Mittwoch, 31. Dezember 2014

Meine Weihnachtstorte 2014


Hallo zusammen,
am letzten Tag des Jahres möchte ich Euch unbedingt noch ein paar Fotos meiner Weihnachtstorte zeigen. Vielleicht habt Ihr sie schon bei Facebook gesehen, falls nicht, kann ich sie hier nochmal in voller Größe präsentieren. 


In diesem Jahr hab ich meine ganze Familie zu uns zum Weihnachtsessen eingeladen, natürlich gänzlich ohne den Hintergedanken, mal wieder einen Riesenkuchen zu machen ;-) Es wurde also mal wieder Zeit einen auf dicke Hose zu machen! Ich wollte mal was ganz Anderes, irgendwas Verrücktes, und mit Beleuchtung, und und und.... Bei Craftsy hab ich neulich den "Sweet-Treat-Tower"- Kurs von Marina Sousa gebucht und hatte somit schon einige Inspirationen. Das Thema an sich dann weihnachtlich umzusetzen, ist natürlich ein Leichtes. 


Hier ein paar Zimtsterne, da ein Weihnachtsstern und ein beleuchterer Tannenbaum, fertig ist der Lack! Ach übrigens, der Baum ist kein Kuchen, sondern besteht aus Rice (bzw. Schokocrispies) und geschmolzenen Marshmallow, daraus kann man eine furchtbar klebrige, aber gut formbare Masse herstellen, die sich auch wunderbar schnitzen lässt. Die Lichterkette ist eine batteriebetriebne LED-Kette mit 10 Lämpchen, die ich unter dem Fondant um das Bäumchen gelegt habe.



Die eigentlichen Kuchen sind somit nur der untere angeschnittene Kuchen (Orangenböden mit Orangen-Swiss-Meringue-Buttercreme und Orangen-Sternanis-Marmelade) sowie die Mararon-Schachtel ganz oben drauf (Sachertorte). Das Gerüst besteht aus einer Gewindestande, Muttern und Unterlegscheiben, die man in jedem Eisenwarenladen bekommt. Eine Heißklebepistole ist auch wichtig, um die Unterlegscheiben an ihrem Platz zu halten. Wer sich jetzt denkt, dass er bestimmt nix essen möchte, was mit Metall, Batterien oder Heißkleber in Kontakt war, dem kann ich versichern, dass der Kuchen nix davon abgekriegt hat. Bevor der Kuchen auf das Gestell gesteckt wird, kommt ein großer Strohhalm (z.B. für Bubble-Tea) drüber, so kommt nichts Essbares mit dem Gestänge in Kontakt.


  Der Kuchen hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, weil er aus so vielfältigen Komponenten besteht und ich mich richtig austoben konnte. Den Weihnachtsstern hab ich übrigens extra für meine Mutter gemacht, da sie sich von mir eine selbstgemachte Zuckerblume gewünscht hatte .....2 Fliegen mit einer Klappe usw.... ;-)


Ach ja, lecker waren die Kuchen übrigens auch, besonders der Orangenkuchen war toll.



Ich wünsche Euch schonmal einen guten Rutsch, wir sehen uns hier nächstes Jaht!

Liebe Grüße, Sarah






Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mir glaubt niemand mehr, wenn ich schon wieder behaupte, dass das diesmal wirklich meine letzte Hochzeitstorte ist, oder?

Ok, ok, ich geb`s auf. Schon zweimal (nämlich hier und hier) hab ich Euch erzählt, dass ich nie nie nie wieder eine Hochzeitstorte backen werden, weil mich der dazugehörige Stress in den Wahnsinn treibt. Aber wenn ich dann doch so nett gefragt werde, kann ich halt doch nicht nein sagen...ihr kennt das! Außerdem ist es immer wieder toll, die fertige Torte dann vor sich stehen zu haben und damit wieder ein rieseiges Projekt abzuschließen. Macht Spaß, besonders weil hinterher nix zuhause rumsteht und einstaubt, sondern alles aufgegessen wird!

Ich hab ja neulich schon geschrieben, dass mein Sommer recht ereignisreich und stressig war: direkt auf einen wunderschönen Sommerurlaub folgte ein furchtbar stressiger Umzug (in eine sehr schöne neue Wohnung). Als ich zur Torte zugesagt hatte, konnte ich damals noch nicht ahnen, dass sich der Aufbau meiner Küche dann leider doch etwas hinziehen sollte....

Montags morgens wurde mein Herd angeschlossen und Donnerstag Abend musste die Torte fertig sein! Naja, sind ja 4 Tage, könnte man meinen, allerdings musste ich alle vier Tage voll arbeiten um mir irgendwie die Brötchen zu verdienen, Urlaub war ja vorbei. Zum Glück hab ich hier vorausschauend gedacht und zumindest die Zuckerblumen für die Deko schon im voraus vorbereitet. Für die braucht man ja keine funktionstüchtige Küche, sondern nur viel viel Geduld.
Als Vorgabe hatte ich nur den Wunsch, dass sich die Farbe lila in der Deko wiederfindet und die Füllung, passend zum Spätsommer, fruchtig sein soll.

Die unterste Etage bestand aus Schokoladenböden mit Himbeerbuttercreme, die mittlere Etage aus Zitronenkuchen mit Lemoncurdfüllung und die oberste Etage war ein Mohnkuchen mit Aprikosenbuttercreme. Die Rezepte hab ich so ähnlich schon bei meinen übrigen Hochzeitstortenrezepten gepostet, daher schenk ich mir das jetzt.



Die Deko an sich wollte ich gerne schlicht und klassisch halten. Ich habe kurz über lila Fondant nachgedacht, aber möchte das wirklich jemand essen? Ich habe mich dann für die appetitlichere Variante mit lila Satinbändern und violetten und rosa Blüten entschieden. 

Apropos Blüten, ich hab vorher noch nie welche gemacht! Viele gute Tipps habe ich in dem Zusammenhang in meinem neuen Oldenburger-Lieblingsgeschäft "Glücksmoleküle" von der lieben Sunita bekommen. Wer hier oben im Norden wohnt und mal eben schnell seinen Motivtortenbedarf aufstocken will, der sollte sich den tollen Laden mal anschauen... viele praktische Tipps inklusive.




Eine weitere große Unterstützung in diesem Zusamenhang war natürlich wieder Jessi von "Coli`s kitchen". Wenn sich jemand mit wahnsinnig tollen Zuckerblüten auskennt, dann sie. Besonders mit dem Arrangement der fertigen Blüten hatte ich so meine Probleme, aber "Facebook-Messenger" sei dank, kann man hunderte von Kilometern ja schnell überbrücken. Ganz ganz lieben Dank nochmal dafür :-)


Ich hab zwar schon viel über die Herstellung und das Einfärben von Zuckerblüten gelesen, aber eigentlich probier ich auch selbst gerne iregendwie rum, bis mir das Ergebnis gefällt. In diesem Fall hab ich beim Einfärben der Anemonen, die vorher weiß waren, zur Airbrushpistole gegriffen und war mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Das Innere der Blüte hab ich dann später mit Pastenfarbe schwarz angemalt.

Die Filler-Flowers, bzw. die Hortensienblüten hab ich nach diesem tollen Tutorial von Petalsweet gemacht. Die ganze Seite ist klasse und alles wird wahnsinnig gut und ausführlich erklärt.

Ich hab so für mich beschlossen, dass das sicher nicht mein letzter Exkurs in die Blumenwelt gewesen ist. Besonders im Winter, wenns draußen grau und kalt ist, kann ich mich damit sicher gut stundenlang beschäftigen. Oder ich lerne Socken stricken, ich weiß noch nicht :-D


Bis dahin, schöne Grüße,

Sarah

Dienstag, 21. Oktober 2014

Schokoladenkuchen mit Espresso-Frosting und gesalzenem Karamell

Neulich hatte meine Mutter mal wieder Geburtstag, und da ist meine erste Wahl für einen Geburtstagskuchen eigentlich immer ein dunkler Schokoladenkuchen. Dieses Jahr hab ich ein bisschen rumgegoogelt und bin bei "Call me Cupcake", dem Blog von Linda Lomelino hängengeblieben.... vermutlich kennt Ihr sie alle, wenn nicht den Blog, dann bestimmt ihr grandioses Buch......
Und auch in diesem Buch findet sich das Rezept für den "Chocolate-Cake with Dulche de Leche and Sea Salt", zumindest hab ich das im Buchladen gesehen, leider hab ich´s mir bis dato noch nicht gekauft....das werde ich aber auf jeden Fall nachholen....Verdammt leckere Sachen sind da drin!




Im Originalrezept backt sie einen Kuchen mit 15 cm Durchmesser, ich wollte den Kuchen aber etwas größer haben und habe eine 18er Form und einen ebensogroßen Tortenring benutzt. Dafür habe ich die 1 1/2fache Teigmenge benutzt, und ein bisschen weniger Zucker..... wenn ihr das Original nachbacken wollt, findet ihr das Rezept hier.

Für den Kuchen:
  • 115 g zerlassene Butter
  • 400 g Mehl
  • 90 g Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Natron
  • 500 g Zucker
  • 2 große Eier
  • 340 ml Milch
  • 225 ml starker Kaffee
Für das Frosting:

  • 200g gehackte dunkle Schokolade (70%)
  • 300g weiche Butter
  • 60 g Backkakao
  • Mark von einer Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 4 TL Espresso
  • 250 g Puderzucker
Für die Füllung:

  • 1 Dose Dulche de Leche (wie man das selber macht, könnt ihr hier lesen)
  • Fleur de Sel
Den Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen und zwei Formen mit 18cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, ich habe eine Springform und einen Tortenring benutzt.
Mehl, Kakao, Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben, mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Den fertigen Teig habe ich gleichmäßig auf beide Formen verteilt und ca. 45 Minuten gebacken, bitte Stäbchenprobe machen, ob die beiden Kuchen durch sind. 
Ich habe die Böden schon einige Tage vorher gebacken und nach dem Abkühlen, so wie sie waren, eingefroren. In 4 gleiche Böden habe ich sie dann erst nach dem Auftauen geteilt. Ihr könnt das aber natürlich auch gleich nach dem Backen und Auskühlen tun.

Für die Creme muss die Schokolade über dem Wasserbad geschmolzen werden, anschließend bitte auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Währenddessen die Butter mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine aufschlagen, bis sie fast weiß ist, nach und nach den gesiebten Puderzucker und das Kakaopulver zugeben. Zum Schluss die geschmolzene Schokolade, das Salz, den Espresso und die Vanille zugeben und schlagen bis die Creme schön glänzt. Fertig.

Zum Zusammensetzen macht ihr die Dose Dulche de Leche auf und streicht einen Boden damit ein, darauf eine dünne Schicht Buttercreme und ein bissel Fleur de Sel drüberstreuen, dann kommt der nächste Boden drauf, dann Dulche de Leche, Frosting, Fleur de Sel usw.. Habt ihr alle 4 Böden zusammengebastelt streicht ihr eine dünne Schicht Frosting als Crumb-Coat über den ganzen Kuchen und stellt ihn anschließend erstmal für ca. 20 Minuten kalt. Die restliche Creme bitte nicht in den Kühlschrank, sonst könnt ihr sie gleich nicht mehr verstreichen....
Ich finde, bei Linda sieht das Muster im Frosting ganz toll aus, bei mir wollte das aber nicht so klappen, daher hab ich den Kuchen einfach glatt mit dem übrigen Frosting eingestrichen und habe dann vorsichtig meinen Rest Dulche de Leche erhitzt, bis ich es schön oben drüber gießen und verstreichen konnte. Zum Schluss noch etwas Fleur de Sel drüberstreuen und fertig!



Der Kuchen schmeckt am  besten, wenn er nicht direkt aus dem Kühlschrank serviert wird, sondern Zimmertemperatur hat, dann ist die Schokoladencreme richtig schön cremig und der Kuchen an sich ist wunderbar fluffig und saftig.

Besonders der Teig hat es mir wirklich angetan, da die Böden ganz fantastisch geworden sind. Gesalzenes Karamell geht sowieso immer und selbst die Kaffeenote hat mich nicht gestört, im Gegenteil...insgesamt passt das alles ganz hervorragend zusammen. Ein Gesamtkunstwerk sozusagen. Danke Linda, für das tolle Rezept!

Den wunderhübschen Tortenständer habe ich mir übrigens auf der Tortenshow bei "Home of Cake" gekauft und bin immer nocht total begeistert, hier könnt Ihr ihn auch bestellen.

Liebe Grüße,
Sarah


Dienstag, 14. Oktober 2014

Mein rosa Traumhaus für die Tortenshow 2014 [und ein ganz bisschen Kritik vielleicht auch]


Hallo Zusammen,
endlich komme ich seit über 3 Monaten mal wieder dazu, einen neuen Post zu schreiben. Mein Sommer war sehr ereignisreich und anstrengend. Von einem wunderschönen Urlaub, über einen schweißtreibenden Umzug bis zu einem extrem ärgerlichen Motorschaden  war so ziemlich alles dabei. Im größten Chaos hab ich dann auch noch mal eben schnell meine dritte Hochzeitstorte zusammengeklöppelt, aber davon werde ich Euch ein andermal berichten....

Jetzt geht`s erstmal um meinen Beitrag für die diesjährige Tortenshow, die am vergangenen Wochenende in Hamburg stattfand. Natürlich wollte ich auch in diesem Jahr teilnehmen, da ich 2013 mit meinem "Jutebeutel" schon Blut geleckt hatte, war für mich klar, dass ich dieses Jahr auch dabei bin.

Die Idee zu dem französichen Haus mit der Patisserie unten drin, entstand im Grunde direkt auf der Heimfahrt von der letzten Tortenshow, und kam nicht von mir, sondern von meinem Mann. Man könnte ihn glatt als ein wenig "frankophil" bezeichnen, nicht umsonst waren wir schon viele , viele Male in Frankreich und eben auch in Paris....diese alten Stadthäuser sind einfach toll, und perfekt, um sie in Zucker umzusetzen.

Ich will Euch auch gar nicht mit so vielen Details zu der Entstehung langweilen, denn bei diesem Kuchen gab es Unmengen von kleinen Details, die sich immer wiederholt haben. Insgesamt hat es 27 Fenster, 6 Schaufenster, diverse unterschiedliche Balkone, Verzierungen etc...... Ich kann nicht haargenau sagen, wie lange ich an dem Haus gesessen habe, aber ich befürchte, die Gesamtzeit übersteigt die Zeit meiner Abiturvorbereitung um einiges ;-) Während man da dann so sitzt, und kleine Balkone aus Reispapier ausschneidet, kommt man schon mal in so eine Sinnkrise und fragt sich, was das alles eigentlich soll! Mal ehrlich, das ist ein ziemlich sinnfreies Hobby, wieviel Zeit man investieren kann.....Wahnsinn!
Aber Spaß macht es trotzdem :-D

Es ist fast wie Meditation, hunderte kleine Fensterrrahmen, Türzargen und Pflastersteine aufzukleben... Naja, nicht ganz, denn bei sowas kann ich nur ruhig und konzentriert bleiben, während ich sehr laut viel rockige Musik höre. Mein Favorite-Album zum Pflastern des Gehweges war z.B. "Ten" von "Pearl Jam", "In Your Honor" von den "Foo Fighters" gabs zum Balkonausschneiden und für die Dachziegel wurde es dann etwas ruhiger mit dem neuen Album von den "Counting Crows". Da sitz ich dann also stundenlang auf meinem kleinen Stuhl in der Küche, hab die Kopfhörer in den Ohren und bin abgeschnitten von der Außenwelt, während ich kleine Würste rolle und Dachrinnen klebe. Wer noch nie so ein Projekt vor sich hatte und weiß, wie es ist, wenn aus einem Haufen Eier, Zucker und Mehl etwas ensteht, das man sich selbst ausgedacht hat, der wird mich nicht verstehen können, sondern mich für bekloppt halten.
 
Ach ja, by the way.... 24 Kilo wiegt der Spaß mit allem drum und dran.


Naja, gut, ich bin auf jeden Fall irgendwann fertig geworden, hab den Kuchen abgeliefert und am Sonntagmorgen wieder in HH aufgeschlagen. Da konnte ich dann auch das Ergebnis meiner Bemühungen sehen, nämlich: meine Bronzemedaille!

Juchu, Bronze! *schluck* "Da freu ich mich aber! [nicht]"

Ok, ok, viele werden jetzt sagen, was meckert die denn, ist doch toll! Ist ja Meckern auf hohem Niveau! Und das stimmt auch, natürlich kann man sich freuen, überhaupt eine Medaille zu bekommen... Trotzdem war ich aber ordentlich enttäuscht. Mit mindestens Silber hatte ich schon gerechnet. Klar weß ich, dass die Torte nicht perfekt ist, aber Bronze ist sie meiner Meinung nach auch nicht. Ich hab natürlich mit meiner Jurorin gesprochen und sie hat mir bestätigt, dass die Idee ganz toll ist, und ich viele tolle Details eingebracht habe, außerdem sind meine Fenster wunderbar exakt...... aber: die Regenrinne ist schief! Und das Dach auch, und die Dachziegel sind nicht haargenau exakt übereinander. 
Hhmmmm, ok! Hat sie Recht! 
Dass das aber keine exakte Kopie einer Pariser Stadtvilla sein soll, sondern eher ein Patisserie-Traumhaus im Comicstil, bei dem die Regenrinne etwas verbeult und das Dach auch ein bisschen windschief sein soll war scheinbar nur mir aufgefallen. Ich hab ihr dann die Idee dahinter versucht ein bisschen zu erklären, und im Endeffekt gab sie mir auch Recht, aber da war die Bewertung gelaufen.

EGAL, jetzt hab ich ne Medaille, die farblich perfekt zur verbeulten Regenrinne passt und bin um eine Erfahrung reicher. Das Einzige, was mich wundert ist, dass in den verschiedenen Kategorien so krass unterschiedlich bewertet wurde. Meiner Meinung nach müssen sich die einzelnen Juroren über einen einheitlichen Bewertungsmaßstab einig werden!
Dass man beispielsweise mit "Moustache-Moulds" einen "Best-of-Class"-Preis gewinnen kann, ist für mich nicht nachvollziebar. Jetzt hör ich hier aber auf mit dem Gemecker, ich möchte ja auch niemandem auf den Schlips treten, sondern mir nur mal kurz Luft machen ;-)

Ich hatte trotzdem einen sehr schönen Sonntag auf der Tortenshow und das lag zu einem großen Teil auch an der lieben Jessi von Coli`s Kitchen, die ich dort nach einem Jahr wiedergetroffen habe. Wir haben uns gemeinsam alle Beiträge angeschaut, waren shoppen und hatten viel zu Lachen :-D
Die Krönung war, dass ich beim Aufräumen noch einen Cupcake von ihrem Wettbewerbsbeitrag abgestaubt habe, der absolut köstlich war!!!!!! Da lacht das Jury-Herz! Ihr solltet unbedingt bei ihr vorbeischauen und über ihr Frosting-Debakel lesen.

Ganz lieb bedanken möchte ich mich auch an dieser Stelle, dass sooo viel Leute meine Bilder bei Facebook geliked haben und ich sooo viele tolle Kommentare und Feedback zum Kuchen bekommen habe. Das freut mich wirklich wahnsinnig, dass mein Traumhaus bei Euch so gut angekommen ist, das ist mir nämlich deutlich wichtiger als eine kleine Plastikscheibe mit ein bisschen rosa Gebamsel unten dran!

Demnächst werdet Ihr wieder öfter was von mir lesen, versprochen!
Bis dahin, Sarah

Freitag, 4. Juli 2014

AC/DC-Geburtstagskuchen ... mit Ouzo-Geschmack!



Vor einigen Wochen hatte mein Chef Geburtstag, was schenkt man da also? Schwierig! Aber eine personalisierte Geburtstagstorte passt ja immer wunderbar!

Wie man unschwer erkennen kann, hat er eine Lieblingsband.... fehlte nur noch eine Geschmacksrichtung.... und da passt zu so einer rockigen Torte natürlich keine fruchtige Himbeer- oder Zitronenfüllung, sondern was rockermäßiges! Schnaps! Aus unerfindlichen Gründen gibt es auf Betriebsfeiern immer Ouzo (also nicht nur, natürlich :-D)... warum also nicht!

Ich habe 3 normale Rührteigböden gebacken und alle ordentlich mit Ouzo getränkt. Die Füllung und Ummantelung unter dem Fondant besteht aus Swiss-Meringue-Buttercreme, die ich auch mit einem ordentlichen Schuss Ouzo abgeschmeckt habe. Ich muss wirklich sagen, das schmeckt gar nicht mal schlecht! Den Alkohol schmeckt man natürlich kaum raus, aber die Anisnote kommt gut durch.

Den Fondant habe ich vor dem Überziehen zwar schwarz eingefärbt, das Ergebnis war mir aber nicht intensiv genug, daher hab ich noch mal mit schwarzer Airbrush-Farbe übergebrusht. Die Flammen habe ich aus gelbem Fondant ausgeschnitten, angebracht und mit roter Farbe ausgemalt. Ich finde, die Farbkontraste sind toll geworden, meine Fotos allerdings weniger...

Mein Chef hat sich doll gefreut, als wir ihm den Kuchen überreicht haben.... gegessen hat er ihn aber natürlich erst nach Feierabend (bei ca. 100 ml Ouzogehalt auch besser!)

Ach ja, ich habe hier übrigens das erste Mal mit meinem neuen Massa Ticino Tropic Fondant gearbeitet, und bin restlos begeistert. Der lässt sich toll verarbeiten, "schwitzt" nicht und ist superflexibel. Da kommt mein selbstgemachter Fondant auf Dauer leider nicht mehr mit...

Liebe Grüße,
Sarah



Mittwoch, 18. Juni 2014

Ein Keks für jede Gelegenheit! Diesmal: Basketball-Playoffs 2014

Ihr wisst natürlich alle, dass ich neben dem Backen und Bloggen auch noch ein weiteres (recht zeitaufwändiges) Hobby habe... Basketball gucken bei "meinem" Verein... den EWE Baskets Oldenburg. Im Laufe der Jahre bin ich im Rahmen diverser Auswärtsspiele mit dem Fanclub schon in einer Menge Städten gewesen, um die Mannschaft anzufeuern. 
Die letzte große Fahrt führte uns ans andere Ende Deutschlands, nämlich nach München. Von hier aus sind das ca. 800 km, mit einem Reisebus bedeutet das eine Fahrtzeit von ungefähr 10 Stunden! Und da man auf so einer langen Fahrt ja nicht immer nur Raststättenfraß, Möhrenstücke oder Gummibärchen essen kann, und ich in der letzten Saison schon Cakepops gemacht hatte, muss diesmal eine reelle Süßigkeit her, die sich gut transportieren lässt!

Ergo: Kekse!

Genauer: Basketball-Kekse!



Die Kekse sind ganz normale Sugar-Cookies, die ich nach diesem Rezept gebacken habe. Dann habe ich gleichgroße Kreise aus hell-orange-braunem Fondant ausgestochen und aufgeklebt. Die Struktur habe ich mit meinem Airbrush-Gerät und einem Stück Tüll erreicht. Die Idee dazu hatte ich von hier. Ich habe statt Royal-Icing Fondant benutzt und die Linien im Anschluss von Hand mit verdünnter brauner Lebensmittelfarbe und einem Pinsel gezogen. Mit dem Ergebnis war ich aber ziemlich zufrieden.
Besonders, weil sie sich auch super über hunderte Kilometer im Bus in einer Keksdose transportieren ließen, ohne an Optik oder Geschmack einzubüßen.




Das besagte Spiel haben wir übrigens grandios gewonnen, im fünften Spiel der Playoffs hat`s dann aber leider nicht mehr ganz gereicht. Somit war in diesem Jahr nach dem Halbfinale Schluss... Bleibt bis Oktober genügend Zeit, um sich die nächsten basketballassoziierten Süßigkeiten auszudenken ;-)

Liebe Grüße,
Sarah

Samstag, 14. Juni 2014

Ein Kuchen aus der Kategorie "eklig"! Happy Birthday Bruderherz!

So, nachdem ich in letzter Zeit ja eigentlich fast nur noch über meine Fernseh-Erfahrungen geschrieben habe,wollen wir uns hier mal wieder auf das Wesentliche besinnen: und das ist und bleibt natürlich meine Leidenschaft für Motivtorten und alles Lustige und Kreative in Verbindung mit Kuchen und Süßkram. Eine tolle Gelegenheit um sich mal wieder an was Neues zu wagen sind natürlich Geburtstage, vorzugsweise innerhalb der Freunde und Familie....da kann man sich das ein oder andere erlauben, was Andere vielleicht verstörend finden könnten. 
Zuletzt so geschehen beim Geburtstagskuchen für meinen ältesten Bruder Timo.



Also wenn ich für jemanden einen Kuchen backen kann, der aussieht wie ein K***-Haufen, dann für ihn. Wenn man, so wie ich, mit 2 älteren Brüdern aufwächst, wird man irgendwann hart im nehmen, kann aber dafür irgendwann auf eine Kindheit/Jugend mit ner Menge fiesen Witzen und Fäkalhumor zurückblicken. Geschadet hat es mir nicht und ich lache immer noch gerne über dreckige Witze :-)

Untergrund für den Kuchen ist mein Lieblingsschokoladenkuchen. Diesen habe ich zurechtgeschnitzt und aus Kuchenbröseln und Ganache die obere Wurst-Lage geformt. Das braucht alles nicht sehr akkurat zu sein.....soll ja auch realistisch wirken ;-)



Eingestrichen habe ich mit dunkler Schokoladenganache, überzogen mit hellbraunem Fondant. 



Mit der rauen Seite eines neuen Küchenschwamms habe ich noch ein  bisschen Struktur eingeprägt und dann mit braun, schwarz und orange mit meinem Airbrush-Gerät gebrusht. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich vorher ohne ausgekommen bin... damit zu schattieren ist sooo toll. 
Zum Schluss hab ich dann noch aus Blütenpaste kleine Maiskörner und Fliegen mit Gelatineflügeln geformt und den Haufen damit "dekoriert". Herausgekommen ist ein ziemlich unappetitlich aussehender, aber dafür umso besser nach Schokolade riechender "Haufen" Kuchen! 
Mein Bruder hat sich sehr gefreut und halb totgelacht (ich hatte den Kuchen noch in einer, mit Schokolade beschmierten, Papiertüte verpackt!)



Geschmeckt hat er übrigens allen anwesenden Gästen, obwohl sich der ein oder andere vielleicht erst etwas überwinden musste.

Habt ihr auch schonmal eine Idee für einen Kuchen gehabt und dann gedacht..."Nee, kann ich nicht machen...."...und es dann doch gemacht???

Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende,
Sarah

Freitag, 23. Mai 2014

Bekannt aus Funk und Fernsehen ... meine Zitronen-Basilikum-Törtchen

Hallo zusammen, 
Ich hab Euch ja beim letzten Mal versprochen, dass ich Euch das Rezept für die Zitronen-Basilikum-Törtchen, die ich in der "Tortenschlacht" gebacken habe, nachreichen will. Und heute hab ichs dann auch endlich geschafft. 
 


 Noch kurz vorneweg: die Törtchen habe ich zum Thema "Zitronenkuchen" gebacken. Obwohl die Kombination von Zitrone und Basilikum in einem süßen Törtchen erstmal komisch klingt, ist das wirklich richtig richtig lecker. Ich hab beim Probebacken zu hause "normalen" Basilikum verwendet, in der Sendung dann Thai-Baslilikum. Es schmeckt zwar beides sehr gut, ich würde aber den Thai-Basilikum empfehlen, da er noch so einen Extra-Geschmacks-Kick durch ein leicht lakritzig-minziges Aroma gibt.


Ihr werdet ca. 6-8 Törtchen rauskriegen, je nachdem wie groß eure Dessertringe sind, bzw. wie groß ihr den Biskuit schneidet.
Los geht`s mit dem Biskuit:

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser braucht man:

  • 5 Eier
  • 2 Eigelbe
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
  • 120 g Mehl
  • 30 g Speisestärke
  • 50 ml Milch
  • 50 g Butter
In einer großen Rührschüssel (oder in der Küchenmaschine) mischt ihr die ganzen Eier, die Eigelbe, den Zucker, Salz und Zitronenschale zusammen. Jetzt müsst ihr alles mit dem Handrührer, oder eben mit der Küchenmaschine alles so lange aufschlagen, bis die Masse fast weiß und dick-cremig geworden ist. Mit dem Handrührer dauert das ca. 7-8 Minuten, mit einer Kitchen-Aid gehts etwas schneller. Die Milch auf dem Herd ganz leicht erwärmen und die Butter darin schmelzen lassen, abkühlen lassen.
Dann vermischt ihr das Mehl mit der Stärke und siebt die Mischung über die Ei-Zucker-Mischung und hebt es mit einem großen Schneebesen vorsichtig unter. Zum Schluss noch vorsichtig die abgekühlte Milch unterrühren.
Den Teig füllt ihr in eine mit Backpapier ausgekleidete Form und backt den Biskuit im vorgeheizten Ofen bei 180° auf der untersten Schiene für 35-40 Minuten. Rausholen und auskühlen lassen.
Mithilfe eines Dessertringes oder einer anderen runden Form schneidet ihr die kleinen Böden aus dem großen Biskuit. Diese kleinen Biskuits könnt ihr dann noch in 2-3 Lagen schneiden, je nachdem, wie euer Teig aufgegangen ist und wie dick ihr die Lagen haben möchtet.

Für den Knusperboden: 
  • 150 g Butterkekse, 
  • 30 g Butter
Die Butterkekse in einem Blitzhacker (oder einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz) sehr fein zerbröseln und in einer Schüssel mit der zerlassenen Butter vermengen. Die so entstandene Masse drückt ihr mit Hilfe eines Dessert-Ringes und eines Teelöffels auf ein Backblech mit Backpapier drauf. Die einzelnen runden Böden sollten ca. 4-5 mm hoch sein. Das Blech dann für ca. 4-5 Minuten in den Ofen schieben und backen, dabei müsst ihr furchtbar aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Das kenne ich aus eigener Erfahrung, geht verdammt schnell! Erst wenn sie abkühlen werden sie wirklich fest und stabil, also lieber auf dem Blech auskühlen lassen!


Für die Creme: 
  • 150 g weiche Butter
  • 150 g gesiebten Puderzucker
  • 200 g Doppelrahmfrischkäse
  • 1/2 Bio-Zitrone
  •  1/2 Vanilleschote
  • etwas Kurkuma zum Einfärben
In einer großen Rührschüssel schlagt ihr die Butter mit einem Handrührer (oder in einer Küchenmaschine) mindestens 5 Minuten auf, sie wird dadurch fast weiß. Dann rührt ihr löffelweise den Puderzucker nach und nach ein, noch ein paar Minütchen weiterschlagen. Jetzt auch wieder nach den Frischkäse zugeben und gut unterrühren. Ich habe die Creme dann auf zwei Schüsseln aufgeteilt und eine Hälfte mit dem Vanillemark, die andere Hälfte mit Zitronenschale, Zitronensaft und etwas Kurkuma abgeschmeckt.

Für das Pesto: 
  • 1 Bund Basilikum (möglichst Thai-Basilikum, den mit den kleinen Blättchen, nicht den roten)
  • 1 Tüte gesalzene Macadamia-Nüsse
  • ca. 20 g Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
Alles im Blitzhacker oder mit einem Zauberstab zu Pesto verarbeiten, falls die Masse zu fest ist, könnt ihr einen kleinen Schuss Milch oder noch mehr Zitronensaft zugeben. 

Für die Zitronensauce: 
  • 2-3 Biozitronen, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
  •  Zucker (nach Geschmack, bin mir nicht sicher mit der genauen Menge!)
  •  Guarkernmehl aus dem Bioladen (z.B. von Biovegan)
Den Saft mit dem Zucker und der ausgekratzten Vanilleschote von der Creme zusammen aufkochen und etwas einköcheln lassen, ggf. noch etwas Zucker zugeben. Dann lasst ihr den entstandenen Sirup etwas abkühlen, gebt die Zitronenschale dazu, fischt die Vanilleschote raus und rührt sehr wenig Guarkernmehl ein, das dickt den Sirup so an, dass er nicht gleich wieder vom Törtchen läuft. Wer möchte kann noch etwas mit Kurkuma nachfärben.