Sahne... gesalzenes Karamell... Sorry, Dunja und Liam :-(

Alles in allem mecker ich vermutlich mal wieder am meisten über die Torte, aber ich finde es einfach ärgerlich, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle! Trotzdem war das eine ganz tolle Hochzeit und ich hoffe, dass ich dem Brautpaar damit eine kleine Freude machen konnte.



Ach ja... ganz unten ist ein Schokoladenkuchen mit Himbeerbuttercreme, in der Mitte Zitronenkuchen mit Lemoncurd-Füllung und oben Mohn-Biscuit mit Aprikosen-Vanille-Buttercreme... die Rezepte gibt`s beim nächsten Mal, versprochen :-)

Liebe Grüße,
Sarah








Montag, 15. Juli 2013

Super-Mario-Cakepops


Zuallererst möchte ich mich an dieser Stelle erstmal bei allen bedanken, die hier auf meine Seite finden, den ein oder anderen Post lesen, einen Kommentar hinterlassen oder vielleicht sogar eines der Rezepte nachbacken. Ich hab vor einigen Tagen den 50.000en Klick auf meinem Blog gehabt (und es waren nur ca. 25.000 von mir selbst...) und von der Zahl bin ich ziemlich überwältigt. Als ich vor gut einem Jahr hiermit begonnen habe, war ich schon über die ersten 20 Klicks total überrascht und hab mich gewundert, dass so viele Leute interessiert, was ich zu hause im kleinen Kämmerlein zusammenknete! An dieser Stelle möchte ich dafür, wie gesagt, bei jedem Einzelnen herzlich bedanken.... das macht echt Spaß, besonders, wenn man so viele tolle Resonanz bekommt. Danke! Da mach ich doch gerne weiter....

Heute möchte ich Euch gerne die Cakepops zeigen, die ich letzte Woche für eine Bekannte gemacht habe. Der Beschenkte scheint wohl ein ziemlicher Super-Mario-Freak zu sein. Ich persönlich war früher eher immer so der Sega/Sonic the Hedgehog-Typ.... falls sich irgendjemand daran erinnert!?!
Aber natürlich kennt den roten Klempner und seinen grünen Bruder jeder, und so fehlt es auch nicht an diversen Vorlagen im Internet.

Ich habe so unglaublich viele tolle Fotos gemacht, wie schon lange nicht mehr...hunderte...ach, tausende.....beim Rüberkopieren auf den Laptop hab ich dabei allerdings alle, bis auf 6 Stück, aus ziemlicher Doofheit gelöscht! Das war der krönende Abschluss eines Tages, an dem zuerst die Fahrradkette abspringt, der Küchenabfluss verstopft ist und dann die Spülmaschine den Geist aufgibt.... Solche Tage gibt es!
Aber egal, die übrigen will ich Euch nicht vorenthalten. 

Ich habe das erste Mal richtige Cakepops-Stiele aus Pappe benutzt, denn die hab ich kurz vorher bei KD-Torten in Hamburg gekauft (toller Laden übrigens). Sonst hab ich immer ordinäre Schaschlik-Spieße aus Holz verwendet und war damit immer sehr zufrieden. Die kleinen Pappstielchen hatten jetzt auch ordentlich Mühe, die Cakepops zu halten, die am Ende doch größer wurden, als ich zunächst dachte, und damit natürlich auch ziemlich schwer. Für die Verzierungen hab ich doch ne Menge Fondant benötigt.
Gehalten hats dann aber doch (zum Glück). Links auf dem Foto sind die Pops im Urzustand, noch nur aus Brownie-Masse und noch ohne Schokoladenüberzug. Über die Schokolade habe ich dann die Figuren aus Fondant modelliert.


Falls sich jetzt jemand denkt, er möchte das gerne nachmachen, sollte man sich von vornherein klar sein, dass das eine schweinemäßige, aufwändige Arbeit ist! Aber Spaß macht es natürlich trotzdem total ;-)
Wer kennt das nicht!















Die Blume und die Pilze sind im Vergleich noch ziemlich einfach zu machen. Ziemlich kniffelig war aber der Stern, bzw. den Fondant möglichst gleichmäßig darüberzubekommen. Mein persönlicher Favorit ist aber der Schildkrötenpanzer (auch schön simpel!)










Das wars leider schon mit meinen Bildern... mehr gibts nicht, leider!



Liebe Grüße,

Sarah


Montag, 1. Juli 2013

Ein (kitschiger) Kuchen zur Hochzeit

Vor kurzem waren wir zu einer Hochzeit eingeladen, und ich fand es irgendwie etwas langweilig und unpersönlich einfach nur so einen Umschlag zu überreichen, darum hab ich auf die Schnelle noch ein kleines Törtchen gebacken, auf das ich den besagten Umschlag legen konnte.
Wie nennt man eigentlich eine Motivtorte für eine Hochzeit? .... eine Hochzeitstorte ist es ja nicht..... Weiß ich auch nicht!



Ich finde, für eine Hochzeit kann man nochmal eine Extraschippe Kitsch drauflegen, sonst mag ichs ja auch lieber klarer und schlichter! Aber Herzen, eine große Portion Gold und Schleifentüdel passen hier (wie ich finde) ganz gut. Die Herzen bestehen übrigens aus meinem Liegblingsschokoladenkuchen. In Form gebracht und überzogen sind sie dann mit dunkler Schokoladenganache und natürlich Fondant. Leider hab ich diesmal (mangels Zeitdruck bei der Fertigstellung) keine Making-of-Fotos Fotos :-(


Ich habe leider nur ein Dark-Gold als flüssige Goldfarbe, der Farbton erinnert allerdings eher an Bronze als an Gold, daher hab ich mit ein wenig gelber Lebensmittelfarbe und noch etwas Perlmutt-Farbpigmenten nachgeholfen um einen Gelbgoldton zu erreichen. Mit dem Ergebnis bin ich so semi-zufrieden.... Für das goldene Herz habe ich den weißen Fondant einfach golden übergepinselt.





Für die Ringe hab ich etwas Blütenpaste dünn ausgerollt, zwei Streifen ausgeschnitten und zu Ringen zusammengesetzt. Die Nahtstelle fällt später nicht mehr auf, wenn man sie unter dem Schleifenband versteckt. Es macht Sinn, die Ringe möglichst früh zu machen, damit sie Zeit zum Trocknen haben. Nachdem sie fest geworden sind, kann man sie mit der Goldfarbe bepinseln und vollständig zu ende trocknen lassen.




Da ich mit der ganzen Goldfarbe ziemlich rumgeaast habe und damit der ein oder andere Farbkleks auf dem Cakeboard gelandet ist, hab ich noch ein paar zusätzliche Dekoelemente geschickt mit eingeflochten (*Eigenlob*). Für das Band mit den beiden Namen hab ich ebenfalls Blütenpaste ausgerollt, einen Streifen abgeschnitten (das geht am besten mit einem Pizzaschneider) und mit so einem kleinen Kopierrädchen  an den Rändern geprägt. Das bekommt man im Nähladen und kann damit tolle Nähte in den Fondant prägen. Alternativ tuts auch ein Zahnstocher und viel Geduld....


Die Namen hab ich mit meinem Brigitte-   Keksprägeset eingestempelt,  das war wirklich sehr praktisch!
Das große Band und die Schleife bestehen ebenfalls aus Blütenpaste und verdecken geschickt die (nicht sehr ansehnlichen) Übergänge zwischen beiden Herzen.
                                                                                          
Falls jemand das Ornament auf dem weißen Herzen bekannt vorkommt: den gleichen Stempel hab ich schonmal benutzt. (s. li. Bild)
Leider hab ich die Vertiefungen ausgemalt bevor der Fondant angetrocknet war, das zusätzliche Gelb, das ich in die Farbe gemischt hatte ist etwas "ausgelaufen". Ich denke, das wäre nicht passiert, wenn ich etwas mehr Geduld gehabt hätte.
Nachdem ich mit mit diesem Kuchen schonmal thematisch eingestimmt habe, kommt als nächstes (gaaaanz großes) Projekt die nächste Hochzeitstorte auf mich zu! Die Planungsphase ist fast abgeschlossen, jetzt gehts langsam ans Backen!

Ach ja, fast vergessen! Wenn ihr möchtet, folgt mir bei Facebook. Rechts in der Sidebar findet ihr einen riesigen Button auf den ihr nur klicken müsst, ganz einfach ;-) Würde mich sehr freuen!

Schöne Grüße,
Sarah

Freitag, 21. Juni 2013

Basketball-Cake-Pops

Hier bin ich wieder....! Nach drei Wochen, in denen ich meinen Blog sträflich vernachlässigt habe, melde ich mich pünktlich zum Sommeranfang zurück. Nein, ich war nicht im Urlaub, nein ich hab nicht im Lotto gewonnen oder bin nach Südamerika ausgewandert!
Wie natürlich jeder weiß, sind am letzten Sonntag die Playoffs der Basketball Bundesliga (zu früh) zu ende gegangen .... und wie ich hier ja schon einmal geschrieben habe, hab ich neben dem Backen und Bloggen auch noch ein (ziemlich zeitaufwändiges) anderes Hobby... nämlich Basketball gucken. Seit ein paar Jahren habe ich eine Dauerkarte für die EWE Baskets Oldenburg und nach einer spitzenmäßigen Saison sind wir mal eben locker erst in die Playoffs, und dann ins Finale eingezogen. Leider hat zum Schluss ein kleines Quäntchen Glück gefehlt um Deutscher Meister zu werden, aber egal!
Wie auch immer, ich bin in den letzten Wochen einige tausend Kilometer durch ganz Deutschland gefahren um mir die Auswärtsspiele anzugucken und so ziemlich selten zum Backen, geschweige denn zum Bloggen gekommen. 


Für die vorletzte Fahrt nach Bamberg wollte ich aber gerne was Süßes mitnehmen, was man unterwegs gut essen kann ... da gehen Cake-Pops natürlich super! Aber auch der Bezug zum Basketball sollte nicht fehlen, also gab es Basketball-Cake-Pops und welche mit blau-gelben Zuckerstreuseln (in den Vereinsfarben).

Für die Basketbälle hab ich einen kleinen Rest Fondant mit gelber, brauner und ein wenig roter Lebensmittelfarbe eingefärbt, bis das basketballtypische orange-braun entsteht. 
 
Die Struktur hab ich mit einem sauberen, unbenutzen Spülschwamm eingeprägt, sieht täuschend echt aus. Als Ausstecher hab ich eine Spritztülle benutzt, und damit man auch wirklich erkennen soll, was das sein soll, fehlen natürlich nur noch die Streifen auf dem Ball. Die hab ich nach dem Trocknen des Fondants mit einem schwarzen Lebensmittelfarbstift aufgemalt.
 Natürlich kann man auf gleich Art und Weise auch Golf-, Tennis-, Fuß- oder sonstige Bälle anfertigen. Billard-Kugeln sind bestimmt auch witzig!
Die Cake-Pops selbst hab ich aus eingefrorenen Schokoladenkuchen-Resten, Frischkäse und geschmolzener Zartbitterschokolade gemacht. Wie das funktioniert hab ich hier ja schonmal geschrieben. Überzogen sind sie mit Zarbitterkuvertüre, bevor die fest wird muss man schnell sein und entweder die Basketbälle drauflegen oder die Zuckerstreusel aufstreuen.


 








In Ermangelung von gelben und blauen Streuseln hab ich mir die übrigens selbst mit einem kleinen bisschen Lebensmittelfarbe gefärbt. Einfach ein paar möglichst helle Streusel (meine waren lindgrün und flieder) in ein kleines Gläschen füllen, Farbe dazu und umrühren. Man benötigt wirklich nur sehr wenig Farbe, da die Streusel sonst zu feucht werden und aneinanderkleben. Sollte das passieren, kann man einfach ein bisschen Puderzucker drüberstreuen und umrühren. Der Zucker saugt die Flüssigkeit auf.



Ich bin ja immer wieder begeistert von Cake-Pops, insbesondere, weil sie so eine super Resteverwertung sind! Immer, wenn ich irgendwelche Rührkuchenreste übrig habe, friere ich die ein, um irgendwann Cakepops daraus zu machen! Echt praktisch! Die Dinger haben auf der Auswärtsfahrt übrigens reißenden Absatz gefunden, aber leider haben wir das Spiel dann doch noch knapp verloren. 

Hier nochmal ein Foto in Aktion, weils so schön war! Die Verrückte, auf die der Pfeil zeigt, bin übrigens ich ;-)



Habt Ihr auch irgendwelche (schrägen) Hobbys, abgesehen vom Backen, die Euch manchmal voll in Beschlag nehmen?? Würde mich ja wirklich mal interessieren!

Schönen Sommeranfang noch,
Sarah



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