Wie schon in meinem letzten Post angedeutet, sind ja die Autos aus dem Film "Cars" scheinbar sehr begehrt unter den Kleinsten. Mein aktueller Kuchen für den kleinen Mio, der morgen drei Jahre alt wird, war der Abschleppwagen "Hook" aus dem Film. Im Grunde ist das ein sehr dankbares Motiv für einen Kuchen, der Lack ist etwas schäbig, die Stoßstange verbeult und die Karosserie kann auch etwas krumm und schief sein. Etwaige Macken fallen also kaum auf ;-)
Nach meinem letzten Kuchen habe ich mehrere Anfragen bekommen, wie genau man denn so einen Kuchen macht, so ganz detailliert konnte ich darauf aber schlecht eingehen. So einen Kuchen schüttelt man leider nicht einfach so aus dem Ärmel.... es gibt kein Rezept, wo ich sagen kann: erst macht man das, dann das..... Ich habe das Motivtortenbacken selbst ja nie irgendwo gelernt, sondern mir alles nach und nach aus dem Internet und aus Büchern selbst angeeignet. Natürlich hab ich dabei auch nicht sofort mit 3D-Torten angefangen sondern erstmal mit Fondant-Cupcakes. Nach und nach erlernt man dann immer mehr Techniken und Fertigkeiten, so dass man sich auch an aufwändigere Projekte wagen kann. Ganz wichtig dabei ist es aber auf jeden Fall die Basics, wie z.B. den Umgang mit Ganache oder Fondant zu beherrschen, sonst kann das ganze Projekt schnell frustrierend werden.
Für diesen Kuchen hatte ich nur einen Schwarz-weiß-Ausdruck eines Bildes am Kühlschrank hängen, alles weitere hab ich mir selbst überlegt und selbst zusammengetüftelt. Und genau das ist es auch, was mir dabei am meisten Spaß macht: Sich zu überlegen, wie das Endprodukt aussehen soll, und sich dann damit auseinanderzusetzen, wie man das Ziel erreicht!
Untergrund sind drei Schokoladen-Böden, den ich mit Schokoladenganache zusammengesetzt habe. Überzogen habe ich den Kuchen dann mit einer Mischung aus selbstgemachtem Gelatine- und Marshmallowfondant, den verarbeite ich am liebsten.


Als Untergrund habe ich mir ein kleines Podest aus Kappa-Platten gebastelt, für die Achsen kann man wunderbar kleinere Restabschnitte verwenden.
So sieht dann der Rohbau vor dem Airbrushen aus! Die Fenster und Türen hab ich mit Küchenkrepp abgedeckt, damit sie keine Farbe abbekommen,
Das Gestänge auf der Ladefläche ist übrigens nicht essbar, sondern besteht aus zugeschnittener Kappa-Platte, die ich mit Fondant überzogen habe. Dort kommt später das Abschleppseil samt Haken dran.

Das wars mal wieder. Mit dem Ergebnis bin ich diesmal wirklich sehr zufrieden! Die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld und meine Socken sind zur Abwechslung von unten braun-orange statt rot wie beim letzten Mal, aber gelohnt hat es sich.
Liebe Grüße,
Sarah